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Demo gegen Naziaufmarsch in Lübeck.

Die SPD Ostholstein informiert:

»Am 1. April 2006 wollen Neonazis durch Lübeck marschieren [...]. Vor den drei Kirchen St. Petri, Dom und St. Marien haben sie Kundgebungen geplant. Als Anlass dient den Neonazis der 64. Jahrestag der Bombardierung Lübecks durch die britische Luftwaffe. [...]

Deshalb hat sich bereits jetzt ein breites Bündnis gebildet, das unter dem Motto "Wir können sie stoppen – kein Naziaufmarsch in Lübeck" zu einer Gegendemonstration am 1. April mobilisiert.

Weitere Informationen hier: www.wir-koennen-sie-stoppen.de.« [E-Mail]

Abiturrede mit LaTeX.

Wenn man dazu verurteilt erwählt wird, als Vertreter der Lehrerschaft eine Abiturrede halten zu müssen dürfen, dann tut man gut daran, das hedonistische Element des Vorhabens nicht zu sehr in den Hintergrund geraten zu lassen. Mein Motivationsschub sollte es sein, parallel zum Entwerfen der Rede meine spärlichen LaTeX-Erfahrungen mal wieder aufzufrischen.

Ein Grund dafür war meine kürzliche Entdeckung des XeTeX-Systems, das in Zusammenhang mit den in Mac OS X vorhandenen Systemschriften und anderen OpenType-Fonts ganz besondere Möglichkeiten (außergewöhnliche Ligaturen, Variationen gleicher Buchstaben in einem Text etc.) zulässt, die in Word und Konsorten verborgen bleiben. XeTeX ist über Gerben Wierdas i‑Installer zu bekommen, hinterher müssen nur noch einige Einstellungen in TeXShop verändert werden. Bislang scheint es mir jedoch einer gänzlich anderen Syntax wegen eher eine Alternative, nicht aber eine Ergänzung zu einem LaTeX-System zu sein.

Neu entdeckt (nicht dass es wegen einer Handvoll Literaturangaben wirklich notwendig gewesen wäre) habe ich für mich BibTex mit dem Mac-Frontend BibDesk, das eine komfortable Verwaltung auch für GUI-Adepten wie mich zulässt und gleichwohl die .bib-Datei erzeugt, die die nahtlose Zusammenarbeit mit TeX erlaubt. (Eine Alternative könnte Books sein, das habe ich mir aber noch nicht genauer angesehen, da ich es ursprünglich für ein reines Buchverwaltungsprogramm hielt.)

Noch flugs die BibTeX Styles nach Norm DIN 1505 hinzugefügt (in meinem Falle alphadin.bst), schon läuft die automatische Verwaltung des Literaturverzeichnisses mit normgerechten Angaben. Schade, dass ich das Ganze nicht schon bei meinen Examensarbeiten gehabt habe, sondern noch mit Word arbeiten und daher jeden Eintrag ins Literaturverzeichnis manuell vornehmen musste.

Jetzt ist nur noch die Rede zu schrieben. 8-)

Gelesen.

Anders Bodelsen: Verdunkelung. Rowohlt Taschenbuch: Reinbek, 1990.

Kriminalroman, der vor dem Hintergrund der deutschen Besatzung in Dänemark spielt – es geht um Kollaboration, Schuld, Rache und gänzlich Unvermutetes.

Ein Beispiel für die weiten Möglichkeiten des Genres: der Fall ist nur Aufhänger für eine Skizze damaligen Lebens in seiner prekären Alltäglichkeit.

Buch bei Booklooker angucken.

Gelesen.

Anders Bodelsen: In guten und in bösen Tagen. Rowohlt Taschenbuch: Reinbek, 1982.

Ausführliche Rezensionen zu Romanen des dänischen Autors sind bei schwedenkrimi.de zu lesen.

Neues von Bodelsen ist zur Zeit gar nicht lieferbar. Die in den achtziger und neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschienenen Bücher gibt's bei Booklooker.

Des Roboters Rechte.

Vor kurzem habe ich die ST:TNG-Folge »Wem gehört Data?« im Philosophieunterricht des 11. Jahrgangs gezeigt und mit den S besprochen, nun gibt es den Vortrag zum Film: Robert Alexy: Data und die Menschenrechte – Positronisches Gehirn und doppeltriadischer Personenbegriff. [Via SWR; Update wegen Linkwechsel (2010-10-02)]

Gelesen.

Larry Niven: Ringwelt-Ingenieure. Bergisch Gladbach: Lübbe, 1980.

Buchhändlerblog II.

... und noch eins: das der Fachbuchhandlung Lehmanns.

Wenn ich Spaghetti brauche, kaufe ich Spaghetti. Bei Büchern ist das anders: zwar brauche ich sie grundsätzlich auch, jedoch ist meine Vorratskammer so gut gefüllt, dass ich problemlos mehrere Monate ohne Nachschub existieren könnte.

Individuell geprägte Empfehlungen aus unterschiedlichsten Quellen können dieser an sich vernünftigen asketischen Seinsart jedoch ruckzuck den Garaus machen und ich erwerbe doch wieder ein Buch, zu dem eine Empfehlung mir den Weg bereitete: jede Buchhandlung wäre gut beraten, lüde sie ihre Kunden dergestalt ein zum Kauf und zum Dialog.

Ein Vorteil des Internetkaufhauses (inkl. -buchhandlung) Amazon sind die vielen Kundenrezensionen, auch, weil sie mehr oder minder ungefiltert persönliche Meinungen über Bücher vorstellen, die nicht zwangsläufig objektiven Wert haben müssen, jedoch einen Zugang zu dem mir zunächst ja vollkommen fremden Buch bieten. Eine normale Sortimentsbuchhandlung kann über ein Weblogsystem zur Kommentierung ihrer Empfehlungen einladen und schafft so möglicherweise einen virtuellen (fach-) literarischen Zirkel.

Die in Kundenrezensionen übliche begrenzte Objektivität ist auch der Vorteil des Weblogs an sich: einer Veröffentlichungsform, die die je eigene Sicht auf Welt darstellt – ohne Anspruch auf Gültigkeit über gewisse Grenzen hinweg.

Buch und Blog zusammenzubringen kann jeder schreibfähigen Buchhändlerin mit Mut zum Urteil gelingen. Es kann ein Baustein in einer Strategie gegen größere und/oder überregional tätige Mitbewerber sein.

(In Kürze stelle ich die Homepage unserer Schule auf ein hinter den Kulissen werkelndes Weblogsystem (vemutlich Serendipity (irgendwelche Einwände ob dieser Wahl? – Ggf. bitte in die Kommentare damit!)) um; ich brauche dann wohl auch ein Übungsblog für künftige Buchhändlerinnen und Buchhändler – das schon bestehende Wiki hat andere Funktionen.)

Gelesen.

Austin Mitchelson und Nicholas Utechin: Sherlock Holmes: Die Erdbebenmaschine. München: Xenos, 1977.

»Fanfiction« würde man diese Art von Literatur heute wohl nennen: neue Geschichten um alte Helden.