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Gelesen. Loisel/Tripp.

Regis Loisel und Jean-Louis Tripp: Das Nest. Marie. Hamburg: Carlsen, 2007.
Regis Loisel und Jean-Louis Tripp: Das Nest. Serge. Hamburg: Carlsen, 2007.
Regis Loisel und Jean-Louis Tripp: Das Nest. Die Männer. Hamburg: Carlsen, 2008.

Sehr empfehlenswerte graphic novels aus dem französischsprachigen Kanada der 1920/30er Jahre. Das Beste daran: der dritte Band endet mit »Bis bald ...«

Bei Amazon angucken: Band 1, Band 2, Band 3.

Philosophie am Beruflichen Gymnasium – Metaphysik.

In schleswig-holsteinischen Schulen wird für den Fall, dass S Religion abwählen, das Ersatzfach Philosophie angeboten. (Das ist ziemlich klasse, weil S so die Chance bekommen, die ganze Philosophie kennenzulernen und nicht – wie in vielen anderen Bundesländern – nur die Ethik als aufgemotzten Werteunterricht (»Jugendliche brauchen Werte!«).)

Während bislang für die Sek II ein einheitlicher Lehrplan für das allgemeinbildende Gymnasium und das damalige Fachgymnasium galt, ist Ende letzten Jahres für die in »Berufliches Gymnasium« umbenannte Schulform ein neuer Lehrplan veröffentlicht worden.

In einer Fortbildung zum neuen Lehrplan habe ich gestern einen Unterrichtsgang für den Kernbereich Metaphysik vorgestellt – hier ist das Skript dazu.

Ausgezeichnet: Stephen Law.

Der bloggende englische Philosophiedozent Stephen Law bekommt den Mindelheimer Philosophiepreis verliehen [via Börsenblatt]. Ausgezeichnet wird er für sein Buch Warum die Kreter lügen, wenn sie die Wahrheit sagen und andere Abenteuer der Philosophie.

Viel interessanter aber noch als die Preisverleihung an sich ist nicht nur die Literaturliste, in der der eine oder andere unentdeckte Schatz verborgen sein dürfte, sondern vor allem die Tatsache, dass die Jury zum überwiegenden Teil aus Schülerinnen und Schülern besteht, die – nur begleitet von zwei Lehrkräften – den mit 5000 Euro dotierten Preis verleihen.

Ökonomie und Erkenntnis.

Thomas Strobl: »Wir, die dankbaren Günstlinge einer früheren, besseren Epoche, wir haben die Schule in Grund und Boden gewirtschaftet. Wir haben sie der Warenfiktion der Arbeit restlos anheimfallen lassen, nicht nur die Schule als Bildungsinstitution, sondern die Schulzeit als Lebensabschnitt all derer, die wir als wichtigsten und besten Teil unserer Gesellschaft gemeinsam hervorgebracht und früher auch mal so behandelt haben.« [FAZ, via Kreide fressen]

Spam. Spam. Spam.

Ich bin hin- und hergerissen: »Dipl.-Wahrsagerin Viola« von der Spammerdomain seelenrettung.com weiß: »Hanjo Iwanowitsch, Ihr Schicksal meint es gut mit Ihnen« – »Manuela« von der Spammerdomain seelenrettung.com hingegen ist sich sicher: »Deine Seele ist verflucht«.

Sieht nach einem spannenden Kampf zwischen Seele und Schicksal aus, der mich noch erwartet ...

Winnenden.

»[...] Alle reden über Schusswaffenkontrolle, Schulpsychologen, Computerspiele. Einzelmaßnahmen, Diagnostik, technische Abwehr gegen unvorhersehbare Gewalt. Gerede in die Leere.

Über die Verfassung einer Gesellschaft, deren Bauordnung den Lärm von Kindern mit dem von Baumaschinen gleichsetzt, wird nicht geredet. Dass Kindergärten in Gewerbegebiete vertrieben werden, wird hingenommen. Das erste, was Kinder lernen müssen, ist nicht überfahren zu werden. Am besten bevor sie laufen können.

Über die Verfassung einer Gesellschaft, die nicht imstande ist, alle ihre Kinder gleichermaßen zu fördern, die Lehrermangel und überfüllte Klassen zulässt und Schule immer noch als Auslesemaschinerie begreift, keine Rede. [...]« [Krimitagebuch]

Die Alten.

Ich hatte es befürchtet: kaum bin ich vierzig, zähle ich schon zu den Veteranen ...

[Update:]

Beschreibung des Blogs: »Blog eines Lehrers für Deutsch, Philosophie und EDV.«

... die Buchhandelsbetriebslehre ist zu ergänzen.

»Betreiber liest sehr viel, die meisten Beiträge enthalten Hinweise auf gelesene Bücher (Kategorie Gelesen).

Stimmt. War früher anders. Es ist selten Zeit für ausführliche Einträge, weil man als Lehrer dies & jenes zu tun hat. (Und es ja zum Glück auch ein Privatleben gibt.)

»Seiten laden ziemlich langsam.«

Stimmt. Bestimmt ein technisches Problem. Oder der Provider ist schuld. Oder es hängt mit Erdstrahlen oder den Mondphasen zusammen. – Hauptsache ist doch, ich weiß, wo mein Handtuch ist!

»Erster Eintrag: 07/2004«

Der erste Eintrag im Blog stammt vom 3.10.2002, noch mithilfe von Radio Userland gebloggt. (Die Seite selbst existiert seit etwa 1998, damals noch bei T-Online ohne eigene Domain.)