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Gelesen. Munroe.

Randall Munroe: What if? Serious Scientific Answers to Absurd Hypothetical Questions. London: John Murray, 2014.

Okay, xkcd ist bekannt, und vielleicht hat man den einen oder anderen Eintrag auf what if? auch schon mal gelesen. In Buchform aber (mithin konzentriert!) wird die lakonisch dargebotene großartig erschütternde Absurdität der Gedankenexperimente erst so richtig deutlich. Macht Laune.

Stöberempfehlung.

(Letzte Ein- waren natürlich Nachträge einer Lektürewoche London in einer per AirBnB vermittelten Wohnung mit vorzüglich bestückten Bücherregalen.)

Gelesen. Rothmann.

Ralf Rothmann: Im Frühling sterben. Berlin: Suhrkamp, 2015.

Eine schlichte Geschichte, ebenso erzählt: von zwei befreundeten Melkerlehrlingen, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, obwohl sie mit dem Regime und der Nazipropaganda nie etwas anfangen konnten, als SS-Männer zwangsrekrutiert doch noch Richtung Front getrieben werden. – Vielleicht ist es immer wieder notwendig zu schreiben, dass Krieg nichts Gutes bringt.

Für uns hier oben hat das Buch auch Züge eines Regionalromans: die Protagonisten stammen aus der Gegend: Glücksburg, Böklund, Sehestedt, Kiel, Plön und Malente sowie die Eider werden erwähnt; einer der Lehrlinge ist deshalb noch in Malente, weil er dort die Molkereilehranstalt, den Vorläufer der Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft besucht. Heute werden in der dort ansässigen Landesberufsschule unter anderem Milchtechnolog_innen und milchwirtschaftliche Laborant_innen ausgebildet.

Buch bei Amazon angucken.

Gelesen. Keun.

Irmgard Keun: Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften. München: Deutscher Taschenbuch, 1989 (EA 1936).

Vds mit der SPD.

Tscha, nun hat also die SPD auf ihrem Parteikonvent beschlossen, die Vorratsdatenspeicherung doch noch einzuführenwider besseren Wissens des Innenministers Heiko Maas, der in den letzten Tagen in öffentlichen Verlautbarungen zu einem der glühendsten Verfechter seiner persönlich verantworteten Version der Überwachung aller Bürger_innen geworden ist.

Menschlich ist das natürlich alles sehr bedauerlich, hat eine Menge mit Verbiegen können, möglicherweise gar Rückgratlosigkeit zu tun, und dürfte üble Folgen für die Selbstachtung haben.

Politisch heißt es nur, dass wir erneut auf das Bundesverfassungsgericht vertrauen müssen, das die Grundrechte eben nicht so hinwegwischt wie es mancher Innenminister so tut und manche Generalsekretärin im Interesse der Koalitionsräson es für richtig hält (statt sich um die Schärfung des SPD-Profils in Abgrenzung von der Union zu bemühen wie es ihre Aufgabe wäre).

Richard Gutjahr zum Thema.