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Aprikose · Theater · Laufen · Essen · Schule.



Die Aprikose (Prunus armeniaca »Bergeron«) blüht überreich und wird auch von Bienen besucht. Gute Aussichten!

Leimringe angebracht.

Gestern auf dem Weg zum Theater E-Kind 2 in seiner WG besucht. Gute Cookies und Brownies; Grundlage für Pizza-Appetit im Heinrich VIII. Hinterher aufgrund der Erkrankung einer wichtigen Rollenbesetzung statt Brechts Dreigroschenoper Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? gesehen. Nicht gut gealtert, das Stück.

Beim Laufen (Teil 1, Teil 2) mit den am Vortag bei Zippels in Kiel erworbenen Mizuno Wave Inspire 15 in potthässlichem Silbergrau an Wegkreuzung Halt gemacht: seltsame Grabstelle für Lammert Bruinenberg mitten im Wald, von dem Internet- und Dorflegenden erzählen, es sei ein niederländischer SS-Freiwilliger im Rang eines Rottenführers gewesen, der entweder beim Entschärfen einer beschädigten Panzerfaust oder aber bei einem Luftangriff verletzt worden und an diesen Verletzungen gestorben sei. Auf das Grabkreuz christlicher Tradition für einen Angehörigen einer nationalsozialistischen Organisation haben Besucher nach jüdischem Brauch kleine Steine gelegt.

Spechtklopfen auf seinen Ursprung untersuchen und lange in die Wipfel starren.

Sabine hat inzwischen vortreffliches Gemüseblech à la Anke Gröner bereitet, das nach der Dusche wartete:



Für morgen sind für die Buchhändler*innen der Teil »Einband« aus dem Modul »Herstellung« sowie Übungen zur verschachtelten Wenn-Funktion in Excel vorgesehen. Danach ein Vorstellungsgespräch einer potentiellen Quereinsteigerin sowie den Tag abrundend Stundenplanung.

Gute Laufschuhe · Rosenkohl · Zeit · Schulraummöblierung.

Heute zum ersten Mal mit meinen neuen Mizuno Wave Daichi 4 GTX durch den Nieselregen gelaufen. (Zwischendurch mal einen Blick in die Bräutigamseiche geworfen. Geheimnisvollen Brief aus Bulgarien wieder zurückgesteckt. Ist nicht für mich.) Erfreut festgestellt, dass der Halt auf matschigem Waldboden, glitschigem Lehmuntergrund und Standard-Feld-, Wald- & Wiesenmodder dank der abenteuerlich profilierten Michelin-Sohlen deutlich besser ist als bei den just nach knapp 1000 km Laufens dem Orkus anheimgegebenen vorherigen Schlechtwetterbotten Mizuno Wave Mujin 3 GTX, und zwar sowohl in Vorwärtsrichtung als auch im Falle drohenden seitlichen Abrutschens (das aber erfreulicherweise eben nicht eintrifft) auf unebenen, halb aufgelösten Wegen. – Richtig tolle Schuhe, die mich begeistern, während die Vorgänger nur so okay waren.

Am Wochenende Küchenlateins orientalisches Rosenkohl-Gemüse (mit Kohl und Zwiebeln (statt Schalotten) aus Ernteanteil) gekocht (E-Kind 1 war dankenswerterweise extra aus Marburg angereist, um die Orangenfilets zu fertigen), dazu gab’s Süßkartoffelpürree nach einem Rezept aus unbekannter Quelle (vergessen). Wohlschmeckend.

Über Unterrichtsbesuchen, Vorstellungsgesprächen, immerwährenden Breitbandproblemen, Aktenvernichtung, Stundenplan- und Einsatzfragen, allfälligem Bureaukrams, Unterricht etc. verfliegen Tage. iPads plus Beamer funktionieren tadellos, ärgerlich dabei unterschiedliche Beamergenerationen und -typen mit ebenfalls diversen Fernbedienungen, die immer mal wieder für Fragen bei Kolleg*innen sorgen. Ebenfalls sehr positive Neuerung: Stehpulte für die Lehrkräfte (und in einem Raum zusätzliche Stehtische für Schüler*innen, die sich zwischendurch mal strecken wollen).

Laufen 2018.

Im Jahr 2018 gelaufen: 1556 km – meist in der Gegend, aber auch im Urlaub; 118 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 13, 524 km mit dem Mizuno Wave Inspire 14, 914 km mit dem Mizuno Wave Mujin 3 G-TX (bei fragwürdigen Bodenverhältnissen auf Feld- und Waldwegen sowie bei Regen oder Schnee).

