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Gelesen. Poschmann.

Marion Poschmann: Die Kieferninseln. Berlin: Suhrkamp Taschenbuch, 2018.

Gefällt (deutlich besser als der Roman Muschgs, der ja eine ähnliche Ausgangslage – erfahrener Geisteswissenschaftler flieht vor Beziehungsgeröll zuhause nach Japan – hat und seinen Protagonisten ebenso vornehmlich literarisch, aber auch anderweitig kulturell vermittelte Weltwahrnehmung und soziale Interaktion betreiben lässt; insgesamt deutlich eleganter, weniger geschraubt und aufgesetzt).

Gelesen. Muschg.

Adolf Muschg: Heimkehr nach Fukushima. München: Beck, 2018.

Der rote Ritter war damals (1993) so gut wie Pflicht nach zwei universitären Parzival-Lektürekursen und gefiel mir auch ganz gut, daher habe ich mir den Muschg aus der Liste der Buchpreis-Nominierten ausgewählt.

Und ja, es ist natürlich kein schlechtes Buch, aber es atmet mir zu sehr den Geist des emeritierten Literaturprofessors. Der alternde, seiner langjährigen Partnerin just entledigte Architekt, der in Fukushima eine Künstlerkolonie gründen soll, um die Überwindung des Atomunfalls zu signalisieren, und die junge Japanerin, beide vereint in ihrer tiefen Kenntnis von Stifters Schriften, über die sie zur gemeinsamen (auch explizit geschilderten) Liebe finden … das ist mir doch ein bisschen dick aufgetragen, wenngleich natürlich sorgfältig ausgeführt.