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Gelesen.

Modick, Vatertagebuch
Klaus Modick: Vatertagebuch. Frankfurt: Eichborn, 2005.

Wer nun zufällig Leser, aber auch Vater (bevorzugt zweier Töchter, aber Söhne gehen notfalls wohl auch) ist, lese dieses Buch: voller Witz und Gefühl, ruhiger Nachdenklichkeit und chaotischer Ungeplantheit stellt Klaus Modick in Tagebuchform ein Jahr seines Vaterlebens vor.

Nicht frei von Eitelkeiten, Koketterien und Redundanzen (die eben etwas ganz anderes sind als Motive – aber wem erzähle ich das?), aber echt: nicht weil eine tatsächlich existierende Familie abgebildet wird, sondern weil diese poetisiert wird, ohne verkitscht zu werden.

Auch für Kinderlose von Interesse die Rubrik »WKK« (»Was Kinder kosten«), besonders für Lehrer verbindlich die Episoden aus dem Schulalltag, für jedermann der ganze Rest.

Ja: empfehlenswert.

Buch bei Amazon angucken.

Elternlos.

Wir haben es ja so gewollt:

»Auch Schlaf ist nicht gleich Schlaf. Elternteile schlafen anders als Kinderlose. Der Schlaf der Kinderlosen ist ein eitler Pfau, der durch einen englischen Garten spaziert und leise lispelnd Lord Byron rezitiert. Der Schlaf der Elternteile aber ist ein Billigflieger im Sturzflug, dessen Passagiere – blasse Studenten geisteswissenschaftlicher Fächer – mit schreckgeweiteten Augen Heiner Müllers "Germania 3" lesen. In verteilten Rollen.«


[Elternzeit]

Kindergartengebühren.

Bei Gelegenheit hatte ich ja darauf hingewiesen, dass die Klagen über kommende Studiengebühren nur verdecken, was beim Bildungsbeginn in der Kinderbetreuung viel brisanter ist: dass nämlich gerade bei der vorschulischen Bildung nach wie vor viel zu wenig (öffentliches) Geld ausgegeben wird, was dazu führt, dass gerade diejenigen Kinder, die besondere Betreuung bräuchten, sie nicht bekommen.

In Ostholstein bemerken die Kindergärten dies jetzt durch überdurchschnittlich hohe Abmeldezahlen: Kindergarten-Besuch – für viele Familien ein Luxus.

Altern.

Mit Kindern wird man sich des Alterns bewusst: ein Bezugspunkt scheint auf, der einem vor Augen führt, wie alt man ist, wenn das Kind x, y oder z Lebensjahre zählt. Dass man über 20 oder gar über 30 Jahre älter ist als das Kind – Zeitspannen, die für das Kind nun wiederum ganz unbegreiflich lang erscheinen.

Ein weiteres Mittel, sich des eigenen fortgeschrittenen Seins zum Tode zu versichern, ist die regelmäßige Lektüre von nothing. wie wir langsam uncool werden. ein offenes weblog über den ekel vor dem eigenen verfall, das hiermit zur Überprüfung von allfälligen Übereinstimmungen empfohlen sei.

Studiengebühren.

Meine Partei ist ja noch der Meinung, es dürfe keine Studiengebühren geben; an anderer Stelle wird behauptet, »Freier Zugang zum Erststudium ist Menschenrecht« (Junge Welt, via Schockwellenreiter). Man regt sich darüber auf, dass Studenten möglicherweise zum Beispiel 500 € pro Semester zahlen müssten.

Ich gebe zu, dass das schmerzlich wäre, weise aber darauf hin, dass beispielsweise unsere Kindergartenrechnung (für ein Kind, fünf halbe Tage wöchentlich) jährlich 1569,60 € beträgt – ein sogar noch etwas höherer Beitrag als die bislang diskutierten Studiengebühren, der allerdings noch keinen Studenten auf die Straße getrieben hat.

Wenn man davon ausgeht, dass, wie die einschlägigen Bildungsstudien zeigen, in vorschulischer Zeit die eigentlichen Weichen für den Bildungserfolg der Kinder gelegt wird, wäre es sinnvoll, die Gebührenfreiheit für den Kindergarten zu fordern.

