Skip to content

Neue Essay-Themen: Eggers, Seneca, Mau, Yiying, Lewis, Watterson.

Die Essay-Themen des offiziellen Wettbewerbs kamen für meinen 13. Jahrgang zu spät, daher suchte ich mir eigene.

Hier sind die Themen dieses Halbjahres zum Nachlesen. (Am beliebtesten als Ausgangspunkt für den eigenen Essay war das Eggers-Zitat.)

Neue Essay-Themen: Arendt, de Waal, Kleist, Beck, Bachmann.

Beim aktuellen Essay-Durchgang (diesmal ausschließlich für meinen Kurs im 13. Jahrgang) greife ich auf die Themen des Bundeswettbewerbs zurück (Themen 1–4) und ergänze nur um drei weitere Denkanlässe, sodass die S die Möglichkeit hätten, ihre Arbeit auch an solchen außerhalb der Schule messen zu lassen.

Hier sind die Themen dieses Halbjahres zum Nachlesen.

»Glück« und »Flow« im Comic.

The Oatmeal betrachtet das im Philosophieunterricht immer mal wieder untersuchte Thema Glück – bei dem bei uns meist nicht nur antike Glückskonzeptionen gegenüber gestellt werden, sondern meist auch auf die modernere Variante Mihály Csíkszentmihályis hingewiesen wird: How to be perfectly unhappy.

Philosophische Diskussion (mit Lena Stoehrfaktor).

Rap ist meine Sache nicht. Aber wenn man mit Schüler_innen ins Gespräch darüber kommen will, was philosophische Diskussion im Unterricht (und außerhalb) ausmachen soll, dann könnte dieser Song von Lena Stoehrfaktor ein Ausgangspunkt sein. [Via]

Gelesen. Bakewell.

Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten. Freiheit, Sein und Aprikosencocktails. Übertragen von Rita Seuß. München: C. H. Beck, 2016.

Bakewells Montaigne-Monografie hatte ich seinerzeit in London nur halb lesen können, weil die Abreise dazwischen kam, und danach ganz aus den Augen verloren, obwohl das Gelesene gefiel; so war klar, dass ihre neue Publikation willkommene Lektürepflicht war: ein Sachbuch, aber so behaglich zu lesen wie so mancher Roman, dessen äußerliche Ausrichtung am Publikum (Titel, Untertitel) aufgrund der guten Synopsis inklusive differenzierten Darstellung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede derjenigen Philosoph_innen, die gemeinhin zum Existenzialismus gezählt werden (die Wichtigsten verzeichne ich in den tags), verziehen werden kann.

Macht Freude und ist auch Schüler_innen zu empfehlen, denen die Unterrichtseinheit zum Existenzialismus zu kurz erschien.

Neue Essay-Themen: Immanuel Kant, John Gray, Marc Aurel, Laurie Penny, Guoan Shiyuan, Albert Einstein, Roger Willemsen.

Damit ich in den Osterferien etwas zu lesen (und leider auch zu benoten) habe, bekamen meine Philosophiekurse im 12. Jahrgang wieder die obligatorische Essayaufgabe, für die sie gut drei Wochen Bearbeitungszeit hatten. Gestern habe ich die Texte der Schüler_innen eingesammelt, nun darf ich die Lektüre beginnen.

Hier sind die Themen dieses Halbjahres zum Nachlesen.

Umberto Eco (1932–2016).

Natürlich, ein erfolgreiches Buch: als ich Der Name der Rose in meiner Schulzeit zum ersten Mal las, verstand ich nur einen Bruchteil – der allerdings gefiel mir außerordentlich; mit der Nachschrift zum Namen der Rose lernte ich einiges über die Machart sich als postmodern verstehender Kunst, aber auch Literatur schlechthin; das Konzept der Intertextualität erfuhr am eigenen Leibe, wer sich nach dem Namen der Rose Texte von Jorge Luis Borges besorgen musste.

Später kamen Essaysammlungen und auch theoretische Schriften hinzu, etwa in der Sammlung Apokalyptiker und Integrierte, die mir nach wie vor einen Schlüssel zum Verständnis so mancher gesellschaftlichen Phänomene darstellt, später, das Studium vorbereitend, auch seine semiotischen Klassiker, Sprachwissenschaftliches.

