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Von wegen »Digital Natives« …

da machen wir uns immer Gedanken, wie wir die S, die doch angeblich so netzaffin seien, erreichen könne – und dann hat zum Beispiel »Muffin«, die inzwischen als Bloggerin ganz auf unserer Spur ist, über das Buch (!) aus der Bibliothek (!) zum Bloggen gefunden

Pflegt Eure Schulbüchereien (die gern auch Medienzentren heißen dürfen), Eure Stadt- und Kreisbibliotheken!

Schulträger und Schule.

Als Freizeitpolitiker im lokalen Schulausschuss darf ich ein wenig die Geschicke der Schulentwicklung in unserem Ort mit beeinflussen. Wir Lehrkräfte wissen natürlich alle, dass Schulträger grundsätzlich böse sind, weil sie unserem Gestaltungswillen enge finanzielle Grenzen setzen – bis hin zur knappheitsbedingten Unerfüllbarkeit von Lehrplanvorgaben. Auch die andere Seite ist jedoch durchaus interessant zu erleben.

In der heutigen Schulausschussitzung beispielsweise ging es um ein zusätzliches Gebäude (Ersatz für Sporthalle plus Mensa etc.) für eine bestehende Gemeinschaftsschule. In einer früheren Sitzung war die Planung für das Gebäude angeschoben, in der letzten ein Entwurf vorgestellt worden. Offenbar wurde bei dieser Gelegenheit, dass Vorstellungen von Verwaltung und Selbstverwaltung nicht kongruent sind, sodass die Planung heute erneut (bei Teilnahme der Schulleitung) beraten werden musste. Die Selbstverwaltung brachte einen Antrag ein, die Verwaltung einen Beschlussvorschlag, die wiederum ein wenig auseinander lagen. In einem Kompromissvorschlag haben wir dann die Planung nach locker einstündiger Diskussion auf den Weg gebracht – eine Investition von vermutlich um die 6 Millionen Euro. Die eigentliche Planung wird allerdings erst jetzt durch ein Planungsbüro durchgeführt, auch werden der Bau- und möglicherweise auch der Stadtentwicklungsausschuss weitere Schritte initiieren und begleiten.

Was Schule (und erst recht Eltern und Schüler) möglicherweise erlebt/erleben: einen vielleicht als quälend langsam empfundenen Entscheidungsprozess, der nicht weit von dem entfernt liegt, was vorher beschlossen wurde.

Was ich erlebe und was mir imponiert: Vertreter und Vertreterinnen von CDU, SPD, Grünen/Bündnis90, FDP und FWE im dringenden gemeinsamen Bemühen um die beste Lösung. Keine Kungeleien, sondern echtes Bemühen. Auch ein Minderheitenvotum wird in der Sitzung ausführlich begründet und bedacht. Dabei trotz der Anwesenheit prinzipiell eitelkeitsfördernder Presse an keiner Stelle künstliche Profilierung, sondern ein gemeinsames Ringen um einen Kompromiss, der von allen Beteiligten in der Selbstverwaltung und der Verwaltung getragen werden und verwirklicht werden kann.

Astrein.

Einladungen zu Kiva.

Schon seit längerer Zeit befinden sich um die 100 US$ aus unserem Familienvermögen (Hüstel.) in steter Ausleihe an Menschen, die in fernen Ländern ihre Unternehmungen durch Kleinkredite finanzieren müssen – ich schrieb bei Gelegenheit darüber.

Momentan gibt’s auf Kiva eine begrenzte Menge an gesponserten Verleihaktionen, die dazu dienen, das Prinzip ausprobieren zu können, ohne eigenes Kapital zu riskieren. Wer mag, fühle sich also hiermit eingeladen.

(Auf Kiva Deutschland wird das Prinzip auch in unserer Sprache erklärt; Reiner Luyken hat einen seiner Kredite ein Jahr lang beobachtet.)