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Gelesen.

Ralf Rothmann: Milch und Kohle. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch, 2002.

John von Düffel: Houwelandt. München: Deutscher Taschenbuch, 2006.

Walter Satterthwait: Miss Lizzie kehrt zurück. München: Deutscher Taschenbuch, 2006.

Walter Satterthwait: Miss Lizzie. Zürich: Haffmans, 1995.

Gelesen.

Ralf Rothmann: Hitze. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005.

Ein Blick auf das Leben der Großstadt aus der Sicht eines ehemaligen Kameramannes und jetzigen Großküchenmitarbeiters in vielen einzelnen, genau beobachteten oder vortrefflich erdachten Episoden, die nur locker verknüpft sind durch die melancholische Lebens- und Liebesgeschichte des Protagonisten.

Lesen!

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Große Koalition: bitte nach Hause gehen.

Angeblich stand die Koalition auf Messers Schneide – es wäre Zeit gewesen, sie zu beenden.

Selbst frühere Befürworter der großen Koalitionen im Bund und in unserem Land (Schleswig-Holstein) erkennen inzwischen bei Sichtung der Ergebnisse, dass große Koalitionen zum einen nur auf dem Level des kleinsten gemeinsamen Nenners agieren und mitnichten – wie erhofft – grundsätzliche Lösungen längst fälliger Probleme angehen und zum anderen den Eindruck erwecken, es gebe für die nächsten Wahlen keine Optionen mehr, da ja beide großen Parteien für die Misere verantwortlich sind.

Ersteres zeigt sich an Entscheidungen wie der Mehrwertsteuererhöhung im Bund und der Kürzung des Weihnachtsgeldes für Landesbedienstete in Schleswig-Holstein: in beiden Fällen gibt es gute Gründe, die verantwortlichen Politiker der Lüge zu zeihen. Mit welchem Grund, mit Verlaub, sollte man diesen bei der nächsten Wahl auch nur ein einziges Wort glauben?

Letzteres wird üble Folgen bei den nächsten Wahlen zeitigen: der Drang zu politisch extremen Parteien wird zunehmen – unterstützt durch eine niedrige Wahlbeteiligung, die diesen Trend verstärkt.

Große Koalition ist so, wie sie derzeit geübt wird, die schlechteste der politischen Alternativen. Es wäre allerhöchste Zeit, dieses Experiment zu beenden.

Wertung von Literatur.

Wenn ich bei meinen Buchhandelsauszubildenden das Thema »Literatur beurteilen« behandele, verbunden mit Gedanken zur Kanondiskussion etc., bin ich immer erstaunt, dass professionelle Leser (noch) so indifferent mit dem Thema umgehen.

Nein, mir geht es nicht darum, Goethe als einen Säulenheiligen ehren und nach Thomas Mann die deutsche Literatur enden zu lassen. Wohl aber möchte ich ein Bewusstsein dafür wecken, dass nicht »eh alles Geschmackssache«, sondern Literatur durchaus in bessere und weniger gute unterscheidbar ist. Dass Urteile dieser Art auch strittig sein können und zeitabhängig sind, dass es sich eben nicht um objektive Beurteilungen à la TÜV oder DIN handelt, ist doch gerade das, was Literatur interessant macht - mitnichten aber ein Argument gegen den Versuch von Wertung an sich.

(Und abgesehen davon ist ein jedes Sortiment immer schon Wertung, wenn auch nach unterschiedlichen Kriterien.

Und wenn ich die eine oder andere Belletristikabteilung durchstöbere, wünschte ich mir schon, es wären kundige Einkäufer mit Mut zum eigenen Urteil (und der Fähigkeit, diese auch in Verkaufserfolge umzusetzen) am Werke - die n-te genaue Abbildung eines Rundum-Glücklich-Paketes eines Barsortimenters zu sehen überzeugt mich nämlich nicht.)

Gelesen.

Denis Diderot: Jacques der Fatalist und sein Herr. Berlin: Rütten & Loening, 1979.

Gelesen.

Irene Dische: Großmama packt aus. Hamburg: Hoffmann & Campe, 2005.

Klug, amüsant, ernsthaft.

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(Und ja, man muss unterscheiden können zwischen Autorin und Erzählerin, muss Rollenprosa als solche wahrnehmen. Die Großmama entlarvt sich selbst, sie ist die typische unglaubwürdige Erzählerin. Genau darin aber liegt ein Wert des Buches als Dokument des zeittypischen Vorurteils.)

Griechisch mit LaTeX.

[Update hier.]

Wenn man mit LaTeX Altgriechisches schreiben möchte, sind die Symbole aus dem Mathematikmodus natürlich nicht ausreichend, da sie keinerlei diakritische Zeichen enthalten.

Ich brauche für Philosophie-Arbeitsblätter allenfalls kurze griechische Zitate, deshalb ist für mich die Eingabe per Beta Code in Ordnung. Folgendes ist vonnöten:

In der Präambel muss statt

\usepackage[ngerman]{babel}

die Anweisung

\usepackage[ngerman]{betababel}

gegeben werden.

Griechisch

Dann wird aus diesem Text

\bcode{fu/sei ga/r, w)= fi/le, e)/nesti/ tis filosofi/a th|= tou+ a)ndro\s dianoi/a|}

der in der Abbildung sichtbare griechische Text.

So einfach? – So einfach. (Für kompliziertere Aspekte lese man zum Beispiel bei David Krebs nach.)