Mit seiner Offenheit für die Untersuchung unterschiedlichster Niveaustufen kulturellen Schaffens – egal ob E oder U – nahm Eco schon früh die Bedeutung dessen vorweg, was heute als Popkultur gilt, ohne sich dieser allerdings anzubiedern oder den Unterschied zu highbrow-Kultur zu verwischen. Comics gehörten ebenso selbstverständlich zum Rezipierten, und sie wurden ebenso klug analysiert und gedeutet wie Manzonis Die Verlobten.

Das Foucaultsche Pendel kaufte ich natürlich auch sofort; die Beschreibung der Funktionsweise der vanity press gehört zur Pflichtlektüre zum Verständnis eines Teils des Verlagswesens; und was wir dort über die Funktionsweise von Verschwörungen und die Gefährlichkeit der an sie Glaubenden und zu allem Bereiten lesen, ist nach wie vor gültig und wichtig, um klaren Kopf behalten zu können im Geschrei.

Nach dem Pendel allerdings schwand so gemächlich der Genuss beim Lesen von Ecos Romanen; einen verpasste ich ganz & gar und entdeckte ihn erst zufällig. Dass einer hier gar noch ungelesen liegt, ist allerdings auf jeweils andere aktuelle Lektüren zurückzuführen und wird bei Gelegenheit korrigiert.

In verschiedenen Texten – mehr oder weniger literarisiert – Erinnerungen an die Kindheit, aus der Sicht des Kindes miterlebte Kämpfe gegen die Faschisten (ohne das kindliche Mitlaufen zu verharmlosen), Partisanentradition.

Ein Guter ist tot.

Von etwas erzählen: Quantenphysik und Kosmologie.

Schon erstaunlich, was wir uns in der Schule so für Gedanken machen: wie wir mit immer neuen Methoden, einem Wechsel vom wissens- zum kompetenzorientierten Lernbegriff [und hier bitte den Rest der pädagogischen Diskussionen und Neuerungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ergänzen] sowie heutzutage auch immer mehr Technik unseren Schülerinnen und Schülern etwas »beibringen« könnten.

Beim 32c3 [Wiki] des CCC – wo man, wie an anderer Stelle sichtbar wird, immer alle notwendige Technik zur Verfügung hat – läuft das zum Beispiel so: jemand, der Bescheid weiß, setzt sich auf einen Tisch und erzählt eine Stunde lang über Quantenphysik und Kosmologie. Wie am Lagerfeuer: ganz ohne Material, ohne Folien, nur mit dem Maß an Veranschaulichung, das mit Mimik und Gestik eben möglich ist.

Philosophie des Geistes – online.

Unter dem Titel openMIND stellt die von Thomas Metzinger koordinierte MIND Group Texte rund um das Thema Bewusstsein ins Netz. Unter den Autoren sind (nach einem raschen Rundblick anscheinend) alle, die im Hinblick auf die philosophisch geprägte Bewusstseinsforschung Rang und Namen haben (oder erwerben wollen). Die Sammlung ist sowohl als PDF als auch im ePUB-Format verfügbar. [Via FAZ, Papierversion]

John Searle im Interview.

Ausgehend vom Turing-Test, den wir nachvollziehen, indem wir uns mit Chatbots unterhalten, ist John Searles Chinesisches-Zimmer-Gedankenexperiment ein Standard im Philosophieunterricht des 11. Jahrgangs.

Im New Philosopher wird Searle interviewt. Über das Bewusstsein, das im genannten Experiment durch das (im Falle des Hantierens mit chinesischen Schriftzeichen) fehlende bzw. (im Falle des Agierens mit Ausdrücken der Muttersprache) vorhandene Verständnis für die Inhalte der Botschaften repräsentiert wird, meint Searle: »Consciousness is a biological property like digestion or photosynthesis.«

Wenig freundlich spricht er über seine Artgenossen: »it upsets me when I read the nonsense written by my contemporaries, the theory of extended mind makes me want to throw up.«

John Searle live bei TEDxCERN [via].

Terry Pratchett: Choosing to Die.

Wer jung ist, wer in der Mitte seines Lebens, mag möglicherweise nicht nachdenken über das Ende bzw. die Beendigung desselben. Terry Pratchett (Sir Terry Pratchett (so viel Zeit muss sein)!) hat einen Grund, darüber nachzudenken: seine Alzheimer-Erkrankung.

In einer Dokumentation berichtet die BBC über Pratchetts Umgang mit dem Thema: Choosing to Die. [Via]