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SPD Eutin: Aufbruch zu neuen Grenzen.

Des Schockwellenreiters Tutorial zu Frontier (Teil 1, 2 und 3) sowie, wie ich zugeben muss, ein wenig private Nachhilfe verhalf der SPD Eutin zu einer neuen Homepage. Ich habe sie ist komplett in Frontier erstellt, als (nicht unbedingt notwendiger zusätzlicher) Editor diente PageSpinner. – Herzlichen Dank nochmals, Jörg!

Google Scholar, Open Access und die Folgen fürs Verlagsgeschäft.

Wie das Wissen in das Internet kommt, erklärt uns die Technology Review: »Das Internet und neue Suchtechnologien [etwa Google Scholar] unterminieren die Argumentation der Wissenschaftsverlage, dass ihre hohen Preise nur den teuren Veröffentlichungsprozess reflektieren.«

Das Ende des Buchhandels?

In der Servicewüste Buchhandel betitelten Glosse begründet Jens Falk, »warum der Onlinebuchhandel zum Ruin von Ladengeschäften führen wird«.

Interessant sind vor allem zwei Aspekte, die zwar textartbedingt ein wenig überzeichnet sind, insgesamt aber das Problem treffend umreißen: zum einen die Karikatur des allerorten wenig kundenorientierten, eher behäbigen, technisch in guten Fällen erst in den 80er Jahren stehengebliebenen Buchhändlers (Ja, ich kenne Ausnahmen. Und ja: sie bestätigen die Regel.) und zum anderen die Folgerung, die man aus der Beschreibung der massenwareorientierten Sortimente der Großbuchhandelskettenfilialen ziehen muss: dass diese nämlich das Wenige, das die kleinen Geschäfte den Internetbuchhändlern voraus haben – individuelle Beratung und Schwerpunktsetzungen, Fachwissen, Fachwissen und Fachwissen (in den unterschiedlichsten Bereichen) – zugunsten der Beschäftigung von 400-Euro-Jobberinnen und der Wiederholung und Bestätigung des Mainstreams aufgeben.

Auf diese Art und Weise schröpfen die Großen aber zuerst die Kleinen (die dann schließen müssen), um nach einiger Zeit genauso dem Orkus entgegenzugehen: für immer das Gleiche in immer gleicher Darbietung brauche ich nicht mehr den Buchhändler – der Baumarkt tut's genauso (wie wir beim letzten Harry-Potter-Band erfahren durften).

Das auch nur ein wenig Speziellere ist in keinem Falle vorrätig, sodass man genausogut beim Internet-Buchhändler bestellen kann. Dass dieser letztendlich mitnichten schneller liefert, sondern – anders, als Falk darstellt – für eine Buchbestellung inklusive Lieferung gut drei, vier oder fünf Tage ins Land gehen können, ist eine andere Sache – der Eindruck des Kunden ist, dass er bei Amazon & Konsorten besser bedient wird.

(Tatsächlich betrifft die Kritik Falks überigens auch nicht nur den Buchhandel, sondern potentiell viele Bereiche des Einzelhandels und anderer Wirtschaftsbereiche – der Buchhandel hat nur das Pech, dass sein Produkt hervorragend über das WWW zu vermarkten ist.)

So erlischt allmählich eine Verkaufsform des Buches, die mit dem nach wie vor weltbesten Bestellsystem für Bücher – die wichtigsten Bücher von einem Tag auf den anderen, seltenere in spätestens zwei Wochen ohne jegliche Mehrkosten für die Besorgung – eigentlich hervorragend aufgestellt war.

Es tut mir sehr leid um einen fantastischen (nur viel zu gering bezahlten) Berufsstand und um diejenigen Buchhändler, die mit der Branche untergehen, obwohl sie hervorragenden Dienst am Kunden leisten.

Gelesen.

Arto Paasilinna: Der Sohn des Donnergottes. Bergisch-Gladbach: Lübbe, 2001.

Gelesen.

Fernando Savater: Tu, was du willst. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2001.

(Auf Anregung von Klaus Wöhler hin.) Daraus als Kommentar zur CDU-Debatte um das lebensnotwendige Maß an Patriotismus ein kleines Zitat von Montesquieu:

»Wenn mir etwas bekannt wäre, das mir nützen, meiner Familie aber schaden würde, so verbannte ich es aus meinen Gedanken. Wenn mir etwas bekannt wäre, das meiner Familie, nicht aber meinem Vaterlande nützen würde, so würde ich es vergessen wollen. Wenn mir etwas bekannt wäre, das meinem Vaterland nützen, Europa aber schaden würde, so sähe ich das Betreffende wie ein Verbrechen an, weil ich notwendig Mensch bin und Franzose nur durch Zufall.«

Gelesen.

Kurt Schlesinger: Die Sache mit Randow. Berlin: Aufbau, 2000.

Mucke.

Das neue Musik-Blog von Hella heißt in vermutlich nie stiller Reminiszenz I'm a Peeliever. Man darf erwartungsvoll gestimmt sein.

Und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mal auf die Dresden Dolls (QT, ziemlich groß) hinzuweisen.

Gelesen.

Friedrich Christian Delius: Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus. Reinbek: Rowohlt, 1995.

Gelesen.

Thomas Hettche: Nox. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995.

Ambitioniertes artifizielles Romänchen bar jeglicher Gefühle jenseits der Destruktivität.

Gelesen.

Edward Bulwer-Lytton: Das kommende Geschlecht. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch, 1980.

1864 erschien Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde; der Protagonist, Otto Lidenbrock, findet dort unten im Wesentlichen nichts. In Bulwer-Lyttons 1870 veröffentlichtem fiktiven Bericht hingegen wird eine Utopie ausgesponnen eines unter der Erde lebenden, durch eine besondere Kraft nahezu allmächtigen Volkes, das sogar für die Menschheit eine Bedrohung sein könnte ...

Gelesen.

Jens Sparschuh: Der Zimmerspringbrunnen. München: btb, 1997.

»Nett.« – »Mehr?« – »Nö.«