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Herbst.

Das Haus ist fertig gemalt (Holzhäuser brauchen von Zeit zu Zeit einen neuen Anstrich), die Holzvorräte aufgestockt (wenn auch noch nicht vollständig gespalten), die Astern blühen schon, die Alkmene röten sich, die ersten Kornelkirschen sind geerntet und verarbeitet … am Schreibtisch wird's kalt und ich muss die Heizung wieder einschalten.

Rundbrief 42.

Auch der Rundbrief (42) 2010 des Fachverbands Deutsch im Deutschen Germanistenverband – Landesverband Schleswig-Holstein steht inzwischen offiziell zum Download zur Verfügung – wem die dort vorhandene Version zu stark komprimiert erscheint, kann hier das nicht komprimierte PDF (gut 8 MB) bekommen.

Wie sich von selbst versteht, bekommen Mitglieder des Verbands natürlich die fein gedruckte Version, die noch viel schöner ist. (Hier kann man online beitreten, hier gibt's das Beitrittsformular als PDF.)

Zum Inhalt von meiner Seite: schrieb ich im letzten Rundbrief über Moodle, habe ich im Rundbrief 42 einen Blick auf das Web 2.0 für Deutschlehrer geworfen. Ein Editorial vom Redakteurssetzer (oder wie das heißt) gibt's natürlich auch.

(Und ja: natürlich wieder gesetzt in LaTeX, Titelseite mit Scribus.)

Über den Wert von Reputation.

Zu Leander Wattigs gleichnamigem Artikel schrieb ich:

»Dann haben sie zwar nichts Negatives in der Hand. Allein schon das Fehlen von Positivem wirkt aber verdächtig.«

Mit viel Zustimmung habe ich Deine Unternehmungen im Hinblick auf die Vernetzung von Branchenteilnehmern beobachtet. Auch braucht die eine oder andere Buchhandlung sicher mal einen kleinen Kick, um ihr Potential im Netz zu erkennen. Mit dem Gedanken oben gehst Du jedoch einen Schritt zu weit.

Der – auch implizite – Zwang zur privaten Teilnahme am Netzleben ist fragwürdig, ein Verdachtsmoment aus dem Fehlen von Informationen zu konstruieren ist im technokratischen Denken sicher stimmig (auch eine Lücke ist eine Information), einer zivilen Gesellschaft aber alles andere als zuträglich.

Das Netz als Instrument gesellschaftlicher Teilhabe soll neue Möglichkeiten eröffnen, nicht neue Zwänge schaffen.

Gelesen. Peltzer.

Ulrich Peltzer: Teil der Lösung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch, 2009.

Christian trifft Nele, die ihm zunächst aggressiv begegnet; gleichwohl werden die beiden allmählich zu einem Liebespaar (was erfreulich ehrlich und unkitschig, gleichwohl gefühlvoll geschildert wird; bis zu diesem Punkt muss sich der Leser allerdings schon durch das halbe Buch voller belangloser Alltagssorgen Christians durcharbeiten). Da Nele allerdings einer zunehmend gewaltbereiten Gruppe von Systemgegnern angehört, verbirgt sie ihm einen Teil ihres Lebens.

Gegen Ende des Buches allerdings beginnt Christian zu ahnen, dass Nele – aus ihm unbekannten Gründen – von der Polizei einer Straftat verdächtigt wird. Wenn es nun – wie der Klappentext suggeriert – um die Frage geht, ob Christian, Protagonist der Geschichte, Teil der Lösung sein möchte oder Teil des Problems, warum wird diese Frage dann bestenfalls auf den letzten paar Seiten angedeutet?

[Spoiler, daher Rot13: Haq jvrfb vfg rf – trfpuvyqreg nhs qra yrgmgra orvqra Frvgra – Aryr, qvr qneüore orsvaqrg, qvr Ormvruhat jrvgremhsüuera, haq jvrfb yvrtg qvrfr Ragfpurvqhat avpug va Puevfgvnaf Irenagjbeghat, jnf nyyrva rvara qra Gvgry haq Xynccragrkg erpugsregvtraqra Xbasyvxg ragfgrura yvrßr?]

Trotz (oder wegen) gelungener Passagen: ärgerlich.

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Gelesen. Proulx.

»Wir haben überhaupt keine Kontrolle mehr übers Fischen. Wir treffen keine Entscheidungen, tun bloß, was sie uns sagen, und zwar wo und wann sie's uns sagen. Wir leben nach Regeln, die woanders gemacht werden, von Arschlöchern, die von der Gegend hier keine blasse Ahnung haben.« (341 in:)

E. Annie Proulx: Schiffsmeldungen. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1997.

(Mehrfach wurde mir von dieser Lektüre schon beeindruckt erzählt; die Buchhandlungen verkauften es stapelweise. Lesen mochten es dann wohl wenige – mein gebraucht erworbenes Exemplar war denkbar billig.

Ich möchte die Lektüre ebenfalls empfehlen.)

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Meiner macht Philosophie.

Kein Philosophiestudent kommt an den grünen Bänden des Meiner-Verlags vorbei. Nun hat die Deutsche Welle einen Filmbeitrag über den Verlag gedreht, der auch über YouTube verfügbar ist.

Nett daran: auf die in Anbetracht der Tatsache, dass ihr gerade ein mehrbändiges Fachlexikon zur Philosophie vorgestellt wurde, dusselige Erkundigung der das Interview führenden Praktikantin »Ist das nicht sehr abstrakt – in der heutigen Zeit, in der man alles so instant-mäßig haben will?« meint Manfred Meiner nur »Ja, das sind Sie dann bei uns falsch, wenn Sie instant wollen, werden Sie in unserem Programm nicht fündig.« Sie vergewissert sich noch mal: »Das ist nicht Philosophie to go, das ist hardcore?« Er bestätigt: »Das ist hardcore

Himmel! Sie ist bei Meiner! Kann man sich da nicht vorher ein, zwei intelligente Fragen diktieren lassen?

Aus der Alten Gutsgärtnerei …

in Sierhagen (hier schon einmal erwähnt) sollte man immer etwas mitbringen. Ich habe heute gepflanzt, was ich gestern anlässlich einer Kaffeepause auf der familiären Radtour erwarb: Korsische Minze (Mentha requienii), Ysop (Hyssopus officinalis), Römische Kamille (Anthemis nobilis) und Katzenminze (Nepeta x faassenii).