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RSS-Feed ändert sich

Solltet ihr dieses Blog über Feedburner (http://feeds.feedburner.com/ats20de) abonniert haben, bitte ich euch um Änderung des Feeds auf die direkte Adresse http://www.ats20.de/blog/index.php?/feeds/index.rss2 (Ich klicke in einem solchen Fall einfach auf die zweite Adresse. Der Rest passiert auf automagische Weise. Vielleicht müsst ihr an anderer Stelle drehen.).

Web 2.0 mit all den zur Verfügung stehenden Werkzeugen ist eine interessante Sache, doch dass seit einiger Zeit Google mich begrüßt, wenn ich meinen Feedburner-Account besuche, und bestehende Accounts verknüpfen möchte, ist weniger gut. Ich werde also wieder zum guten alten direkten Feed zurückkehren. Der eben von Zeit zu Zeit wechselt. (Was Feedburner aber, wie man sieht, auch nicht erspart.)

Bloggender Schweizerdegen.

Das Bloggen an sich ist ja nun schon ein alter Hut, und es braucht schon wahrlich Erstaunliches, um noch zu erstaunen: Martin Z. Schröders Schreiben ist Blei ist so etwas Erstaunenswertes, nämlich die Verbindung alter, weitgehend vergessener und zugunsten aus Tintenstrahldruckerdüsen gesprühter Worddateien verdrängter Handwerkskunst.

Was uns dabei verloren ging, verdeutlicht uns Laien der Schweizerdegen mit genauen und kenntnisreichen Überlegungen und Diskussionen.

(Unter anderem auch dort: eine verständliche Erklärung des Lichtdrucks, wie sie der Blana offenbar nicht liefern konnte.)

Neues Lernen mit »neuen« Medien?

Durch das eine kommende Tagung begleitende Blog von Thomas Rau stieß ich zum einen auf die interessanten Seiten Lernen heute von Werner Prüher, vor allem auch auf seine Diplomarbeit (PDF, 2MB), die er dankenswerterweise online zur Verfügung stellt.

Schon in den einleitenden Erklärungen allerdings finde ich Schüler- und Lehrerbilder zitiert, die mit meinen Erfahrungen nicht übereinstimmen: Schüler seien demnach als Angehörige der »Generation N« »extrem medienfixierte, aggressive Kommunikationsanhänger« mit geradezu natürlicher Vertrautheit mit den neuen Medien, seien es nun Handys oder Computer, sowie den damit verbundenen Inhalten, während Lehrer als Angehörige älterer Generationen generell nicht nur nicht fähig seien, die Geräte kompetent zu nutzen, sondern den Zugang zum Netz kaum mehr finden können.

Ich erlebe dies anders: ich erlebe Schülergruppen, deren Kommunikationsverhalten extrem differenziert ist: es gibt Schüler, die unruhig werden, wenn sie das Handydisplay nicht spätestens viertelstündlich mit Aufmerksamkeit bedenken dürfen, aber es gibt auch nach wie vor Schüler ohne Handy. Es gibt einzelne, die sich in Foren des Netzes bewegen, um dort regelmäßig ihre peer group zu besuchen, diese aber kennen außer ihrem PeerVZ häufig nur sehr wenig und sind überdies reine Nutzer mit der dieser Gruppe eigenen Naivität. Männliche Schüler lesen regelmäßig Prospekte großer Elektromärkte, spielen einschlägig bekannte Ballerspiele und glauben sich daher firm auf dem Gebiet der Datenverarbeitung, kennen aber nicht den Unterschied zwischen Word und Windows. Viele Schüler interessieren sich rein gar nicht für das Netz – schon gar nicht so, wie Blogger oder Alteingesessene (zu denen inzwischen auch viele Lehrer zählen) es tun.

