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edition unseld.

In diesen Tagen sind die ersten Titel der neuen edition unseld (die Reihenbezeichnung in Kleinschreibung – so unmodern, das ist schon wieder retro) bei Suhrkamp erschienen: ich lese gerade im ersten Band, Sandra Mitchells Komplexitäten, der bislang einen guten Eindruck macht: überlegt und klar schildert sie die Entstehung verschiedener Welterklärungsmodelle und zeigt ihre jeweiligen Grenzen auf, verdeutlicht den Bedeutungswandel des Emergenzbegriffs, der in der Form »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile« auf Aristoteles zurückgeführt wird, bis zu heutiger Form.

Wenn die anderen Bände ähnlich anregend sind (und ein weiterer harrt schon hier der Lektüre), ist diese Reihe (trotz der abschreckenden Unterstützung durch Spiegel Online) ein der Vernunft verpflichtetes Gegengewicht gegen die vorherige Neugründung »Verlag der Weltreligionen«.

[Update: Mehr über die Reihe bei der NZZ.]