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Die Philosophie und die Hirnforschung.

Weil es mir allenfalls in der unterrichtsfreien Zeit gelingt, den Stapel Zeitungen neben dem Sessel bis auf den Boden abzuarbeiten, habe ich erst jetzt den Artikel Der Mensch bleibt sich selbst ein Rätsel in einer Augustnummer der Zeit entdeckt: ein Interview mit Manfred Frank über die Hirnforschung und die Philosophie des Geistes.

»Sieht so der Sozialismus aus? Dann her damit!«

Thomas Strobl rückt die schwarzgelben Vorurteile zurecht, indem er sich die Steuerpläne von SPD und Linkspartei genauer ansieht und grafisch verdeutlicht. Sein Fazit:

»Im Ernst Leute: Wenn das der ›Huhu, böser Sozialismus!‹ ist, dann fine by me. Wegen solcher Steuerpläne wandert keiner aus, der das nicht ohnehin vor hatte. […] Die Alternative einer CDU-FDP-Regierung wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine saftige Mehrwertsteuererhöhung für alle. Die würde aber insbesondere die Jungs & Mädels auf der linken Seite der Grafik treffen, die Friseure, die Hilfsarbeiter, die Köchinnen, die Sprechstundenhilfen, die Kindergärtnerinnen und diverse Handwerksberufe. Und das empfände ich zumindest, um mal diesen abgestandenen Begriff zu verwenden, als in höchstem Maße ›ungerecht‹.«

Eben.

Gelesen. Wedekind.

Frank Wedekind: Frühlings Erwachen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2009

Die erste Schullektüre für meinen Deutsch-GK. (Wieder ein Band aus der Suhrkamp BasisBibliothek [eigentümliche Orthographie von Suhrkamp], die mit ihren kommentierten, mit Wort- und Sacherklärungen versehenen Texten zur Zeit meine bevorzugte Reihe bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ist.)

In einer anderen Welt wird Juli Zeh mal Ministerin. Justiz oder Inneres. Mal sehen. Und sie wird sich nicht korrumpieren lassen.

Man freut sich ja immer, wenn man etwas Gutes liest – die kluge Juli Zeh zum Umgang mit der Terrorangst.

(Schon Cicero ist nicht mehr so klug – oder was soll man von einem Magazin halten, das ein Interview »›Bürgerrechte werden gezielt abgebaut‹« betitelt, in dem die Interviewte »Deswegen mag ich nicht so richtig sagen, Bürgerrechte werden gezielt abgebaut [...]« sagt?)

Für den Abzug aus Afghanistan …

… sprechen sich Unterzeichner eines im Freitag erscheinenden Appells aus. Es sind dies (noch zu wenige, aber immerhin): Daniela Dahn, György Dalos, Dietmar Dath, Thomas Dörschel, Gretchen Dutschke-Klotz, Jürgen Flimm, Peter Hamm, Christoph Hein, Inga Humpe, Elfriede Jelinek, Marianne Koch, Friedrich Küppersbusch, Sarah Kuttner, Dirk von Lotzow, Thomas Ostermeier, Tim Renner, Harry Rowohlt, Horst Eberhard Richter, Charlotte Roche, Ruben Jonas Schnell, Friedrich Schorlemmer, Katharina Thalbach, Martin Walser, Roger Willemsen und Feridun Zaimoglu.

Es wird Zeit, dass auch die SPD-Oberen mal in die Puschen kommen und begreifen, dass ihre Basis diesen Krieg nicht will.

(Auch aus der Eutiner Kaserne starten dieser Tage wieder Soldaten nach Kundus. Natürlich wünscht man, dass sie wohlbehalten zurück kommen. Noch besser wäre es allerdings, sie dürften gleich hier bleiben.)

Gelesen. Delius.

Friedrich Christian Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand. Berlin: Rowohlt Berlin, 2009.

Einem Journalisten wird von einem alten Herrn die Geschichte von der Erfindung des Computers erzählt. – Salopp vermerkt der Verlag auf dem Klappentext, es handele sich bei dem alten Herrn um Konrad Zuse – Delius selbst geht nicht so weit, sondern verdeutlicht mehrfach, dass es sich um eine fiktive Figur handelt. Diese allerdings ist interessant, sei es in ihrer Nähe zur Literatur, sei es in ihrer Zuneigung zum musenhaften Traumbild Ada Lovelace'.

Buch bei Amazon angucken.

»Snow Leopard« und DeskJet 990 cxi.

Und wer sich kurzzeitig darüber ärgert, dass Hewlett-Packard den Treibersupport für einen nur ein paar Jahre alten, dabei tadellos funktionierenden Drucker (s. o.) aufgibt, freut sich bald, dass der beim Betriebssystem-Update mit installierte Gutenprint-Treiber mindestens ebenso gut funktioniert (merkt sich jedoch gleichwohl, welche Firma beim nächsten Hardwarekauf zu meiden ist).