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Laufen im Herbst.

Allein durch neblichte Felder, auf denen ich bereits gegen 16.30 Uhr Rehe aufstöre; es dämmert schon früh. Weiteres Wild im Prinzenholz. Stelle fest, dass meine bevorzugten Wege zum großen Teil nicht beleuchtet sind, weiche zuletzt vom Deefstieg auf die Ahornstraße aus, weil die Verletzungsgefahr, sieht man den Boden (und Senken) gar nicht mehr, steigt. –

Merken: die 3/4-Tight ist die richtige Bekleidung für einen entspannten und nicht überhitzten Lauf bei feuchten 7°C.

Sankelmark 2011 – »Comics für Lesende«.

Anlässlich der diesjährigen Herbsttagung »Jugendromane und Jugendfilm« des Fachverbandes Deutsch (Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg) im Deutschen Germanistenverband habe ich zweimal eine »Comics für Lesende« betitelte Arbeitsgruppe geleitet, in der es natürlich um Comics im Deutschunterricht ging – eine feine Erfahrung vor lernbereitem Publikum.

Zum Download hier der Theorieteil der Handreichung, die ich zum Schluss herumgegeben habe, hier das Literaturverzeichnis. Die vielen Folien zwischen diesen Abschnitten, die anhand vieler Beispiele den Informationsteil der Veranstaltung strukturierten, habe ich ausgelassen, da sie ohne die mündliche Kommentierung ohnehin keinen Wert haben und die Weitergabe vermutlich auch urheberrechtlich bedenklich ist. –

Das viele Essen in Sankelmark macht den Menschen behäbig, aber den Herbstmorgen am See zu erleben lohnt das frühe Aufstehen.

Poofende Piratenpensionäre.

»Wenn wir Stagnation wollten, würden wir FDP wählen.« (fefe)

Piratenwähler bemerken gerade, dass Parteien – gleich welcher Couleur – enorm behäbige Apparate sind, deren enorm behäbige Repräsentanten enorm behäbige Stellungnahmen produzieren können.

(Und ja, genau so ging es oft genug den Mitgliedern anderer Parteien, als die Piraten noch nicht en vogue, sondern Graswurzel-APO waren.)

Gelaufen. Und Pulsmessfehler.

Ein paar Tage bin ich nun aus unterschiedlichen Gründen (Regen, Keinezeit, Kopfschmerz, …) nicht mehr gelaufen, so waren meine Beine froh, sich heute mal wieder bewegen zu dürfen. Bei frischen 11°C – aber nahezu windstill – lief ich noch einmal in kurzen Klamotten, vielleicht zum letzten Mal – wer weiß, wie schnell der Winter kommt …

Die Waldwege sind herbstlich übersät mit Eicheln, Kastanien, Bucheckern, und überall schweben Blätter. Die Spaziergänger sind schon fest vermummt, lange Strecken meines Weges sind menschenleer. Die Seen – Dieksee und Kellersee – sind klar und wirken kalt, die Färbung der Bäume an entfernter liegenden Ufern spiegelt sich in den sanften Bewegungen des Wassers.

(Ja, ich würde gern ein Foto zeigen oder auch zwei. Aber Laufen heißt für mich, nicht mehr zu tragen als Laufkleidung und -schuhe. So wie Musikabspielgeräte nicht zum Laufen passen, sind auch mobile Telefone mit Fotofunktion nicht angemessen. Ihr müsst also Eure Vorstellungskraft nutzen. Falls das nicht mehr funktioniert, Google.)

Ob es der Menge an Lakritz und Gummibärchen, die wir bei der gestrigen Spielrunde (Elfenland plus Erweiterung) konsumierten, zu verdanken war, oder eher der langen Pause, weiß ich nicht; das Laufen jedenfalls war eine Freude, und so wählte ich einen Umweg nach dem anderen.

Zuhause, wusste ich, wurde Gulasch gekocht, und auch die Aussicht auf ein feines Mahl nach dem Lauf verlieh Kräfte … –

Die Pulsmessfehler meiner Uhr (Affiliate-Link), die ich bei den letzten Läufen feststellte (unerklärliche Peaks, unglaubhafte (vermutlich nicht zu überlebende) Werte), nachdem ich einen Batteriewechsel im Brustgurt vorgenommen hatte, waren wohl tatsächlich, wie in diversen Laufforen diskutiert, auf eindringende Feuchtigkeit zurückzuführen. In einem Forenbeitrag las ich den Tipp, den Batteriefachdeckel mit Silikonfett abzudichten – dies gibt es allerdings in unserem Haushalt nicht. Da ungewiss war, ob mein tauchender Nachbar schon wach war (Silikonfett wird, wie ich beim Nachlesen erfuhr, auch zum Abdichten von Tauchutensilien genutzt), habe ich stattdessen Neutrogena Handcreme (jaja, mit der norwegischen Formel und so) genutzt, die mir von der Konsistenz und Haptik her immer schon wie ein technisches Schmiermittel erschien. Und was soll ich sagen?: Es funktioniert.

Hier die Laufdaten und die Karte.

Steve Jobs (1955–2011).

Screenshot der Apple-HomepageSteve Jobs ist tot.

Seit 1992 nutze ich für selbstgesteuertes computergestütztes Tun ausschließlich Apple-Rechner. Sie haben mir das Arbeiten mit Computern (und dem Netz) vereinfacht und angenehm gemacht, waren stets funktionierende Werkzeuge in ästhetisch ansprechender Form.

Jobs' Denken war dem der meisten weit voraus – er war alles andere als bloß ein genialer Verkäufer. Er hat schon gehandelt, als andere noch nicht einmal gesehen haben.

Thanks, Steve.

Gelesen. Brandt.

Jan Brandt: Gegen die Welt. Köln: Dumont, 2011.

Buchpreisträgerbücher wollte ich ja eigentlich nicht mehr lesen, seit Verlage mit so etwas wie der Mittagsfrau Geld verdienen wollen. Nun habe ich aber schon das zweite für den Buchpreis nominierte Buch gelesen und bin wiederum angetan.

Zunächst war ich ja ein wenig grantig: wie kann ein Jungautor einen Roman über ein Städtchen in der norddeutschen Provinz schreiben und die Frechheit besitzen, es Jericho zu nennen, wo doch zumindest der Klang des Wortes dem Jerichow Cresspahls gehört? Aber sei's drum; das Buch ist natürlich ein ganz anderes, das zudem den Anklang an das biblische (!) Jericho nachvollziehbar begründet, und in vielem sehr beeindruckend ist – nicht so sehr in den Referenzen an Schullektüren von Biedermann und die Brandstifter bis zum Besuch der alten Dame, sondern vielmehr in der Schilderung sehr unterschiedlicher Lebensweisen und Interessengebiete, die die vielen wichtigeren und unwichtigeren Figuren prägen. Der Autor kann erzählen – und der Werdegang des Protagonisten, der sich vom Mitläufer zum Ausgestoßenen entwickelt, ist eindrucksvoll grausig normal beschrieben ...

Mithin: eine Leseempfehlung.

Buch bei Amazon angucken (Affiliate-Link).