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Fertig!

(Mit der Korrektur der letzten 23 Philosophieklausuren für das Jahr 2010 nämlich. Jetzt gibt's erst mal eine Weihnachtspause, bevor's am 3. Januar 2011 mit 37 Philosophie-Essays los geht ...)

Eine frohe Weihnachtszeit allen Leserinnen und Lesern!

Wikileaks und Kant.

Julian Nida-Rümelin zeigt im Artikel »Demokratie will Öffentlichkeit«, dass Kant in Zum ewigen Frieden die Transparenz (die, so die Anwendung auf die heutige Situation, beispielsweise Wikileaks herstellt) Bedingung der Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders von Staaten sei: »Es gebe keine geheimen Nebenabsprachen zu internationalen Verträgen, alles sei für alle Staatsbürger jederzeit transparent und kontrollierbar, die Regierenden vermieden jede Doppelzüngigkeit und verzichteten auf Geheimstrategien«, referiert Nida-Rümelin Kants Standpunkt.

Gelesen. McCreery / Del Col.

Conor McCreery, Anthony Del Col und Andy Belanger (Ill.): Kill Shakespeare. Vol. I: A Sea of Trouble. San Diego: IDW, 2010.

Hamlet begegnet in Richard III. Kellergewölbe den drei Hexen aus Macbeth, im weiteren Verlauf auch Jago, Falstaff und Julia …

Figuren aus Shakespeares Dramenkosmos tun sich in wechselnden Konstellationen und aus unterschiedlichen Gründen zusammen, um den Autor zu Änderungen im Sinne der Figuren zu zwingen. Leider trägt diese Idee nur so weit wie sie ganz nett ist – die Geschichte lockt, da sie nur in einer formlos wirren Aneinanderreihung von (meist bewaffneten) Begegnungen besteht, nicht zum Weiterlesen.

Bei Amazon angucken.

Blogger-Lobby?

Auf Spreeblick stößt Johnny Hausler erneut die Debatte um eine Vertretung für Blogger an. Hierzu schrieb ich:

»Einen Verband zu gründen ist nicht so sinnvoll, da es nicht um Interessenvertretung im Lobbyistensinne geht – dem Bloggen ist ja eben wesentlich, dass jeder eine Stimme hat.

Was der Blogger aber benötigt, ist so eine Art Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (à la Debeka): eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Versicherungsgesellschaft, die ausschließlich Rechtsberatung und -vertretung in blogspezifischen Fällen (d. h. auch in der notwendigen Geschwindigkeit z. B. im Falle von Abmahnungen) anbietet. Das (und nur das) ist die Leistung, die Blogger brauchen.«

Auf Oliver Gassners (huch?!: zuletzt mal im Usenet getroffen ...) Replik hin ergänzte ich:

»Sobald es um Meinungen und Einstellungen ginge, würde sehr schnell offenbar werden, dass es so viele Gemeinsamkeiten gar nicht gibt. Die Spaltungen und Distanzierungen wären schon vor Gründung absehbar. (Vielleicht bin ich auch nur zu realistisch pessimistisch.)

Jeder Blogger aber hat Interesse daran, dass er weiter bloggen kann. Das garantieren im Zweifelsfall keine vollmundigen politischen Statements (so richtig und wichtig sie sein mögen), sondern allein die Ausschöpfung rechtlicher Mittel über das Maß hinaus, das Otto Normalblogger sich zu leisten in der Lage sieht.«