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Gelesen. Bechdel.

Alison Bechdel: Fun Home. A Family Tragicomic. New York: Houghton Mifflin, 2007.

Beim Titel fängt's schon an: klingt lustig, ist aber nur die Abkürzung für »Funeral Home« – der Vater der Protagonistin ist (unter anderem) Bestattungsunternehmer. Und so geht's wahrhaft tragikomisch weiter in einer komplizierten Tochter-Vater-Konstellation.

Eine unbedingte Leseempfehlung für Comic-Muffel: in Bechdels autobiographischer Familiengeschichte zeigt sich, wie dicht hervorragende Autoren auch in dieser Kunst zu weben verstehen.

Einen Ausschnitt aus einem Fernsehbericht über die Übertragung ins Deutsche (die den Titel vorsichtshalber nicht übersetzt) gibt's bei Kiepenheuer & Witsch.

Bei Amazon angucken: deutsche Ausgabeenglische Ausgabe.

Gelesen. Toutonghi.

Pauls Toutonghi: Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war. Berlin: Rowohlt, 2009.

Gelesen. Loisel/Tripp.

Regis Loisel und Jean-Louis Tripp: Das Nest. Marie. Hamburg: Carlsen, 2007.
Regis Loisel und Jean-Louis Tripp: Das Nest. Serge. Hamburg: Carlsen, 2007.
Regis Loisel und Jean-Louis Tripp: Das Nest. Die Männer. Hamburg: Carlsen, 2008.

Sehr empfehlenswerte graphic novels aus dem französischsprachigen Kanada der 1920/30er Jahre. Das Beste daran: der dritte Band endet mit »Bis bald ...«

Bei Amazon angucken: Band 1, Band 2, Band 3.

Philosophie am Beruflichen Gymnasium – Metaphysik.

In schleswig-holsteinischen Schulen wird für den Fall, dass S Religion abwählen, das Ersatzfach Philosophie angeboten. (Das ist ziemlich klasse, weil S so die Chance bekommen, die ganze Philosophie kennenzulernen und nicht – wie in vielen anderen Bundesländern – nur die Ethik als aufgemotzten Werteunterricht (»Jugendliche brauchen Werte!«).)

Während bislang für die Sek II ein einheitlicher Lehrplan für das allgemeinbildende Gymnasium und das damalige Fachgymnasium galt, ist Ende letzten Jahres für die in »Berufliches Gymnasium« umbenannte Schulform ein neuer Lehrplan veröffentlicht worden.

In einer Fortbildung zum neuen Lehrplan habe ich gestern einen Unterrichtsgang für den Kernbereich Metaphysik vorgestellt – hier ist das Skript dazu.

Ausgezeichnet: Stephen Law.

Der bloggende englische Philosophiedozent Stephen Law bekommt den Mindelheimer Philosophiepreis verliehen [via Börsenblatt]. Ausgezeichnet wird er für sein Buch Warum die Kreter lügen, wenn sie die Wahrheit sagen und andere Abenteuer der Philosophie.

Viel interessanter aber noch als die Preisverleihung an sich ist nicht nur die Literaturliste, in der der eine oder andere unentdeckte Schatz verborgen sein dürfte, sondern vor allem die Tatsache, dass die Jury zum überwiegenden Teil aus Schülerinnen und Schülern besteht, die – nur begleitet von zwei Lehrkräften – den mit 5000 Euro dotierten Preis verleihen.