Skip to content

Gelesen.

Mma Ramotswe
Alexander McCall Smith: Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe. Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2005.

Der Weihnachtsmann brachte einen netten Krimi, der einen Einblick in die fremde Welt Botswanas liefert. Gesellschaft und Kultur werden aus der weiblichen Perspektive der sympathischen Protagonistin gesehen. – Vierter Titel einer Serie um die »No. 1 Ladies' Detective Agency«.

Buch bei Amazon angucken.

Gelesen.

Modick, Vatertagebuch
Klaus Modick: Vatertagebuch. Frankfurt: Eichborn, 2005.

Wer nun zufällig Leser, aber auch Vater (bevorzugt zweier Töchter, aber Söhne gehen notfalls wohl auch) ist, lese dieses Buch: voller Witz und Gefühl, ruhiger Nachdenklichkeit und chaotischer Ungeplantheit stellt Klaus Modick in Tagebuchform ein Jahr seines Vaterlebens vor.

Nicht frei von Eitelkeiten, Koketterien und Redundanzen (die eben etwas ganz anderes sind als Motive – aber wem erzähle ich das?), aber echt: nicht weil eine tatsächlich existierende Familie abgebildet wird, sondern weil diese poetisiert wird, ohne verkitscht zu werden.

Auch für Kinderlose von Interesse die Rubrik »WKK« (»Was Kinder kosten«), besonders für Lehrer verbindlich die Episoden aus dem Schulalltag, für jedermann der ganze Rest.

Ja: empfehlenswert.

Buch bei Amazon angucken.

Mal wieder: Rechtschreibreform.

Anlässlich der Rückkehr des Spiegel zur alten Rechtschreibung schrieb ich im vergangenen August: »Der konservativ revoluzzende Avantgardismus von Springer und Spiegel ist vor allem eins: bedauernswerte, gernegroße Heldenthümeley«.

Dies bewahrheitet sich nun, da der Spiegel mit der Nummer 1/2006 wieder zur neuen Rechtschreibung zurückkehrt, was umso mehr erstaunt, als in der dazugehörigen reformkritischen Geschichte (Druckausgabe p. 124–132) analysiert wird, es sei »die Einheit der Schriftsprache zerstört«, »selbst Widersinniges [scheine] richtig«.

Die Wissenschaftsministerin Brandenburgs, Johanna Wanka, wird zitiert:

»Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.«


Das Urteil des Spiegel hierzu:

»Es ist ein erstaunlicher Satz. Es ist das Eingeständnis einer großen Niederlage.«


Vor diesem Hintergrund ist es dann natürlich nur konsequent, dass der Spiegel jetzt wieder reformiert schreibt.

(So, und nun geht's wieder an die Klausurkorrekturen. Nach neuer Rechtschreibung, latürnich.)

[Update 5.1.2005: Der Schockwellenreiter hat die Onlineversion des Artikels gefunden. Danke.]

Gelesen.

Arto Paasilinna: Ein Bär im Betstuhl. Bergisch Gladbach: Lübbe, 2005.

Wie üblich gediegen Skurriles vom finnischen Meister: ob's nun der vertikale Speerwurf oder die Forschungsvorhaben des gescheiterten Pastors in der Winterhöhle des schlafenden Bären sind – es fügt sich alles zum Guten.

Buch bei Amazon angucken.

Gelesen.

Jasper Fforde: In einem anderen Buch. München: Deutscher Tachenbuch, 2004.

Wünsche.

Frohe Weihnachten wünsche ich allen Lesern dieses Blogs. Feiert schön. Freut euch des Lebens: jauchzet, frohlocket.

Klausuren, Klassen- und Abschlussarbeiten.

Letztes Wochenende der erste Philosophiekurs 11. Jahrgang, zur Zeit der zweite. Zwischendurch die Abschlussarbeiten der Buchhändler. Auf dem Schreibtisch warten noch die Philosophieklausuren des 12. Jahrgangs und müssen wahrscheinlich bis in die Weihnachtsferien hinein warten, da an diesem und dem nächsten Wochenende je zwei Klassensätze EDV-Arbeiten wegen Blockunterrichts termingebunden zu korrigieren sind. Es kommt im Laufe der nächsten Woche hinzu noch eine Arbeit zum Leseverständnis in der BFS sowie eine Klausur des Deutsch-Grundkurses im 13. Jahrgang.

Es geht nichts über eine ruhige und besinnliche Adventszeit.

(Hatte ich erwähnt, dass die Korrektur von Klassenarbeiten die unangenehmste Aufgabe von Lehrern ist?)

Gelesen.

Christoph Ransmayr: Die letzte Welt. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1991.

Erneute Lektüre der Schule wegen: im Halbjahresthema »Moderne und Postmoderne« sind wir im Grundkurs Deutsch jetzt bei letzterer angelangt, und Christoph Ransmayrs auch nach 16 Jahren noch eindrucksvoller Roman (Buch bei Amazon angucken) soll den S als Beispiel dienen.

Ich rechne mit so einigen Verständnisschwierigkeiten, weil die an sich simple Fabel vielfältig verstellt wird: die nicht eindeutige zeitliche Situierung, das Spiel mit fiktiver Realität – einem detektivisch agierenden Protagonisten – und realitätsferner Fiktion – die Verwandlungen von Figuren –, die Variation der als Folie stets präsenten Metamorphosen des Ovid ... all das, was den geübten Leser freut, ist für S nur mit Schwierigkeiten einzuschätzen. Aber schließlich gehen Oberstufenschüler auch nicht in die Schule, um es leichter zu haben als andere.

(Ergänzend lese ich zur Zeit übrigens

Peter V. Zima: Moderne/Postmoderne. Stuttgart: UTB, 1997.

Alles Wichtige zu diesem Buch (bei Amazon angucken) hat Christian Köllerer schon hier gesagt. Es ist zu empfehlen.)