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Gelesen. Gaiman.

Neil Gaiman: The Books of Magic. New York: DC, 2014.

Ein bebrillter Junge bekommt eine Eule als Gefährtin und wird mit der Möglichkeit konfrontiert, der größte Zauberer aller Zeiten zu werden.

Die Hefte der Serie erschienen 1990 – und da Books of Magic (wenngleich anspielungsreich und motivgesättigt) nicht zu den stärksten Titeln Gaimans gehört, denkt man heutzutage zu Recht bei der obigen Beschreibung an Harry Potter und nicht an Timothy Hunter.

Stan Lee (1922–2018).

Gestern abend, als ich die Nachricht las, nahm ich mir noch vor, die Schüler*innen, mit denen ich gerade die Warengruppe Comic bearbeite, auf den Tod Stan Lees anzusprechen, hatte es dann über andere Dinge (so viel zu unterrichten, so wenig Zeit) fast schon wieder vergessen.

Das erste, was ich heute von ihnen gefragt wurde: »Sie wissen aber, dass wir heute etwas zu betrauern haben?«

Gelesen. Flix.

Flix: Spirou in Berlin. Hamburg: Carlsen, 2018.

Wirklich passend erscheint mir das ganze Setting – wesentlicher Schauplatz ist die DDR kurz vor dem Mauerfall – nicht. Die Notwendigkeit der Darstellung der Lebensbedrohlichkeit und Menschenfeindlichkeit einer jeden Diktatur führt zu Problemen: wie ist der Tod an der Mauer darstellbar? Wie Überwachung, wie Folter? Flix hat allerdings überzeugende zeichnerische und erzählerische Lösungen gefunden, ohne die kinderfreundlichen Vorgaben des vielfältigen Spirou-Kanons zu gefährden.

Eine Menge versteckter Anspielungen auf Mawils Kinderland, Harry-Potter-Verfilmungen, Kubricks Shining, Lucky Luke, den kleinen Maulwurf, Sandmännchen, Lolek und Bolek, Pittiplatsch und Schnatterinchen, aber auch auf den Stern-Skandal um die vermeintlichen Hitler-Tagebücher, historische Aussprüche rund um die Grenzöffnung etc.

[Update:] Kind 2 hat auch die Abrafaxe gefunden, die ich übersehen hatte.

Gelesen. Gaiman et al.

Neil Gaiman, Toby Litt, Peter Gross, Chris Bachalo, Peter Snejbjerg, Jamie Delano, Alisa Kwitney, Rachel Pollack, Mike Barreiro, Daniel Vozzo und Jeanne McGee: Free Country. A Tale of the Children’s Crusade. Burbank: DC, 2015.

Ein weiteres – und deutlich besseres, eher den Ansprüchen der Sandman-Serie genügendes – Spin-off mit Charles Rowland und Edwin Paine, den toten Detektiv spielenden Internatsjungs.

Gelesen. Wilson / Alphona.

G. Willow Wilson und Adrian Alphona: Ms. Marvel. Vol. 1: No Normal. New York: Marvel, 2014.

Junge Muslima im heutigen Amerika entdeckt ihre Superkräfte. Coming of Age in physischer (Superkraft beinhaltet übermenschlich lange, ungelenke Arme und Beine – Pubertierende wissen, von was ich rede) und psychischer Hinsicht (welche Rollenmodelle wähle ich mir?) sowie familiäre und kulturelle Konflikte, angenehm und mit Humor dargestellt. Jugendbuch in Comic-Form.