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Zeitung in Ungarn.

Der Pester Lloyd ist die traditionsreiche deutschsprachige Zeitung Ungarns.

Zum Jahreswechsel gibt es eine kostenlose e-paper-Ausgabe (PDF, knapp 2 MB) mit Artikeln zum Beispiel zu Bertha von Suttner und Adalbert Stifter.

Die Chronik – mit Erwähnung von Alfred Polgar, Stefan Zweig, Alfred Kerr, Thomas Mann u. a. – finden Sie hier, das Extrablatt zum 150jährigen Jubiläum im Jahre 2004 hier als PDF (2,5 MB).

Gelesen.

Mma Ramotswe
Alexander McCall Smith: Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe. Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2005.

Der Weihnachtsmann brachte einen netten Krimi, der einen Einblick in die fremde Welt Botswanas liefert. Gesellschaft und Kultur werden aus der weiblichen Perspektive der sympathischen Protagonistin gesehen. – Vierter Titel einer Serie um die »No. 1 Ladies' Detective Agency«.

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Gelesen.

Modick, Vatertagebuch
Klaus Modick: Vatertagebuch. Frankfurt: Eichborn, 2005.

Wer nun zufällig Leser, aber auch Vater (bevorzugt zweier Töchter, aber Söhne gehen notfalls wohl auch) ist, lese dieses Buch: voller Witz und Gefühl, ruhiger Nachdenklichkeit und chaotischer Ungeplantheit stellt Klaus Modick in Tagebuchform ein Jahr seines Vaterlebens vor.

Nicht frei von Eitelkeiten, Koketterien und Redundanzen (die eben etwas ganz anderes sind als Motive – aber wem erzähle ich das?), aber echt: nicht weil eine tatsächlich existierende Familie abgebildet wird, sondern weil diese poetisiert wird, ohne verkitscht zu werden.

Auch für Kinderlose von Interesse die Rubrik »WKK« (»Was Kinder kosten«), besonders für Lehrer verbindlich die Episoden aus dem Schulalltag, für jedermann der ganze Rest.

Ja: empfehlenswert.

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Mal wieder: Rechtschreibreform.

Anlässlich der Rückkehr des Spiegel zur alten Rechtschreibung schrieb ich im vergangenen August: »Der konservativ revoluzzende Avantgardismus von Springer und Spiegel ist vor allem eins: bedauernswerte, gernegroße Heldenthümeley«.

Dies bewahrheitet sich nun, da der Spiegel mit der Nummer 1/2006 wieder zur neuen Rechtschreibung zurückkehrt, was umso mehr erstaunt, als in der dazugehörigen reformkritischen Geschichte (Druckausgabe p. 124–132) analysiert wird, es sei »die Einheit der Schriftsprache zerstört«, »selbst Widersinniges [scheine] richtig«.

Die Wissenschaftsministerin Brandenburgs, Johanna Wanka, wird zitiert:

»Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.«


Das Urteil des Spiegel hierzu:

»Es ist ein erstaunlicher Satz. Es ist das Eingeständnis einer großen Niederlage.«


Vor diesem Hintergrund ist es dann natürlich nur konsequent, dass der Spiegel jetzt wieder reformiert schreibt.

(So, und nun geht's wieder an die Klausurkorrekturen. Nach neuer Rechtschreibung, latürnich.)

[Update 5.1.2005: Der Schockwellenreiter hat die Onlineversion des Artikels gefunden. Danke.]

Gelesen.

Arto Paasilinna: Ein Bär im Betstuhl. Bergisch Gladbach: Lübbe, 2005.

Wie üblich gediegen Skurriles vom finnischen Meister: ob's nun der vertikale Speerwurf oder die Forschungsvorhaben des gescheiterten Pastors in der Winterhöhle des schlafenden Bären sind – es fügt sich alles zum Guten.

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Gelesen.

Jasper Fforde: In einem anderen Buch. München: Deutscher Tachenbuch, 2004.

Wünsche.

Frohe Weihnachten wünsche ich allen Lesern dieses Blogs. Feiert schön. Freut euch des Lebens: jauchzet, frohlocket.