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Von Dahme nach Dahmeshöved und zurück …

2018-03-30_121232… führte uns gestern ein Spaziergang bei schönstem Winterwetter.

(Wir waren da, weil ich im Johnson / Grass / Grass-Briefwechsel gerade (wieder) gelesen hatte, dass Uwe Johnson mit seiner Familie in den 1960er Jahren einige Male in Dahmeshöved seinen Urlaub verbrachte; außerdem bin ich in den 1970er Jahren mehrfach in Dahme in Strandferien gewesen, weil meine Omi dort Zimmer untervermietete. Das war aber zu Zeiten, als ich noch mehr am täglichen Braunen Bär (der damals viel besser war als seine heutige Wiederauflage) interessiert war als an grantigen Dichtern.) –

Heute isses wieder grau.

Gelesen. Johnson / Grass / Grass.

Uwe Johnson, Anna Grass und Günter Grass: Der Briefwechsel. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007.

Im Jahr 1965 trat Günter Grass auf einer Reihe von Wahlkampfveranstaltungen für die SPD auf. Aus den Einnahmen finanzierte er fünf Bibliotheken für die Bundeswehr. Die Auswahl der Bücher übertrug er Uwe Johnson mit dem Ziel einer »richtigen Mischung aus lesbarer und dennoch anspruchsvoller Literatur, Nachschlagewerken aufklärender Art, gut ausgewählten Kriminal- und Unterhaltungsromanen.« [Ebd., 55]

Ausschnitt aus der BücherlisteWer die Liste heute liest, dürfte von allem über den Maßstab stolpern: kaum ein Titel ist in heutigem Sinne der unterhaltsamen, möglicherweise bestsellertauglichen Literatur zuzuordnen; selbst die einfacher lesbaren Titel sind eher für Literaturinteressierte einfacher lesbar. War Johnsons Auswahl – nebenstehend ein Auszug – vielleicht schon damals zu hoch angesetzt oder hat sich unser Maßstab so verschoben?