Skip to content

Neue Essay-Themen: Immanuel Kant, John Gray, Marc Aurel, Laurie Penny, Guoan Shiyuan, Albert Einstein, Roger Willemsen.

Damit ich in den Osterferien etwas zu lesen (und leider auch zu benoten) habe, bekamen meine Philosophiekurse im 12. Jahrgang wieder die obligatorische Essayaufgabe, für die sie gut drei Wochen Bearbeitungszeit hatten. Gestern habe ich die Texte der Schüler_innen eingesammelt, nun darf ich die Lektüre beginnen.

Hier sind die Themen dieses Halbjahres zum Nachlesen.

Schulbetrieb.

Die Intensität schulischen Lebens erschließt sich nicht aus dem Betrachten des Unterrichtsgeschehens allein; die 32 Stunden Unterricht in dieser Woche (plus Vor- und Nachbereitung, Korrekturarbeit und Fortbildung am Wochenende) werden nicht das am stärksten Fordernde gewesen sein. –

Wir sehen uns Szenen aus der Verfilmung von Horváths Jugend ohne Gott an. Ulrich Mühe überzeugt als (ambivalent angelegter) Lehrer. –

Zuweilen scheint mir, die S nehmen die Fron schulischer Arbeit auf sich, um Zeit mit anderen verbringen zu dürfen, die noch nicht durch die Sorge um den Lebensunterhalt bestimmt ist. (Beurteilen und begründen Sie.) –

Noch am selben Tag erlebe ich ernsthaft gemeinsam an einer Aufgabe arbeitende S – so ungeschützt versinkend im Tun. Welch großes Vertrauen S doch haben! –

Über Disziplin nachdenken, im Philosophieunterricht. Klausur bot Kant dar. –

Stets erste Handlung des L nach Betreten des Klassenzimmers: das Öffnen des Fensters. In Wedekinds Frühlings Erwachen übers Zumauern der Fenster gelesen. S verstehen die Aussage. Wollen die Fenster trotzdem lieber geschlossen haben.

Wikileaks und Kant.

Julian Nida-Rümelin zeigt im Artikel »Demokratie will Öffentlichkeit«, dass Kant in Zum ewigen Frieden die Transparenz (die, so die Anwendung auf die heutige Situation, beispielsweise Wikileaks herstellt) Bedingung der Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders von Staaten sei: »Es gebe keine geheimen Nebenabsprachen zu internationalen Verträgen, alles sei für alle Staatsbürger jederzeit transparent und kontrollierbar, die Regierenden vermieden jede Doppelzüngigkeit und verzichteten auf Geheimstrategien«, referiert Nida-Rümelin Kants Standpunkt.