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Arbeitsblatt-Vorlage mit KOMA-Script et al.

AB-Vorlage
Ich musste eine ganze Weile herumbosseln, bis ich eine Arbeitsblatt-Vorlage in LaTeX hinbekommen habe: zwar gibt es eine ganze Menge an AB-Vorlagen für die Fächer Mathematik und Physik, in textlastigen Fächern wie Deutsch und Philosophie aber sieht's düster aus.

Meine Vorgaben (die ich bislang in Word auch verwende) waren:


  • Ränder: links etwa 3 cm (Loch- und Heftrand), ansonsten formatausnutzend

  • relativ kleine Schriftgrößen (9 pt) möglich

  • zweispaltiger Satz (auf bestimmte Bereiche des Dokuments beschränkbar)

  • Zeilennummern (auf bestimmte Bereiche des Dokuments beschränkbar)

  • Versionskontrolle im Heftrand (Datum des Ausdrucks)
  • Kleinkram (Fußnoten etc.)


In LaTeX ist das alles nicht so einfach, denn die meisten Dokumentvorlagen verwenden sehr splendide Satzspiegelgrößen. Kleinere Schriften als 10 pt sind zumindest als Brotschriften nicht vorgesehen. Den einfachen zweispaltigen Satz konnte ich auch nicht nutzen, denn er lässt keine einspaltigen Bereiche innerhalb des Dokuments zu – das brauche ich aber immer mal wieder. Die Zeilennummern der rechten Spalte drucken im dann endlich gelungenen zweispaltigen Satz in die linke und so weiter, ferner musste Text rotiert werden ... es war eine Menge zu finden und auszuprobieren, doch jetzt stimmt es weitestgehend.

Hier ist das Ergebnis – bestehend aus der kommentierten .tex-Datei und einem PDF: auf dass andere nicht so lange probieren müssen.

[Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen. Vielleicht weiß ja auch jemand, wie man den Titel ganz nach oben links an die Satzspiegelgrenze bekommt und nur wenig Platz darunter bleibt.

(Und ja: ich weiß, dass Satzspiegelkonstruktion nach dem Goldenen Schnitt anders aussieht. Aber der Etat von Schulen ist begrenzt. Und auch Papier fällt nicht vom Himmel.)]

[Update 16.4.2009: Die Dateien sind inzwischen durch aktualisierte ersetzt. Siehe.]

Lohnende Lektüre.

Man kann ja nicht dauernd auf die Telepolis verweisen, das wäre ja langweilig. Und eigentlich sollte man auch wissen, dass man die Telepolis lesen soll, auf dass man sich manchmal vielleicht ärgere, fast immer aber seinen Horizont erweitere.

Aktuell zum Beispiel interessant: Die bescheidenen Ackermänner von Mondragon (über erfolgreiches genossenschaftliches Wirtschaften) und Am Ende einer weiten Reise (über Stanislaw Lem, der gestern gestorben ist).

Alte Schriften.

In ihrer unnachahmlichen und hochgeschätzten Art präsentiert uns die Riesenmaschine einen Link zu einer großen Sammlung alter Schriften samt ergänzender Informationen: Faulmann für den Rechner.

(Da verzeiht man ihr (der Riesenmaschine) doch fast (aber eben auch nur fast!), dass sie ihren RSS-Feed durch neckische Einschübe verziert, die auf den Volltext der im Feed nur in Appetizern vorhandenen Artikel verweisen. Neckische Einschübe allerdings wirken bei der 9. Wiederholung auch eher abgehangen.)

Gelesen.

Berlie Doherty: Dear Nobody. Stuttgart: Klett, 2004.

Auf Deutsch wollte ich das Buch mit einer Klasse lesen, weil ich glaubte, es sei passend. Ich hatte auch noch ein paar andere Vorschläge, sämtlich noch Jugendbücher, weil ich die Klasse nicht überfordern wollte.

Sie aber wollten Grass lesen (und das machen wir jetzt auch, weil's gut ist, dass sie sich etwas zutrauen): Katz und Maus.

Demo gegen Naziaufmarsch in Lübeck.

Die SPD Ostholstein informiert:

»Am 1. April 2006 wollen Neonazis durch Lübeck marschieren [...]. Vor den drei Kirchen St. Petri, Dom und St. Marien haben sie Kundgebungen geplant. Als Anlass dient den Neonazis der 64. Jahrestag der Bombardierung Lübecks durch die britische Luftwaffe. [...]

Deshalb hat sich bereits jetzt ein breites Bündnis gebildet, das unter dem Motto "Wir können sie stoppen – kein Naziaufmarsch in Lübeck" zu einer Gegendemonstration am 1. April mobilisiert.

Weitere Informationen hier: www.wir-koennen-sie-stoppen.de.« [E-Mail]

Abiturrede mit LaTeX.

Wenn man dazu verurteilt erwählt wird, als Vertreter der Lehrerschaft eine Abiturrede halten zu müssen dürfen, dann tut man gut daran, das hedonistische Element des Vorhabens nicht zu sehr in den Hintergrund geraten zu lassen. Mein Motivationsschub sollte es sein, parallel zum Entwerfen der Rede meine spärlichen LaTeX-Erfahrungen mal wieder aufzufrischen.

Ein Grund dafür war meine kürzliche Entdeckung des XeTeX-Systems, das in Zusammenhang mit den in Mac OS X vorhandenen Systemschriften und anderen OpenType-Fonts ganz besondere Möglichkeiten (außergewöhnliche Ligaturen, Variationen gleicher Buchstaben in einem Text etc.) zulässt, die in Word und Konsorten verborgen bleiben. XeTeX ist über Gerben Wierdas i‑Installer zu bekommen, hinterher müssen nur noch einige Einstellungen in TeXShop verändert werden. Bislang scheint es mir jedoch einer gänzlich anderen Syntax wegen eher eine Alternative, nicht aber eine Ergänzung zu einem LaTeX-System zu sein.

Neu entdeckt (nicht dass es wegen einer Handvoll Literaturangaben wirklich notwendig gewesen wäre) habe ich für mich BibTex mit dem Mac-Frontend BibDesk, das eine komfortable Verwaltung auch für GUI-Adepten wie mich zulässt und gleichwohl die .bib-Datei erzeugt, die die nahtlose Zusammenarbeit mit TeX erlaubt. (Eine Alternative könnte Books sein, das habe ich mir aber noch nicht genauer angesehen, da ich es ursprünglich für ein reines Buchverwaltungsprogramm hielt.)

Noch flugs die BibTeX Styles nach Norm DIN 1505 hinzugefügt (in meinem Falle alphadin.bst), schon läuft die automatische Verwaltung des Literaturverzeichnisses mit normgerechten Angaben. Schade, dass ich das Ganze nicht schon bei meinen Examensarbeiten gehabt habe, sondern noch mit Word arbeiten und daher jeden Eintrag ins Literaturverzeichnis manuell vornehmen musste.

Jetzt ist nur noch die Rede zu schrieben. 8-)

Gelesen.

Anders Bodelsen: Verdunkelung. Rowohlt Taschenbuch: Reinbek, 1990.

Kriminalroman, der vor dem Hintergrund der deutschen Besatzung in Dänemark spielt – es geht um Kollaboration, Schuld, Rache und gänzlich Unvermutetes.

Ein Beispiel für die weiten Möglichkeiten des Genres: der Fall ist nur Aufhänger für eine Skizze damaligen Lebens in seiner prekären Alltäglichkeit.

Buch bei Booklooker angucken.