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Gelesen. Becker.

Jurek Becker: Jakob der Lügner. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1982.

Habe ich schon vor Jahrzehnten lesen wollen (aber aus welchen Gründen auch immer nie geschafft: so viele Bücher, so wenig Zeit!). Zu Unrecht ein inzwischen fast vergessenes Buch.

Gelesen. Stålenhag.

Simon Stålenhag: Tales from the Loop. New York: Skybound, 2015.

Die Bilder Stålenhags konnte man schon vor vielen Jahren im Netz sehen (hier die Bilder zum Band, andere auf der Site), und sie haben mich in ihrer Verbindung von Retro-Ästhetik und visuellen Störungen immer fasziniert. Hier nun ein Band, der einige Bilder mit einer Hintergrundgeschichte versieht.

Bei Amazon gibt’s eine Serie, die das Ganze verfilmt. Ein paar Folgen haben wir gesehen; sie gefielen in ihrer Tarkowski-Gestimmtheit, ohne der Quelle Wesentliches hinzuzufügen.

Gelesen. Hughes.

Rian Hughes: XX. A Novel, Graphic. London, Picador, 2020.

Ein geschickter Lektor hätte möglicherweise die eine oder andere Länge zu kürzen gewusst, doch insgesamt bereitet auch dieser Roman auf 980 Seiten viel Freude: eine Botschaft aus fremden Welten wird entschlüsselt, weltumspannende Netze offenbaren sich, eine Astronautin erlebt auf dem Mond Außergewöhnliches, virtuelle Entitäten treten zu nerdigen Protagonist*innen. Erneut Spaß mit Typografie und Gestaltung, unterschiedlichen Ebenen des literarischen Erzählens (nebenbei wird eine der Geschichten aus einem Science-Fiction-Groschenheft dargeboten; ihr Inhalt spielt auf der eigentlichen Handlungsebene eine Rolle, zudem findet sich eine Anzeige für den Dampflokomotiven-Club darin, der im vorher gelesenen Buch eine wichtige Rolle spielt …), wilden Theorien und klugen Denkansätzen. Das macht Laune.

Gelesen. Hughes.

Rian Hughes: The Black Locomotive. London: Picador, 2021.

Ohne den Autor zu kennen, auf irgendeinen Interesse weckenden Hinweis hin bei Foyles in signierter Form vorabbestellt (und erst nach Lösegeldzahlung via Post an den Zoll erhalten – dreimal verflucht seien die Brexiteers!), erwies sich der Roman als erfreuliche Unterhaltung, die es versteht, vergangene Kinderfreude über einen via Fanzine organisierten klandestinen Dampflokomotiven-Club mit unerklärlichen Artefakten in Londons Unterwelt zusammenzubringen, dabei kluge Beobachtungen über urbanes Leben und seine Semiotik in feinem Spiel mit Fonts und Design zu kombinieren. So eine Art Graphic Urban Science Fiction also.

Den ersten Roman (XX: A Novel, Graphic) jetzt auch geordert.

Gelesen. Schiller.

Friedrich Schiller: Die Räuber. Berlin: Suhrkamp, 2005. (SBB 67)

Erneute Lektüre wegen des aktuellen Korridorthemas. Bei allen Problemen eine angenehme Verbesserung gegenüber der Jungfrau von Orleans.