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Gelesen. Doctorow.

Cory Doctorow: Walkaway. Übertragen von Jürgen Langowsky. München: Heyne, 2018.

Doctorow zeichnet eine in einer nicht allzu fernen Zukunft liegende Welt, die in dystopischen »Default« und utopischen »Walkaway« unterteilt ist, in denen gegensätzliche Lebensentwürfe gelebt werden, und strickt eine hölzern-funktionale Romanhandlung drumrum. Wesentliche Probleme wie Kleidungs- und Nahrungsherstellung, Begrenztheit des Lebens aufgrund Verletzlichkeit des Körpers etc. werden technisch gelöst – die Welt: ein Hackerspace. Eine der interessantesten Figuren ist in der Folge das in vielen Instanzen auf diversen Rechnern laufende Backup einer bei einem Angriff des Defaults zu Tode gekommenen Informatikerin. – Dem Buch hätte ein*e beherzte*r Lektor*in gut getan, um Redundanzen zu beseitigen und damit den Umfang auf die Hälfte zu verringern.

Utopien.

Nein, die Links unter »Neue Lesezeichen« deuten nicht an, dass ich in eine Kommune übersiedeln möchte und nur noch die richtige suche, sondern werden – gesammelt bei del.icio.us – Bestandteil einer Unterrichtseinheit zu Utopien und konkretisierten alternativen Lebensentwürfen sein.

Natürlich werden wir uns im Philosophiekurs des 13. Jahrgangs mit den Klassikern beschäftigen; doch ebenso möchte ich mit den S einen Blick werfen in in alte und neue Arten der anderen Lebensgestaltung.

Und natürlich wird auch Eden wieder eine Rolle spielen.

(Und parallel läuft einerseits die Vorbereitung einer Hälfte (zur Metaphysik) einer Fortbildung für Philosophielehrkräfte am Beruflichen Gymnasium, andererseits Lektüre zu einer Unterrichtseinheit über die Philosophie des Geistes. Und deshalb setze ich mich jetzt mit Tee, Pfeife und Daniel C. Dennetts Süße Träume in meinen Lesesessel.)

[Das Ganze ist übrigens unterrichtsvor- und nachbereitendes Erholungsprogramm nach gestriger abendlicher dreieinhalbstündiger Schulkonferenz und heutiger Projektgruppensitzung zum Qualitätsmanagement in Vorbereitung auf EVIT-BS ...]