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Kleinkredite vergeben per KIVA.

Spätestens seit Muhammad Junus im Jahr 2006 den Friedennobelpreis bekam, hat jeder vom System der Kleinstkredite als Hilfe zur Selbsthilfe in weniger entwickelten Regionen der Erde gehört. In einem (leider vergessenen) Blog (wieder begegnet: es war Nach Dienstschluss) entdeckte ich in einer Randspalte eine Anzeige für KIVA (hier geht's zu KIVA Deutschland), eine gemeinnützige Organisation, die diese Systeme fördert, indem sie sie mit privaten Kreditgebern in der »ersten Welt« verbindet.

Das finde ich pfiffig, und deshalb habe ich das vor zwei Monaten auch ausprobiert. Ich habe mir in der Auswahl an Projekten einige ausgesucht, die mir besonders unterstützenswert erschienen.

Beispiel für ein solches Projekt: eine Frau in Nicaragua »works with much enthusiasm and the desire to get ahead. She makes and sells food. She sells the food herself at her site. She has been in this business for 20 long years, and she has gained a lot of experience making food. Therefore, she has a lot of people come to her site daily to buy the delicious food that she prepares.« Diese Frau erbat einen Kredit von US$ 525 »to buy raw materials to make food«. Dieses Geld wolle sie in 5 Monaten zurückzahlen.

Selbstverständlich könnte nun jemand, der 525 Dollar übrig hat, diesen Kredit komplett finanzieren. Stattdessen aber hat Kiva ein System aufgebaut, das es den Kreditgebern ermöglicht, in 25-Dollar-Schritten Geld zu verleihen. Ich habe also 25 Dollar verliehen, Kiva gibt diese (ohne Verluste!) an eine lokale Kleinkreditorganisation weiter, die das Geld vor Ort an die Kreditnehmerin vergibt und auch auf die Rückzahlung achtet. All dies wird im Einzelnen vorab beschrieben und dokumentiert.

Über den RSS-Feed des Projekts wird der Kreditgeber auf dem Laufenden gehalten – heute erfuhr ich, dass die Frau fristgerecht ihre zweite Rate bezahlt hat.