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Schulbetrieb.

Die Intensität schulischen Lebens erschließt sich nicht aus dem Betrachten des Unterrichtsgeschehens allein; die 32 Stunden Unterricht in dieser Woche (plus Vor- und Nachbereitung, Korrekturarbeit und Fortbildung am Wochenende) werden nicht das am stärksten Fordernde gewesen sein. –

Wir sehen uns Szenen aus der Verfilmung von Horváths Jugend ohne Gott an. Ulrich Mühe überzeugt als (ambivalent angelegter) Lehrer. –

Zuweilen scheint mir, die S nehmen die Fron schulischer Arbeit auf sich, um Zeit mit anderen verbringen zu dürfen, die noch nicht durch die Sorge um den Lebensunterhalt bestimmt ist. (Beurteilen und begründen Sie.) –

Noch am selben Tag erlebe ich ernsthaft gemeinsam an einer Aufgabe arbeitende S – so ungeschützt versinkend im Tun. Welch großes Vertrauen S doch haben! –

Über Disziplin nachdenken, im Philosophieunterricht. Klausur bot Kant dar. –

Stets erste Handlung des L nach Betreten des Klassenzimmers: das Öffnen des Fensters. In Wedekinds Frühlings Erwachen übers Zumauern der Fenster gelesen. S verstehen die Aussage. Wollen die Fenster trotzdem lieber geschlossen haben.

Ekel.

Zu Guttenberg ist ja gar nicht satisfaktionsfähig.

Und wenn meine geschätzte Wochenzeitung (im Papierabonnement) meint, in Gestalt ihres in diesem Handeln äußerst fragwürdigen Chefredakteurs Giovanni di Lorenzo nicht nur in ihrer Urteilskraft nicht immer sichere Altkanzler dauerinterviewen, sondern auch noch einem Blender und Betrüger die Steigbügel zu einem die Kanzlerkandidatur schon wieder anpeilenden Selbstexkulpationsritt halten zu müssen – dann lese ich doch lieber anmut und demut.

Laufen im Herbst.

Allein durch neblichte Felder, auf denen ich bereits gegen 16.30 Uhr Rehe aufstöre; es dämmert schon früh. Weiteres Wild im Prinzenholz. Stelle fest, dass meine bevorzugten Wege zum großen Teil nicht beleuchtet sind, weiche zuletzt vom Deefstieg auf die Ahornstraße aus, weil die Verletzungsgefahr, sieht man den Boden (und Senken) gar nicht mehr, steigt. –

Merken: die 3/4-Tight ist die richtige Bekleidung für einen entspannten und nicht überhitzten Lauf bei feuchten 7°C.

Sankelmark 2011 – »Comics für Lesende«.

Anlässlich der diesjährigen Herbsttagung »Jugendromane und Jugendfilm« des Fachverbandes Deutsch (Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg) im Deutschen Germanistenverband habe ich zweimal eine »Comics für Lesende« betitelte Arbeitsgruppe geleitet, in der es natürlich um Comics im Deutschunterricht ging – eine feine Erfahrung vor lernbereitem Publikum.

Zum Download hier der Theorieteil der Handreichung, die ich zum Schluss herumgegeben habe, hier das Literaturverzeichnis. Die vielen Folien zwischen diesen Abschnitten, die anhand vieler Beispiele den Informationsteil der Veranstaltung strukturierten, habe ich ausgelassen, da sie ohne die mündliche Kommentierung ohnehin keinen Wert haben und die Weitergabe vermutlich auch urheberrechtlich bedenklich ist. –

Das viele Essen in Sankelmark macht den Menschen behäbig, aber den Herbstmorgen am See zu erleben lohnt das frühe Aufstehen.

Poofende Piratenpensionäre.

»Wenn wir Stagnation wollten, würden wir FDP wählen.« (fefe)

Piratenwähler bemerken gerade, dass Parteien – gleich welcher Couleur – enorm behäbige Apparate sind, deren enorm behäbige Repräsentanten enorm behäbige Stellungnahmen produzieren können.

(Und ja, genau so ging es oft genug den Mitgliedern anderer Parteien, als die Piraten noch nicht en vogue, sondern Graswurzel-APO waren.)