Mir leuchtet das Argument ein, dass bei gebührenfreiem Studium letztendlich die Verkäuferin dem Arztsohn das Studium zahlt. Und ich vermute auch, dass es über pfiffige Gebührenmodelle unter Beteiligung des Staates auch möglich sein müsste, die Chancengleichheit gegenüber der heutigen Ungleichheit noch zu verbessern – wenn, ja, wenn man denn im Kindergartenalter anfinge und nicht gerade die Kinder der nicht Bildungsbeflissenen nur zuhause vor der Glotze säßen, sondern in den Tagesstätten Chancen erhielten, die ihnen heute verschlossen bleiben.

Fischband gesucht.

Fischband

Für unser Kinderhaus haben wir zwei alte Fenster dem Sperrmüll entrissen, in die jeweils eine Hälfte des Fischbandes (mit Loch) eingelassen ist. Die andere Hälfte (den Bandlappen mit Dorn) haben wir natürlich nicht. Handelsüblich sind solche Teile in dieser Größe heute nicht mehr; im örtlichen Baumarkt ist auch nichts Entsprechendes zu bestellen.

Wir suchen also vier Fischband-Angeln (ähnlich wie auf dem Photo oben rechts, unter dem Reklamekugelschreiber), wobei der Dorn einen Durchmesser von 9 bis 10 mm haben muss.

Wer Sachdienliches beisteuern kann, möge sich bitte melden. Danke.

Kinderhaus V.

Mit den letzten Änderungen am Kinderhaus haben wir nun den zweiten Teil des Bodens gebaut – inlusive Fluchtklappe, die, wie wir bei ersten Probespielen der Kinder erkennen konnten, sicher das Wichtigste am ganzen Haus ist:



Boden und Falltür

Auch die ersten zwei Wände haben wir befestigt - zunächst mit genagelten Profilbrettkrallen, dann der Kindertauglichkeit wegen zusätzlich mit Schrauben:

Wände am Kinderhaus

Natürlich ist auch diese Ausbaustufe schon optimal für die ersten Spiele, wie die Einrichtung zeigt. –

Kinderhaus Teil I, II, III, IV.

Kinderhaus IV.

Die Gesamtansicht zeigt den Stand vor der heutigen Arbeit am Dach:

Gesamtansicht Kinderhaus

Diverse Diagonalverstrebungen sind angebracht, die seitlichen Seitenlatten für die Befestigung der äußeren Bretterverschalung sowie die oberen und äußeren Rahmen für die Fenster vorn.

Für das Dach haben wir Sperrholzplatten auf die Dachlatten geschraubt; hier der Blick von oben --

Dach von oben

--, hier der Blick von unten:

Dach von unten

Übrigens ist auch eine Seite des Bodens fertig geworden. Von der Konstruktion gibt's bei Seite 2 ein Foto, hier nur das Ergebnis:

Boden

Das Dach haben wir mit 1 mm starker Teichfolie gedeckt, an die wir günstig herangekommen sind; hier ist es fast fertig --

Boden

-- nur der letzte Balken bekommt noch eine Bedeckung.

[Für Jürgen gibt's noch zwei weitere Fotos, wenn er mir unter dem Siegel der Verschwiegenheit seine E-Mail-Adresse mitteilt.]

Kinderhaus Teil I, II, III.

Kinderhaus III.

Auf unser Kinderhaus haben wir nun die sechs Zwischendachlatten (2,10 m Länge) aufgebracht. Die Latten brauchen nicht besonders stark sein, da sie kaum Gewicht tragen müssen.

Gesamtansicht

Die Gesamtansicht zeigt die schräg nach unten verlaufende Konstruktion, auf der eine Kunststofflage befestigt werden soll.

Rechte Seite

Auf der rechten Seite haben wir am Rahmen eine Stützlatte befestigt, auf der die Dachlatten aufliegen.

Rechte Seite Detail

Im Detail zu sehen ist, dass die seitlich anliegenden Dachlatten an den Hauptträgern befestigt sind; die mittleren Dachlatten von oben auf der Stützlatte.

Linke Seite

Auf der linken Seite sind die Dachlatten auf einer Querlatte befestigt, die bei uns möglicherweise etwas überdimensioniert geraten ist; aber wir hatten den Balken noch herumliegen.

Kinderhaus Teil I, II.