Skip to content

Besoldung in Schleswig-Holstein.

Nachdem eine Landesregierung aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW meinen Kolleginnen und Kollegen und mir bereits zum wiederholten Male die Besoldung kürzen möchte (in diesem Fall geht es um die Festschreibung einer Erhöhung unterhalb der Preissteigerungsrate), hier der Link zur Mitzeichnung der Petition zur Übernahme des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst für Beamte, Richter und Staatsanwälte.

[Update: Wenn ein Server für öffentliche Petitionen vom Ansturm überrannt wird, kann er durchaus in die Knie gehen. Und wenn der Landtag »mit Hochdruck« an der Behebung des Fehlers arbeiten lässt, kann das schon einmal zwei Wochen dauern …

Die Demonstration findet am 24.4.2013 in Kiel statt. Technische Fehler sind bislang nicht vorauszusehen.]

[Update 25.4.2013: Tatsächlich ist nach nur wenig über zwei Wochen der Server wieder online …]

Mal wieder: Klassengrößen.

Zu Hokeys lesenswertem Artikel Die Klassengröße: Der Output ist’s, was zählt schrieb ich:

Danke für die ausführliche Gegendarstellung (zu der ich schon gar keine Lust mehr hatte), die ich so unterschreibe.

Auch wird in solchen Artikeln gern davon ausgegangen, dass Aussagen der Lehrkräfte unerheblich seien. Das Faktum, dass das Unterrichten in einer kleineren Klasse für Lehrkräfte meist angenehmer ist (mehr Zeit für die einzelnen S, allgemein geringerer Lärmpegel, weniger Störungen (die Vorrang haben), Möglichkeiten, methodisch zu variieren etc.), wird mit statistischen Aussagen beiseite gewischt, also ignoriert.

Die Aussage »l’enfer c’est les autres« (die Hölle, das sind die anderen) stammt aus dem Drama eines Lehrers, der möglicherweise seine S sehr genau beobachtet hat und wusste, was es für die introvertierteren Lernenden bedeutet, tagtäglich viele Stunden mit etlichen Gleichaltrigen eingesperrt zu sein.

Unter meinen S sind stetig mehr, die psychische Probleme haben (und auch das hat Gründe), auf die man sehr viel mehr als möglich eingehen müsste, für die der Unterschied beispielsweise zwischen gerade noch erträglichen 20 MitS und zu unerträglicher Enge führenden 30 MitS durchaus signifikant ist … für einen Landesrechnungshof, für eine Gesellschaft, für die Durchsetzungsvermögen eine Tugend ist, die Schwächen aber als Laster wertet, zählen derlei Argumente natürlich genau Null.