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Gelesen. Szczypiorski.

Andrzej Szczypiorski: Den Schatten fangen. Zürich: Diogenes, 1993.

Diese Jugendgeschichte fängt die Zeit unmittelbar vor Kriegsanbruch 1939 ein; die Hauptfigur, Krzyś, erwacht, entfremdet sich den Eltern, erleidet die Kameraderie der Schulzeit, liest Flaubert und begreift mit ihm die Welt – allerdings nur die eine, verträumte, weltabgewandte. Auf der anderen Seite wird ein Angriff vorbereitet, von dem die Polen wissen, dass sie ihm nicht werden widerstehen können.

Gelesen. Tryzna.

Tomek Tryzna: Zauberer. München: Luchterhand, 2006.

Tragikomische Kindheitsgeschichte eines phantasiebegabten Kindes in schwieriger Zeit: den fünfziger Jahren in einem unfreien, armen Polen.

Auch von Kind 1 gern gelesen. Empfehlenswert.

Gelesen. Huelle.

Paweł Huelle: Castorp. München: Deutscher Taschenbuch, 2007.

Thomas Manns Hans Castorp hat, wie man im Zauberberg in einem Nebensatz erfährt, in Danzig studiert. Eine Begebenheit aus dieser Zeit (eine Liebschaft aus der Ferne) erdichtet Huelle in einem schmalen und leichten Buch, das einerseits ironisch gebrochene Reminiszenz an den Meister, andererseits ein Spiel mit literarischer Tradition von Mann über Grass und Fontane bis zu Schnitzler vorführt.

Amüsant und angenehm.

Polen und die Literatur.

2008-08-02_105505Nun sind wir zurück aus unserem Urlaub in Polen, in dem ich versucht habe, mich auch literarisch ein wenig einer mir fremden Kultur anzunähern. Einige Bücher legte ich denn auch zu meinem Reisegepäck (andere, so zum Beispiel die unter dem Titel Galaxisspatzen 1975 im Verlag Das Neue Berlin erschienene Sammlung polnischer phantastischer Erzählungen, kamen auf der Fahrt hinzu), und zu einigen werde ich bei Gelegenheit auch kurz etwas schreiben.

Zwar gibt es Verlage, die die polnische Literatur pfleg(t)en – die Polnische Bibliothek bei Suhrkamp ist ein Beispiel –, doch gleichwohl bleibt die Auswahl schwierig: so präsent aktuelle amerikanische oder britische Autorinnen und Autoren sind, so verdrängt meist die osteuropäischen, nur selten ist es möglich, sich auf Orientierungsmarken wie »schon mal davon gehört« oder »wollte ich schon immer mal lesen« zu verlassen.

Ja, auch hier hilft die Wikipedia weiter, man kann aber auch Marta Kijowskas Polen, das heißt nirgendwo zur Hand nehmen - oder einfach die angemessenen Suchwörter beim Buchhändler der Vertrauens ausprobieren ...

Gelesen. Boye.

Karin Boye: Kallocain. Reclam: Leipzig, 1992.

Dystopie aus dem vierziger Jahren (für die Jüngeren: des letzten Jahrhunderts); beeindruckend, weil nicht vermeintlich innovative technische Phänomene geschildert werden, sondern das Augenmerk auf der gesellschaftlich geprägten Orientierung des konformistischen »Mitsoldaten« liegt, der die Chance zum Denken der Chance zur Denunziation des Denkens opfert.

Gelesen. Brecht.

Bertolt Brecht: Leben des Galilei. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008.

Erneute Lektüre – des Deutschunterrichts wegen in der gut geeigneten SBB-Ausgabe.

Gelesen. MacBride.

[Ein paar Nachträge …]

Stuart MacBride: Die dunklen Wasser von Aberdeen.
Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut.
Stuart MacBride: Die Stunde des Mörders.

(Manchmal muss man die Augen schließen beim Lesen.)

Gelesen. Hornby.

Nick Hornby: Fever Pitch. London: Penguin, 2000.

Wie hier schon erwähnt: trotz anderslautender Reklamesprüche auf dem Bucheinband (»Utterly hilarious. Even football-haters will be beguiled.« (Elle)) ein Buch für Fußball-, nicht für Hornby-Fans.