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Lachen mit dem Finanzamt.

Angegebene Kinderbetreuungskosten: 1570 €. Vom FinA angerechnete Kinderbetreuungskosten: 22 €. Ha. Ha. Ha.

»Die Vergleichberechnung hat ergeben, dass die gebotene steuerliche Freistellung des Existenzminimums Ihrer Kinder durch das ausgezahlte Kindergeld bewirkt wurde.« Ha. Ha. Ha. – Zur Kenntnis: das ausgezahlte Kindergeld pro Kind beträgt genau 154 € monatlich.

Klasse Mucke.

Art Brut
Mein kleiner Bruder brachte Bang Bang Rock & Roll von Art Brut mit – und es ist eine starke Platte, die mich morgens auf dem Weg zur Arbeit weckt (und natürlich hört man im Stillen zum Beispiel The Fall [hier – by the way – ein Bericht von everything's gone green über das jüngste Konzert] wie auch die Television Personalities mit).

Und die Dresden Dolls haben eine neue Platte aufgenommen, die auch in der Zeit besprochen wird: Yes, Virginia.

[Update 9.5.2006: Auch der Spiegel hat's gemerkt.]

Gelesen.

Ishiguro
Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten. München: Blessing, 2006.

Die Monstrosität des Menschen zeigt Ishiguro aufs Neue in großer und glaubwürdiger Unaufgeregtheit.

Lesen!

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Gelesen.

Semprún
Jorge Semprún: Was für ein schöner Sonntag! München: Süddeutsche Zeitung, 2004.

Assoziativ kombinierte Episoden über den Tod im Konzentrationslager Buchenwald, Goethe, der mit Eckermann hier hätte vorbeigehen können, den Partisanenkampf in Spanien und Frankreich, den Stalinismus und die Auseinandersetzung des philosophischen Kommunisten Semprún mit der Parteilinie. Wenige den immer gleichen Tagesablauf im KZ kennzeichnende Erlebnisse werden immer wieder hinterfragt und führen zu immer neuen Querverbindungen.

Besonders beeindruckend erschien mir die Schilderung der von Gefangenen – aufgrund eines ausgeklügelten Beziehungsssystems meist Kommunisten – aufrechterhaltenen Lagerverwaltung: die gleichsam Beförderten erkennen ihre Situation im moralischen Dilemma, werden schuldig, indem sie ihr Leben retten, entscheiden durch das Zusammenstellen von Transporten in besonders harte Arbeitslager über Leben und Tod mit. Und der Antisemitismus eines kommunistischen Verwalters unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der Organisatoren der Vernichtung.

Kein leichtes Buch, auch kein wirklich sensationell gutes, aber eines, das von Wichtigem berichtet.

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Änderungen in gtamachoefler.sty.

Ich schrieb in Unterstützung für Mac-Fonts in PDFTeX … von eben dieser.

Wem – wie mir – die Gill des title und der (sub)sections in gtamachoefler.sty zu fett ist, muss folgende Änderung vornehmen (Auszug aus meiner Mail an die Mac OS X TeX ML):

»The solution - as you proposed - is to alter t1hoegillsans.fd (which is used by gtamachoefler.sty):

lines 25-28 have to be changed from

\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{n} {< -> ssub gtamacgillsans/cb/n}{}
\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{sc}{< -> ssub
gtamacgillsans/cb/sc}{}
\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{sl}{< -> ssub gtamacgillsans/cb/sl}{}
\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{it}{< -> ssub
gtamacgillsans/cb/sl}{}


to

\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{n} {< -> ssub gtamacgillsans/m/n}{}
\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{sc}{< -> ssub
gtamacgillsans/m/sc}{}
\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{sl}{< -> ssub gtamacgillsans/m/sl}{}
\DeclareFontShape{T1}{hoegillsans}{bx}{it}{< -> ssub
gtamacgillsans/m/sl}{}.


Thanks for your help.«

– Die Lösung geht auf eine Anregung von Peter Dyballa zurück.

[Statt direkt die .sty-Dateien zu ändern, reicht, wenn man mit KOMA-Script arbeitet, natürlich auch die Angabe von

\setkomafont{title}{\sffamily}
\setkomafont{section}{\sffamily\mdseries}
\setkomafont{subsection}{\sffamily\mdseries}

in der Präambel.]

Arbeitsblatt-Vorlage mit KOMA-Script et al.

AB-Vorlage
Ich musste eine ganze Weile herumbosseln, bis ich eine Arbeitsblatt-Vorlage in LaTeX hinbekommen habe: zwar gibt es eine ganze Menge an AB-Vorlagen für die Fächer Mathematik und Physik, in textlastigen Fächern wie Deutsch und Philosophie aber sieht's düster aus.

Meine Vorgaben (die ich bislang in Word auch verwende) waren:


  • Ränder: links etwa 3 cm (Loch- und Heftrand), ansonsten formatausnutzend

  • relativ kleine Schriftgrößen (9 pt) möglich

  • zweispaltiger Satz (auf bestimmte Bereiche des Dokuments beschränkbar)

  • Zeilennummern (auf bestimmte Bereiche des Dokuments beschränkbar)

  • Versionskontrolle im Heftrand (Datum des Ausdrucks)
  • Kleinkram (Fußnoten etc.)


In LaTeX ist das alles nicht so einfach, denn die meisten Dokumentvorlagen verwenden sehr splendide Satzspiegelgrößen. Kleinere Schriften als 10 pt sind zumindest als Brotschriften nicht vorgesehen. Den einfachen zweispaltigen Satz konnte ich auch nicht nutzen, denn er lässt keine einspaltigen Bereiche innerhalb des Dokuments zu – das brauche ich aber immer mal wieder. Die Zeilennummern der rechten Spalte drucken im dann endlich gelungenen zweispaltigen Satz in die linke und so weiter, ferner musste Text rotiert werden ... es war eine Menge zu finden und auszuprobieren, doch jetzt stimmt es weitestgehend.

Hier ist das Ergebnis – bestehend aus der kommentierten .tex-Datei und einem PDF: auf dass andere nicht so lange probieren müssen.

[Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen. Vielleicht weiß ja auch jemand, wie man den Titel ganz nach oben links an die Satzspiegelgrenze bekommt und nur wenig Platz darunter bleibt.

(Und ja: ich weiß, dass Satzspiegelkonstruktion nach dem Goldenen Schnitt anders aussieht. Aber der Etat von Schulen ist begrenzt. Und auch Papier fällt nicht vom Himmel.)]

[Update 16.4.2009: Die Dateien sind inzwischen durch aktualisierte ersetzt. Siehe.]

Lohnende Lektüre.

Man kann ja nicht dauernd auf die Telepolis verweisen, das wäre ja langweilig. Und eigentlich sollte man auch wissen, dass man die Telepolis lesen soll, auf dass man sich manchmal vielleicht ärgere, fast immer aber seinen Horizont erweitere.

Aktuell zum Beispiel interessant: Die bescheidenen Ackermänner von Mondragon (über erfolgreiches genossenschaftliches Wirtschaften) und Am Ende einer weiten Reise (über Stanislaw Lem, der gestern gestorben ist).