Skip to content

Gelesen. Regener.

Sven Regener: Meine Jahre mit Hamburg-Heiner. Logbücher. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2013.

Weihnachtsgeschenk von Kind 1.

Durch den Nieselregen laufen (und Jäger).

Gestern bei Zippels erworbene Mizuno Wave Inspire 10 (die hässlichste mir bekannte Inkarnation des Wave Inspire bislang) im Nieselregen eingeweiht; die Standardrunde durch Prinzenholz zu laufen war nicht möglich, weil dort die Sonntagsjäger ihrem Mordsvergnügen nachgingen. Ihre Fahrzeuge hatten sie natürlich alle auf dem die Landesstraße begleitenden Geh- und Radweg abgestellt, der damit ebenfalls versperrt wurde (auf der Straße darf man Autos ja nicht parkieren, weil dann der Autoverkehr behindert werden könnte; auf dem Grünstreifen zwischen Straße und Geh-/Radweg geht’s auch nicht, weil dann die Räder der (sämtlich geländegängig ausgelegten) Fahrzeuge möglicherweise dreckig würden; den Parkplatz ein paar Meter weiter schließlich kann man nicht benutzen, weil man dann zu weit zu Fuß gehen müsste und man es bevorzugt, mit dem jägergrün lackierten Zweitonner direkt vors zu jagende Wild zu fahren).

Genau 1 Vertreter der Jägerkumpanen besaß genügend Vernunft, eine Entschuldigung für angemessen zu halten (was natürlich noch nicht notwendigerweise beinhaltet, beim nächsten Mal anders zu handeln).

Lauf im Nieselregen war trotzdem klasse.

Laufen 2013.

Im Jahr 2013 gelaufen: 1542 km – meist in der Gegend, aber auch im Urlaub; 812 km dieser Strecke mit dem Mizuno Wave Inspire 9, 178 km mit dem Cabrakan 5 (bewährt bei fragwürdigen Bodenverhältnissen auf Feld- und Waldwegen sowie bei Regen oder Schnee), der Rest mit den jeweiligen Vorgängermodellen.

Gelesen. Pohl.

Klaus Pohl: Die Kinder der Preußischen Wüste. Zürich: Arche, 2012.

Oft nah am pathosbeladenen Kitsch, ärgerliche Stellen auch – und doch bleibt genug übrig, was des Lesens wert ist: wie die Geschichte den Menschen zusetzt und welche Macht der Einzelne hat gegen die Zeitläufte und die Unschöpfung im Namen der Ordnung (keine).

Hofstadter-Lektüre.

Zu Thomas Raus Artikel über Gödel, Escher, Bach schrieb ich:

Oh ja, ich erinnere mich (und habe von verschiedenen Lektürevorgängen nach wie vor einige Merk- und Lesezeichen in meinem Exemplar) sowohl an begeistertes Entdecken mir bislang fremder Denkgebiete als auch fast ebenso begeistertes Nochnichtverstehen (und einige von der gemeinsamen Lektüre angestoßene Gespräche). Der Schutzumschlag allerdings kommt mir unbekannt vor – kann es ein, dass Deine Ausgabe nicht die Verlagsausgabe bei Klett-Cotta, sondern eine Buchclubausgabe ist?

Schriftsteller gegen Überwachung.

Unter dem Motto »Die Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter« sprechen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus aller Welt gegen die Überwachung aus:

Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr. Deshalb müssen unsere demokratischen Grundrechte in der virtuellen Welt ebenso durchgesetzt werden wie in der realen.

Auch Du kannst den Aufruf lesen und solltest unterzeichnen.