Wenn ich Schülern Möglichkeiten einräume, um mithilfe des Netzes eigene Inhalte zu schreiben, dann nutzen sie diese Chance im Regelfall nur dann, wenn eine Leistungsbewertung damit verbunden ist. Möglichkeiten des Arbeitens mit elektronischen Plattformen (zum Beispiel Moodle) werden zum einen nur sehr zögerlich angenommen, zum anderen aber – wenn es freiwillig geschieht – auch nur von einem kleinen Anteil von Schülern tatsächlich genutzt. Ich kann Schülern den Gebrauch von Kommunikationsformen wie Blogs, Wikis etc. vermitteln – die Faszination für diese und das Medium Netz allgemein entsteht stets nur bei wenigen, wirklich zu eigenen Zwecken nutzen werden es später allenfalls einzelne Schüler.

All dies (noch nicht zu Ende Gedachte) heißt nicht, dass ich es nicht gern immer wieder versuche – aber die didaktischen Voraussetzungen sind andere und viel schwierigere als dass sie in der Annahme einer weitgehend homogenen technikaffinen Jugend schon erschöpft wären. Das heißt aber auch, dass ich mich als Lehrer ob der Relevanz der Inhalte genauer befragen muss, denn Grund der Thematisierung kann nicht, wie oft selbstverständlich angenommen wird, die Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit der Schüler sein.

(Und von der eigentümlich weit verbreiteten Prämisse, Lehrer seien grundsätzlich weniger kompetent in diesen Dingen als Schüler, fange ich lieber gar nicht erst an.)

Alte Schriften.

In ihrer unnachahmlichen und hochgeschätzten Art präsentiert uns die Riesenmaschine einen Link zu einer großen Sammlung alter Schriften samt ergänzender Informationen: Faulmann für den Rechner.

(Da verzeiht man ihr (der Riesenmaschine) doch fast (aber eben auch nur fast!), dass sie ihren RSS-Feed durch neckische Einschübe verziert, die auf den Volltext der im Feed nur in Appetizern vorhandenen Artikel verweisen. Neckische Einschübe allerdings wirken bei der 9. Wiederholung auch eher abgehangen.)

Buchhändlerblog II.

... und noch eins: das der Fachbuchhandlung Lehmanns.

Wenn ich Spaghetti brauche, kaufe ich Spaghetti. Bei Büchern ist das anders: zwar brauche ich sie grundsätzlich auch, jedoch ist meine Vorratskammer so gut gefüllt, dass ich problemlos mehrere Monate ohne Nachschub existieren könnte.

Individuell geprägte Empfehlungen aus unterschiedlichsten Quellen können dieser an sich vernünftigen asketischen Seinsart jedoch ruckzuck den Garaus machen und ich erwerbe doch wieder ein Buch, zu dem eine Empfehlung mir den Weg bereitete: jede Buchhandlung wäre gut beraten, lüde sie ihre Kunden dergestalt ein zum Kauf und zum Dialog.

Ein Vorteil des Internetkaufhauses (inkl. -buchhandlung) Amazon sind die vielen Kundenrezensionen, auch, weil sie mehr oder minder ungefiltert persönliche Meinungen über Bücher vorstellen, die nicht zwangsläufig objektiven Wert haben müssen, jedoch einen Zugang zu dem mir zunächst ja vollkommen fremden Buch bieten. Eine normale Sortimentsbuchhandlung kann über ein Weblogsystem zur Kommentierung ihrer Empfehlungen einladen und schafft so möglicherweise einen virtuellen (fach-) literarischen Zirkel.

Die in Kundenrezensionen übliche begrenzte Objektivität ist auch der Vorteil des Weblogs an sich: einer Veröffentlichungsform, die die je eigene Sicht auf Welt darstellt – ohne Anspruch auf Gültigkeit über gewisse Grenzen hinweg.

Buch und Blog zusammenzubringen kann jeder schreibfähigen Buchhändlerin mit Mut zum Urteil gelingen. Es kann ein Baustein in einer Strategie gegen größere und/oder überregional tätige Mitbewerber sein.

(In Kürze stelle ich die Homepage unserer Schule auf ein hinter den Kulissen werkelndes Weblogsystem (vemutlich Serendipity (irgendwelche Einwände ob dieser Wahl? – Ggf. bitte in die Kommentare damit!)) um; ich brauche dann wohl auch ein Übungsblog für künftige Buchhändlerinnen und Buchhändler – das schon bestehende Wiki hat andere Funktionen.)