Durchschnittlich sind das 30 km pro Woche. Insgesamt etwas mehr als 2017, aber mit verschlechtertem Pace (5:51/km statt 5:39/km). Etwas peinlich, aber so ist das Leben.

Klassenarbeiten, Kriechen, Hoffnung.

Am Wochenende 56 Klassenarbeiten korrigiert. Waren nur so wenige, weil ich 24 schon in der Woche geschafft habe. Einziger Eintrag auf dem Weihnachtswunschzettel: Korrekturautomat. (Aber sollte irgendwann einmal eine Künstliche Intelligenz klug genug werden, um diese Aufgabe ausführen zu können, wird sie sie an Menschen delegieren, weil die Korrekturtätigkeit die Fähigkeiten ihrer Superintelligenz beleidige.) –

Zwischendurch war ich auch einmal laufen:


Aber wer sonst immer nur am Schreibtisch sitzt, dem fällt Bewegung schwer. –

Auf dem Klimagipfel in Katowice wird wieder viel zu wenig Wirksames beschlossen. Wir werden es unter anderem daran feststellen können, dass sich an unserer Art zu leben nichts ändert.

Greta Thunberg hielt dort eine Rede:

Ja, man kann davon ausgehen, dass die Rede bei den Entscheidenden nichts bewirken wird. Ich bewundere Thunberg gleichwohl vorbehaltlos für ihre Souveränität und das, was sie schon jetzt erreicht hat: im Alter von 15 Jahren spricht sie als Umweltaktivistin auf einer internationalen Konferenz. Die meisten Anwesenden werden sie mitleidig und von oben herab beurteilen. Dagegen aber zeigt sie sich bereits immun. Es ist zu hoffen, dass sie viele Fünfzehnjährige (und Ältere! Und Jüngere!) überzeugt, in dieser Sache Sand im Getriebe zu sein, und so Veränderungen bewirkt. Gelbe Westen stehen eher für ein »Weiter so!« Greta Thunberg nicht.

Laufen, Kramp-Karrenbauer, Digitalisierung.

Heute vormittag nach dem Frühstück durch den Regen gelaufen, windig war’s auch, und so mancher Weg von Forstmaschinen so aufgewühlt, dass ich die richtige Abzweigung verpasst habe, mich inmitten von Matsch, querliegenden Baumstämmen und einer Menge Astwerk wiederfand, zwischendurch stolpernd im Modder landete (zum Glück ja weich). All das ziemlich lahm und für einen Wochenendlauf auch eher zu kurz, was der geringen Erholungszeit seit dem letzten Lauf zuzurechnen ist, aber morgen ist keine Zeit zum Laufen, denn wir bereiten mit den Nachbarn das traditionelle gemeinsame Winteressen.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat es geschafftdas hatte ich nicht erwartet. Wenn die von Merkel als Generalsekretärin nominierte Kandidatin das Rennen um den Parteivorsitz macht, zeigt es, dass jene ihrer Partei offenbar nicht, wie zuweilen behauptet, davongeeilt ist, sondern dass sich die CDU mit ihr gewandelt hat. Umso erstaunlicher das relativ starke Abschneiden ihres Konkurrenten, der in den letzten Jahren zwar bewiesen hat, dass er für seine eigenen Interessen arbeiten kann, nicht aber, dass er auch nur im Geringsten Kompetenzen besitzt, die im politischen Geschäft von Belang sind. Für die SPD wäre Merz ein deutlicher Antipode gewesen; mit Kramp-Karrenbauer wird sie es schwerer haben (von den selbst gemachten Problemen ganz abgesehen).

