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»Bock auf Biken« in Eutin und Umgebung.

Wenn eine Radfahrwerbekampagne – unser hiesiges Werbeblatt der reporter berichtet – »Bock auf Biken« betitelt ist, hoffen die Verantwortlichen vermutlich, mehr Menschen zum Fahrradfahren zu bewegen.

Das funktioniert jedoch zumindest nachhaltig nur, wenn die Infrastruktur für den nicht automobilen Verkehr verbessert wird, denn gute Infrastruktur führt zu mehr Verkehr, wie unser Großversuch mit dem Autostraßenbau seit den 1950er Jahren beweist.

Die Aussage, mit der der Eutiner Bürgermeister Carsten Behnk im oben genannten Artikel zitiert wird – »Unsere Stadt und die gesamte Region Holsteinische Schweiz bieten ideale Radfahrbedingungen.« – entspricht jedoch definitiv nicht der Wahrheit, wie beispielsweise das extrem schlechte Ergebnis der ADFC-Fahrradklimatests zeigt, in dem Eutin die Note 4,33 bekommt (bester Wert von der Einwohner*innenzahl her vergleichbarer Orte: 1,96; schlechtester: 4,86 – viel Luft nach unten ist also nicht mehr) und sich damit gegenüber 2018 nochmals verschlechtert.

»It’s dead, Jim.« – Fahrrad verstorben.

Kassenbon vom 23.6.1993Jüngst hat mein Rad (Ataer F 130) von der Bremer Fahrrad-Manufaktur, erst 1993 gekauft, einen Rahmenbruch erlitten (war bis auf Vorbau und Lenker vermutlich das letzte verbliebene Originalteil).

Zum schicken zweifarbigen Nadeldrucker-Kassenbon: den mitgelieferten Sattel konnte ich im Geschäft zurücklassen, weil ich noch meinen eigenen Brooks-Sattel vom alten Motobecane-Rad hatte, das zuvor einem Frontalzusammenstoß mit einem anderen Radfahrer zum Opfer gefallen war. Und der Nordlicht-Dynamo musste sein, weil’s damals ein richtig guter war. Nabendynamos waren noch nicht en vogue; bei Schnee nutzte man halt die Batterieleuchten.

Gestern habe ich nach hervorragender Beratung durch den Inhaber im heimischen Fahrradladen ein neues Rad bestellt. Voraussichtliche Lieferfrist: sechs Wochen …