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Gelesen. Miéville.

China Miéville: Der Weber. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2002.

(Dies ist der zweite Teil des Buches Perdido Street Station, das im Deutschen in zwei Bänden – Die Falter und Der Weber – erschienen ist.)

Eine enthusiastische Reaktion findet sich bei Molo. – Ich war nicht ganz so begeistert. Was mir gar nicht gefiel, war die Story an sich, die simpel und weitgehend vorhersehbar ist. Allerdings sprachen mich die Darstellung von Gesellschaft und Welt – der Hintergrund der Story – sowie die Gestaltung einzelner Figuren (und steampunkiger Konglomerate) durchaus an.

Laufen: 800.

Das Thermometer zeigte 14°C, zudem war ich gerade mit einem Leihfahrrad vom Mechaniker zurückgekehrt, der mir zugesagt hatte, bis morgen die Ursache für das Klacken des Tretlagers herauszufinden (nein, ich habe den Ständer weit genug hochgeklappt gehabt), sodass ich schon vor dem Start erhitzt genug war, um zum ersten Mal in diesem Jahr in kurzer Laufkleidung zu laufen. Da es auf dem schon erwähnten Rückweg vereinzelt getröpfelt hatte und der Himmel eher grau verhangen war, wollte ich mich nicht zu weit von schützenden Dächern entfernen und lief einen verschlungenen Parcours, der die 800 km komplettierte.

Frühling gesucht.

Nach eineinhalbmonatiger schnee- und erkältungsbedingter Pause wieder gelaufen. Die Wege im Wald sind nach wie vor weiß, die von Holz transportierenden Forstfahrzeugen gezogenen Spuren wie Bobbahnen so glatt; zwischen den Spuren haben frühere Passanten verharschte Eindrücke hinterlassen, sodass jeder Schritt ein konzentrierter sein muss, um nicht auszurutschen oder wegzuknicken. Mindestens eine Woche wird es selbst bei Tauwetter brauchen, bis die Wege wieder Erde zeigen.

Weiche dann doch lieber auf geräumte Teerbahnen und Trottoirs neben der Straße aus, statt die Standardrunde zu drehen.

Das Laufen ist befreiend, wenn auch die Pause sich in mangelnder Kondition bemerkbar macht.

Inzwischen schneit es wieder.