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Tufte und LaTeX.

Edward Tuftes Gestaltung von Büchern in eine LaTeX-Klasse umzusetzen, ist das Ziel von tufte-latex. [Via Schockwellenreiter]

Nachteil dieser Lösung: es wird von den LaTeX-Standardklassen ausgegangen (nicht von KOMA-Script). Deshalb bleibe ich – wenn ich ein solches Layout brauche (was eher selten ist) – noch bei der Lösung, statt Fußnoten einfach mit einem selbstdefinierten Zähler versehene Randnotizen zu verwenden.

Aber wer weiß, was noch aus der Klasse wird ...

Böse alte Männer mit Kugelschreibern.

Bov Bjerg in einem Artikel für die Jungle World:

»Machen wir uns nichts vor: In den vergangenen Jahren ist, nicht nur in Deutschland, eine gefährliche Parallelgesellschaft entstanden. Eine Gegengesellschaft von alten Männern, die sich kurz nach Erfindung des Kugelschreibers vom technischen Fortschritt abgekoppelt haben. Reaktionär, dogmatisch, unbelehrbar – und auch noch mächtig stolz darauf.

Unsere grundlegenden Werte sind ihnen fremd. Soweit sie davon auch nur Kenntnis erlangen, wollen sie diese Werte zerstören. Die freie Information behindern und die freie Rede bestrafen. Sie wollen über unsere Rechner bestimmen, obwohl sie kaum imstande sind, ihren eigenen auch nur einzuschalten.«

[Via Isotopp]

Gelesen: Beintmann.

Cord Beintmann: Theodor Fontane. München: Deutscher Taschenbuch, 1998.

Eine kleine, von der Gestaltung her ansprechende, auch für Schülerinnen und Schüler empfehlenswerte Biographie, die zwar einerseits nur das Wichtigste, dies aber hinreichend differenziert (beispielsweise lese man die Passagen über Fontanes Verhältnis zum Krieg) darstellt.

Buch bei Amazon angucken.

Freiheit? Bestimmung?

Die durch Erkenntnisse der Neurowissenschaften erneut augeworfene Frage, inwiefern unser Handeln determiniert sei und welche Folgen dies zum Beispiel für das Strafrecht habe, wird in mehreren Artikeln in der Telepolis beleuchtet: »Revolutionieren die Neurowissenschaften die Gesellschaft?«, »Die Abhängigkeit des Bewusstseins von Hirnprozessen«, »Psychiatrische und (neuro-)psychologische Gutachten vor Gericht« und »Von der Neuroethik zum Neurorecht?«.

BibDesk und der Import von Titeln.

Wer mit LaTeX auf dem Mac Texte schreibt, wird sich bei Gelegenheit möglicherweise auch mit BibDesk anfreunden, einer feinen Oberfläche für BibTeX, was wiederum die einfache Erstellung von Literaturverzeichnissen ermöglicht.

Nun kann in BibDesk ein Eintrag für ein Buch nicht nur manuell in die Eingabefelder getippt werden, sondern es ist auch ein Import der bibliographischen Angaben aus bestehenden Datenbanken möglich. Zunächst versuchte ich, BibDesk mit der DNB zu befreunden. Dies gelang jedoch nicht, da die DNB ein älteres Exportformat (SUTRS) benutzt, das nur schwierig zu parsen ist und für das BibDesk daher kein Importfilter bereitstellt.

Ein Ausweg ist die Nutzung des Gemeinsamen Verbundkataloges (GVK), des Gesamtverzeichnisses der norddeutschen Bibliotheken. Hierfür müssen in BibDesk unter »New Search Group --> Z39.50 / Server: Other« folgende Angaben eingetragen werden (das steht natürlich auch im Target Profile, doch im Falle eines Falles finde ich's hier schneller):

Name: GVK
Database: gvk
Address: z3950.gbv.de
Port: 20010
Username: 999
Password: abc
Syntax: US MARC
Encoding: iso-8859-1

Der gefundene Titel kann dann entweder als einzelner BibTeX-Eintrag kopiert oder aber einfach in die Datenbank übernommen werden, sodass dann ohne weiteren Aufwand ein Titeleintrag wie

[KM06] Kohm, Markus ; Morawski, Jens-Uwe: KOMA-Script : eine Sammlung von Klassen und Paketen
für LaTeX2E ; Anleitung zu Version 2.9u. 2., überarb. und erw. Aufl., korr. Nachdr. Lehmann,
2006. – ISBN 3865410898 (Pb.)

entsteht.