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Kurzanleitung Serendipity.

Bevor ich auch mit meinen privaten Seiten von WordPress auf Serendipity (S9y) umstieg, habe ich die Homepage unserer Schule von einem System mit statischen Seiten auf S9y umgestellt. Wir haben auch eine kleine Schulung durchgeführt, damit alle Lehrerinnen und Lehrer, mit Redakteursrechten versehen, selbst Einträge vornehmen können.

Hier ist das Handbuch zur Fortbildung: Kurzanleitung Serendipity auf lbsmalente.de.

[Update 040906:] Eine Ergänzung gibt's hier: S9y – the missing manual (trotz des Titels deutschsprachig).

Lehrer so einigermaßen vertrauenswürdig.

Eine GfK-Studie verrrät, dass immerhin 77 % der Deutschen Lehrern vertrauen – hinter Medizinern und der Polizei zumindest ein dritter Platz (und damit besser, als ich erwartet hätte).

Finnland: 92 % vertrauen den Lehrern. Das ist unser Ziel.

Präsentationen, Lessig, Sxore.

Ein wenig habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich meinen Schülerinnen und Schülern (im Folgenden: S) die Anfangsgründe des Präsentierens mittels PowerPoint (im Folgenden: PP) beibringe: ich halte PP für ein schlechtes Programm erbärmlichen Funktionsumfangs, das darüber hinaus in den meisten Fällen auch schlecht benutzt wird.

Gleichwohl ist es das, was auf schulischen Rechnern vorhanden ist – und mit entsprechenden Warnungen und Mahnungen versehen, kann es dem einen oder der anderen sicher ein taugliches Werkzeug neben anderen sein. Zudem: wenn S statt PP lieber andere Präsentationsmedien nutzen, will ich zumindest erreicht haben, dass der Grund hierfür eine bewusste methodische und/oder inhaltliche Entscheidung, nicht aber Unvermögen ist.

Für mich ist wichtig, dass S neben dem üblen Standard-Stil des PP-Vortrags (Mensch steht am Rechner und liest diesem die per Beamer an die Wand geworfenen Folien vor, ohne sich für sein Publikum zu interessieren) einen guten Stil lernen, der alle Eigenheiten des guten Referats/des guten Vortrags besitzt und sich dabei eher nebenbei des Präsentationsprogramms bedient.

Wenn aber die PP-Präsentation Zentrum des Vortrags ist, soll sie gut sein – und dazu gehört neben absoluter fachlicher Sicherheit eine Menge. Sinnvoll ist es, sich Beispiele guter (nicht PP-typischer) Präsentationen anzusehen. Zum Beispiel



Noch beeindruckender als Lessigs Vortrag war für mich Dick Hardts Präsentation – hier in verschiedenen Versionen herunterzuladen: ein sehr eigenes, überzeugendes fachliches Gemurmel zu einer schier endlosen Folge von Folien, die keinerlei PP-typisches enthalten. (Es ist dies auch ein auch für S erkennbares Beispiel für das Faktum, dass charakteristische, eigenständige Ausgestaltungen von Aufgaben durchaus gegen bestimmte Forderungen verstoßen dürfen, insofern dies dem Besonderen Vorschub verleiht: kaum einmal zum Beispiel hebt Hardt einmal die Stimme, er spricht weitgehend monoton; in seinem Vortrag jedoch ist genau das richtig.)

(Und wer den Ausführungen Hardts folgt, landet bei Sxore, einer Identifikationsplattform, die helfen soll, Kommentarspam in Blogs einzudämmen und insofern ein Beispiel für Identity 2.0 darstellt.)

Offene Standards im Kamerabau.

Mit FourThirds wird – repräsentiert durch ein Modelle wie die E-330 von Olympus – auf dem Markt digitaler SLR-Kameras ein offener Standard etabliert. Kamerateile teilnehmender Anbieter (unter diesen zum Beispiel auch Leica!) können so gegeneinander ausgetauscht werden.

Diese Entwicklung finde ich gut. Im Moment nutze ich nach wie vor meine gebraucht erworbene Canon T 70 (von 1984); in fünf bis sieben Jahren werde ich also mal auf in der Entwicklung hinreichend fortgeschrittene gebrauchte Digital-SLR zurückgreifen können, die durch den offenen Standard ein ausreichendes Angebot an Objektiven mit sich gebracht haben wird.

Gelesen.

Ralf Rothmann: Milch und Kohle. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch, 2002.

John von Düffel: Houwelandt. München: Deutscher Taschenbuch, 2006.

Walter Satterthwait: Miss Lizzie kehrt zurück. München: Deutscher Taschenbuch, 2006.

Walter Satterthwait: Miss Lizzie. Zürich: Haffmans, 1995.

Gelesen.

Ralf Rothmann: Hitze. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005.

Ein Blick auf das Leben der Großstadt aus der Sicht eines ehemaligen Kameramannes und jetzigen Großküchenmitarbeiters in vielen einzelnen, genau beobachteten oder vortrefflich erdachten Episoden, die nur locker verknüpft sind durch die melancholische Lebens- und Liebesgeschichte des Protagonisten.

Lesen!

Buch bei Amazon angucken.

Große Koalition: bitte nach Hause gehen.

Angeblich stand die Koalition auf Messers Schneide – es wäre Zeit gewesen, sie zu beenden.

Selbst frühere Befürworter der großen Koalitionen im Bund und in unserem Land (Schleswig-Holstein) erkennen inzwischen bei Sichtung der Ergebnisse, dass große Koalitionen zum einen nur auf dem Level des kleinsten gemeinsamen Nenners agieren und mitnichten – wie erhofft – grundsätzliche Lösungen längst fälliger Probleme angehen und zum anderen den Eindruck erwecken, es gebe für die nächsten Wahlen keine Optionen mehr, da ja beide großen Parteien für die Misere verantwortlich sind.

Ersteres zeigt sich an Entscheidungen wie der Mehrwertsteuererhöhung im Bund und der Kürzung des Weihnachtsgeldes für Landesbedienstete in Schleswig-Holstein: in beiden Fällen gibt es gute Gründe, die verantwortlichen Politiker der Lüge zu zeihen. Mit welchem Grund, mit Verlaub, sollte man diesen bei der nächsten Wahl auch nur ein einziges Wort glauben?

Letzteres wird üble Folgen bei den nächsten Wahlen zeitigen: der Drang zu politisch extremen Parteien wird zunehmen – unterstützt durch eine niedrige Wahlbeteiligung, die diesen Trend verstärkt.

Große Koalition ist so, wie sie derzeit geübt wird, die schlechteste der politischen Alternativen. Es wäre allerhöchste Zeit, dieses Experiment zu beenden.