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Gelesen.

Frank Schätzing: Der Schwarm. Frankfurt am Main: Fischer TB, 2006.

Etwa die erste Hälfte gefiel mir gut: Schwerpunkte liegen auf der Entfaltung eines Plots, der von seiner Idee her originell ist und sehr überzeugend aufgebaut wird, sowie auf der Wissensvermittlung, um das Geschehen auch als Nicht-Naturwissenschaftler verstehen zu können. Je weiter jedoch die Geschichte voranschreitet, desto klischeehafter bewegt sie sich in das durch das Schielen des Autors Richtung Hollywood vorgegebene Schema immergleicher Thrillerabläufe. Dass die Figuren dabei explizit immer wieder auf die Ähnlichkeit des Geschehens zu aus Filmen bekannten Topoi hinweisen, befreit Schätzing nicht vom Vorwurf der gekonnten Montage aus der Musterkiste. Gekonnt aber ist es: ein gutes Statt-Spielfilm-Buch.

Zwei wichtige Bestseller – Sakrileg und Der Schwarm – habe ich mir jetzt mal angesehen. Es gewinnt: Schätzing.

Buch bei Amazon angucken.

Sachbücher.

Bei der Vorbereitung für das Buchhändler-Lernfeld "Weitere Warengruppen erschließen" bin ich auf das Forschungsprojekt „Das populäre deutschsprachige Sachbuch im 20. Jahrhundert“ gestoßen. Neben einer umfangreichen Datenbank finden sich dort auch programmatische Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung sowie eine kleine Geschichte des Sachbuchs.

Salbader.

»[...] Wache auf wegen Bauchschmerzen. Schlimme Bauchschmerzen. So ein Drücken. Stoßartiges Drücken. Mal links, mal rechts, mal in der Mitte. Kaum auszuhalten. Denke, wenn das noch schlimmer wird, muss ich was dagegen tun. Womöglich aufstehen oder so. Die Aussicht macht mich müde. Schaue an mir runter und sehe mein Kind auf meinem Bauch herumhüpfen. Das Kind sagt, ich soll aufstehen. Kommen sonst zu spät in den Kinderladen. [...]« (Horst Evers)

Es ist allerhöchste Zeit, mal wieder auf den Salbader (und die Möglichkeit des Abonnements desselben) hinzuweisen.

Kurzanleitung Serendipity.

Bevor ich auch mit meinen privaten Seiten von WordPress auf Serendipity (S9y) umstieg, habe ich die Homepage unserer Schule von einem System mit statischen Seiten auf S9y umgestellt. Wir haben auch eine kleine Schulung durchgeführt, damit alle Lehrerinnen und Lehrer, mit Redakteursrechten versehen, selbst Einträge vornehmen können.

Hier ist das Handbuch zur Fortbildung: Kurzanleitung Serendipity auf lbsmalente.de.

[Update 040906:] Eine Ergänzung gibt's hier: S9y – the missing manual (trotz des Titels deutschsprachig).

Lehrer so einigermaßen vertrauenswürdig.

Eine GfK-Studie verrrät, dass immerhin 77 % der Deutschen Lehrern vertrauen – hinter Medizinern und der Polizei zumindest ein dritter Platz (und damit besser, als ich erwartet hätte).

Finnland: 92 % vertrauen den Lehrern. Das ist unser Ziel.

Präsentationen, Lessig, Sxore.

Ein wenig habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich meinen Schülerinnen und Schülern (im Folgenden: S) die Anfangsgründe des Präsentierens mittels PowerPoint (im Folgenden: PP) beibringe: ich halte PP für ein schlechtes Programm erbärmlichen Funktionsumfangs, das darüber hinaus in den meisten Fällen auch schlecht benutzt wird.

Gleichwohl ist es das, was auf schulischen Rechnern vorhanden ist – und mit entsprechenden Warnungen und Mahnungen versehen, kann es dem einen oder der anderen sicher ein taugliches Werkzeug neben anderen sein. Zudem: wenn S statt PP lieber andere Präsentationsmedien nutzen, will ich zumindest erreicht haben, dass der Grund hierfür eine bewusste methodische und/oder inhaltliche Entscheidung, nicht aber Unvermögen ist.

Für mich ist wichtig, dass S neben dem üblen Standard-Stil des PP-Vortrags (Mensch steht am Rechner und liest diesem die per Beamer an die Wand geworfenen Folien vor, ohne sich für sein Publikum zu interessieren) einen guten Stil lernen, der alle Eigenheiten des guten Referats/des guten Vortrags besitzt und sich dabei eher nebenbei des Präsentationsprogramms bedient.

Wenn aber die PP-Präsentation Zentrum des Vortrags ist, soll sie gut sein – und dazu gehört neben absoluter fachlicher Sicherheit eine Menge. Sinnvoll ist es, sich Beispiele guter (nicht PP-typischer) Präsentationen anzusehen. Zum Beispiel



Noch beeindruckender als Lessigs Vortrag war für mich Dick Hardts Präsentation – hier in verschiedenen Versionen herunterzuladen: ein sehr eigenes, überzeugendes fachliches Gemurmel zu einer schier endlosen Folge von Folien, die keinerlei PP-typisches enthalten. (Es ist dies auch ein auch für S erkennbares Beispiel für das Faktum, dass charakteristische, eigenständige Ausgestaltungen von Aufgaben durchaus gegen bestimmte Forderungen verstoßen dürfen, insofern dies dem Besonderen Vorschub verleiht: kaum einmal zum Beispiel hebt Hardt einmal die Stimme, er spricht weitgehend monoton; in seinem Vortrag jedoch ist genau das richtig.)

(Und wer den Ausführungen Hardts folgt, landet bei Sxore, einer Identifikationsplattform, die helfen soll, Kommentarspam in Blogs einzudämmen und insofern ein Beispiel für Identity 2.0 darstellt.)

Offene Standards im Kamerabau.

Mit FourThirds wird – repräsentiert durch ein Modelle wie die E-330 von Olympus – auf dem Markt digitaler SLR-Kameras ein offener Standard etabliert. Kamerateile teilnehmender Anbieter (unter diesen zum Beispiel auch Leica!) können so gegeneinander ausgetauscht werden.

Diese Entwicklung finde ich gut. Im Moment nutze ich nach wie vor meine gebraucht erworbene Canon T 70 (von 1984); in fünf bis sieben Jahren werde ich also mal auf in der Entwicklung hinreichend fortgeschrittene gebrauchte Digital-SLR zurückgreifen können, die durch den offenen Standard ein ausreichendes Angebot an Objektiven mit sich gebracht haben wird.