Skip to content

Gelesen. Bakker.

Gerbrand Bakker: Birnbäume blühen weiß. Berlin: Suhrkamp, 2010.

Okay, es gehört sich nicht, dass da oben »Berlin« und nicht »Frankfurt am Main« steht. Aber solange Suhrkamp Autoren wie Bakker wiederentdeckt (der Titel erschien schon einmal bei Fischer), ist alles in Ordnung.

Eine Brüdergeschichte. Ohne Happy End. Aber zart und liebevoll.

Bei Amazon angucken.

Serienbriefe mit KOMAscript und csvtools.

Wenn man – wie in Anselm Lingnaus feinem Buch LaTeX Hacks [bei Amazon angucken] vorgestellt – Serienbriefe mit KOMAscript und Nicola Talbots csvtools fertigen will, sollte man nicht vergessen, in der komma- (bzw. semikolon-) separierten Liste

– die Bezeichnung »Straße« durch »Strasse« und
– alle leeren Felder »;;« bzw. »; ;« durch »;-;« (o. ä.) zu ersetzen.

Sonst geht nämlich gar nichts.

Der Bundespräsident tritt mit sofortiger Wirkung zurück.

Tscha, nach Koch und Horst Köhler sollten nun eigentlich Frau Merkel und der Westerwelle Einsicht zeigen ...

(Ob dieser Rücktritt begründet ist, kann Horst Köhler vermutlich am Besten beurteilen. Allein die Kritik an seiner Äußerung zur Bundeswehr als Schutztruppe deutscher Wirtschaftsinteressen kann es nicht gewesen sein. Da hat er über die Jahre schon Heftigeres hören müssen.

Stellen wir uns Herrn Köhler als einsichtsfähigen Menschen vor, ist es möglicherweise der nachträgliche Schrecken vor der eigenen Chuzpe, der in dieser Entscheidung deutlich wird. In seiner Erklärung allerdings steht der entscheidende Satz »Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten« allein, er ist nicht kausal mit einer der anderen Aussagen oder gar dem Einräumen einer Verfehlung, wie man es bei Margot Käßmann sehen durfte, verknüpft.

Daher erscheint mir der Rücktritt als eine von Arroganz nicht ganz freie private Entscheidung in der Haltung, dies (die in einer pluralistischen demokratischen Gesellschaft selbstverständlich mögliche Kritik an einer konkreten Äußerung des Staatsoberhaupts) müsse man sich als Horst Köhler nicht antun (lassen).)

Kaum vorstellen kann ich mir allerdings, dass wir bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen in der Bundesversammlung einen besseren Bundespräsidenten bekommen werden als Köhler es gewesen ist.

Tschüß, Zuckerberg.

Ich habe mir Facebook eine Weile angesehen und weiß nun: es ist nichts für mich. Facebook arbeitet gegen die Idee eines freien Netzes, das ich für wünschenswert halte. Und so nehme ich den Quit Facebook Day zum Anlass, mich dort und gleich auch bei XING abzumelden (siehe auch jetzt und schneeschmelze).

Ich brauche diese Netzwerksimulationen nicht.

[Siehe auch meinen Kommentar hier.]

Auch mal ’ne Idee.

»wenn man also von den reichsten 10% der bevölkerung [Deutschlands] einen einmaligen solidaritätszuschlag von 15% einfordern würde, und dies würde sie beileibe nicht in die armut treiben, stünden mit einem schlag 810 milliarden € zur verfügung.
damit könnte die hälfte aller schulden deutschlands bezahlt werden« [reset.to]

Martin Gardner.

Dass Martin Gardner auch mathematisch orientierter Kolumnist (etc.) war, habe ich erst später erfahren. Zunächst mal war er derjenige, der mir in der Marginalienspalte von The Annotated Alice – 1986 für Ir£ 4.86 im Mercier Book Shop in Cork gekauft und inzwischen der fragwürdigen Klebebindung wegen mehrteilig – Lewis Carrolls Alice-Texte vorstellte als solche, die mehr waren als nur ein albernes Kinderbuch.

Nun ist er gestorben.

Für Kinder bleibt kein Geld mehr übrig.

35 Millionen Euro jährlich will die schwarzgelbe Regierung in Schleswig-Holstein einsparen, indem das gebührenfreie letzte Kindergartenjahr wieder gestrichen wird. Gut, dass wir theoretisch alle wissen, wie wichtig die Kindertagesstätten für die Kinder sind.

Mit dem kostenlosen dritten Kindergartenjahr sollte erreicht werden, dass die Kinder gemeinsam auf die Schule vorbereitet werden, gemeinsam experimentieren, spielen, vorgelesen bekommen, essen, Ausflüge machen etc.

Für den Halbtags (!)-Kindergartenplatz von Kind 2 haben wir um die 1500 Euro jährlich gezahlt. Das heißt, dass drei Viertel des Kindergeldes allein in die Kinderbetreuung flossen. Familien mit geringerem Einkommen müssen natürlich auch geringere Beiträge zahlen, allerdings ist der Wert jedes einzelnen Euros umso höher, je weniger die Familie insgesamt zur Verfügung hat. Die mögliche Folge: das Kind bleibt zur Vermeidung von Kosten zuhause. Und sieht fern.