In der Schule arbeiten wir an der Fortentwicklung der Digitalisierung: durch die Vorbereitung eines Schulentwicklungstages zum Thema, aber auch durch verbesserte technische Ausstattung in unserer Außenstelle. Wer Lehrkräften vorwirft, sie seien zu unbeweglich und zu unmodern und würden die Digitalisierung deshalb nicht vorantreiben, weiß nicht, welche Bedingungen das Ganze mit beeinflussen – von der Verzögerung bis hin zur Verhinderung. Da spielen sehr unterschiedliche Auslegungen des Datenschutzrechts in unterschiedlichen Ländern eine Rolle, verschiedene Maße an Unterstützung durch Ministerien und Lehrerbildungsinstitute, die durchs Land und durch die Schule beauftragten Dienstleister für EDV-Fragen, die Schulträger (und es gibt Schulen mit mehr als einem Träger, die selbstverständlich auch unterschiedliche Auffassungen über Notwendigkeiten haben können), fehlende nichtpädagogische technische Fachkräfte in der Schule und so fort. Vor diesem Hintergrund sinnvolle Konzepte zu erdenken und auch umzusetzen ist nicht einfach. All das machen Lehrkräfte übrigens nebenbei, weil das Ministerium annimmt, das könnten Schulen selbst am Besten. (Letzteres ist nicht immer so, und manches Mal bräuchte man mehr Möglichkeiten des Rückgriffs auf fertige Lösungen zur Auswahl; andererseits schätzen wir Selbständigkeit, wo sie gegeben ist. Es ist kompliziert.)

Laufen 2017.

Im Jahr 2017 gelaufen: 1513 km – meist in der Gegend, aber auch im Urlaub; 10 km dieser Strecke mit dem ersten Paar Mizuno Wave Inspire 12, 929 km dieser Strecke mit zweiten Paar des gleichen Schuhs, 148 km mit dem Nachfolger Wave Inspire 13, 425 km mit dem Wave Mujin 3 G-TX (bei fragwürdigen Bodenverhältnissen auf Feld- und Waldwegen sowie bei Regen oder Schnee). Insgesamt knapp 30 Kilometer weniger als 2016 – im Mai und Juni bin ich aufgrund einer Zerrung fast gar nicht gelaufen, danach habe ich zunächst sehr vorsichtig mit kleinen Strecken wieder begonnen.

Laufen 2016.

Im Jahr 2016 gelaufen: 1541 km – meist in der Gegend, aber auch im Urlaub; 58 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 11, 955 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 12, 274 km mit dem Mizuno Wave Ascend 8, 254 km mit dem Wave Mujin 3 GTX (letztere beide bei fragwürdigen Bodenverhältnissen auf Feld- und Waldwegen sowie bei Regen oder Schnee). Etwa 300 Kilometer weniger als letztes Jahr – mehr Arbeit und drei Wochen gesundheitsbedingtes Aussetzen machen sich bemerkbar.

Laufen 2015.

Im Jahr 2015 gelaufen: 1858 km – meist in der Gegend, aber auch im Urlaub; 371 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 10, 766 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 11, 346 km mit dem Mizuno Wave Mujin (reklamiert und zurückgegeben wegen Auflösungserscheinungen vor der Zeit), 237 km mit dem Mizuno Wave Ascend 8 (letztere beide bei fragwürdigen Bodenverhältnissen auf Feld- und Waldwegen sowie bei Regen oder Schnee).

Nebel überm Kellersee.

Wer bei -8°C am Ufer entlangläuft, sieht in der kalten Wintersonne auf dem knallweiß gefrorenem Kellersee dichte Nebelschwaden sich bilden, die einen Meter über dem Eis schon wieder verweht werden. Die Landschaft frostig und lebensfeindlich: wirkt nur freundlich.

Durch den Nieselregen laufen (und Jäger).

Gestern bei Zippels erworbene Mizuno Wave Inspire 10 (die hässlichste mir bekannte Inkarnation des Wave Inspire bislang) im Nieselregen eingeweiht; die Standardrunde durch Prinzenholz zu laufen war nicht möglich, weil dort die Sonntagsjäger ihrem Mordsvergnügen nachgingen. Ihre Fahrzeuge hatten sie natürlich alle auf dem die Landesstraße begleitenden Geh- und Radweg abgestellt, der damit ebenfalls versperrt wurde (auf der Straße darf man Autos ja nicht parkieren, weil dann der Autoverkehr behindert werden könnte; auf dem Grünstreifen zwischen Straße und Geh-/Radweg geht’s auch nicht, weil dann die Räder der (sämtlich geländegängig ausgelegten) Fahrzeuge möglicherweise dreckig würden; den Parkplatz ein paar Meter weiter schließlich kann man nicht benutzen, weil man dann zu weit zu Fuß gehen müsste und man es bevorzugt, mit dem jägergrün lackierten Zweitonner direkt vors zu jagende Wild zu fahren).

Genau 1 Vertreter der Jägerkumpanen besaß genügend Vernunft, eine Entschuldigung für angemessen zu halten (was natürlich noch nicht notwendigerweise beinhaltet, beim nächsten Mal anders zu handeln).

Lauf im Nieselregen war trotzdem klasse.

Laufen 2013.

Im Jahr 2013 gelaufen: 1542 km – meist in der Gegend, aber auch im Urlaub; 812 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 9, 178 km mit dem Cabrakan 5 (bewährt bei fragwürdigen Bodenverhältnissen auf Feld- und Waldwegen sowie bei Regen oder Schnee), der Rest mit den jeweiligen Vorgängermodellen.

Herbstlauf.

Ich hab’s ihm ja schon erzählt: wenn man dieser Tage in unserer Gegend auf nassen Wegen übers Land und zwischen den Feldern läuft, die Sonne gleißt ein herbstlich gefärbtes Sein, die Luft ist nach dem gestrigen Regen (und weil der Winter naht) so kühl und frisch wie lange nicht mehr, dann möchte man eigentlich gar nicht aufhören mit dem Laufen (nimmt dann aber doch eine Abkürzung, weil Volker zum 11-Uhr-Tee kommt).

(Dass der Herbst in der Literatur immer für das nahende Ende, den bedrohlichen Niedergang o. ä. steht, ist ja auch vollkommen falsch. Schreibt mal wer rasch eine Rehabilitation des Herbstes?)

[…] und die Freude, die mich dabei erfüllte, war so brennend und traf mich mit solcher Wucht, dass sie sich von Schmerz nicht unterscheiden ließ. Was ich erlebte, schien mir von immenser Bedeutung zu sein. Immenser Bedeutung.

(S. 290 in Knausgårds Sterben, das ich gerade (fälschlicherweise nach Lieben, dem ich aber zuerst begegnete) lese, weil Matthias freundlicherweise auf sein Erstleserecht verzichtet.)

Zehn Minuten Kränzler.

Auf unserer Fachverbandstagung »Schreiben. Neue Aufgabenformate im Abitur und der Weg dorthin« habe ich als Empfehlung an die werten Kolleginnen und Kollegen ein Kurzreferat zu Lisa Kränzlers Nachhinein gehalten. Das Papier findest Du hier.

Der Lauf um den See musste sturmfolgenbedingt leider verlegt werden: zu viele Bäume lagen noch quer über den Weg …

Gelesen. Murakami.

Haruki Murakami: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede. Übersetzt von Ursula Gräfe. München: btb, 2010.

Ein erfreulich unaufgeregtes Buch, in dem Murakami einerseits darstellt, wie wichtig ihm das Laufen als Ergänzung, Gegenpol und Analogon zum Schreiben ist, andererseits fern von jedweder Eitelkeit zeigt, wie anstrengend das eine wie das andere für ihn ist. Nicht spektakulär, aber angenehm, fast meditativ die Einfachheit des Laufens nachbildend.

Wochenende.

Aufstehen reguliert auf 8.45 Uhr – später ruiniert den Alltagsrhythmus (man wird alt).

Am Samstag natürlich laufen (Karte), abends mit Freunden ein neues Spiel – Agricola – kennengelernt (gefällt!). Ansprechender Wein aus unserem Degustierservice-Paket: Roches d’Aric. Sonntag Pellkartoffeln mit Pfifferlingsrahm (mit Resten der zweiten Flasche Wein).

In freien Minuten: über Unterrichtseinheit Realismus (ff.) nachgedacht und Stichworte notiert. Fontanes Jenny Treibel würde ich gern weiterhin lesen, zudem Raabe? Otto Ludwigs Zwischen Himmel und Erde? Fanny Lewalds Jenny? (Nur noch als E-Book …) Gern hinterher Übergang zur Moderne – Buddenbrooks (aus der Zeit gefallen)? Hauptmanns Die Ratten (Schülervorschlag)? Zündende Idee für Schülerbeteiligung? (Schule will Europschule werden. Vielleicht einen Blick über die deutsche Literatur hinaus?)

Nebenbei die didaktische Jahresplanung für drei jetzt noch zwei weitere Lernfelder im Buchhandel (gemäß neuem Lehrplan) erledigen.

Klausurenplan fürs zweite Halbjahr entwerfen.

Das Kommunalwahlprogramm der SPD Eutin will auch geschrieben werden und der Entwurf für den nächsten Rundbrief des Fachverbandes Deutsch im Deutschen Germanistenverband ist ebenfalls fällig …

Zwischendurch mal einen Spaziergang durch den Schnee.