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Gelesen.

Alexandra Marinina: Auf fremdem Terrain. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 2000.

Gelesen.

Arnaldur Indriðason: Nordermoor. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe Taschenbuch, 2003.

Arnaldur Indriðason: Todeshauch. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe Taschenbuch, 2004.

Koch und der SSW.

Andrea Diener entschuldigt sich für ihren Minusterpräsidenten (Tippfehler nicht beabsichtigt, passt aber - ein Etym! ein Etym!) und dessen brutalstmögliche Dummdreistigkeit.

Als Durchschnittsschleswigholsteiner nehme ich diese Entschuldigung mal an – denn wenn S-H in einer Angelegenheit beispielhaft wirken kann, dann ist es bei der heute selbstverständlichen Anerkennung der dänischen Minderheit, die sich in der Sonderregelung für den SSW manifestiert (egal, für wen er sich nun bei der Tolerierung entscheidet).

Unterrichtsbesuch.

Seit langer Zeit hatte ich heute mal wieder Besuch in meinem Unterricht und musste daher einen Unterrichtsentwurf schreiben.

In meinem Grundkurs des technischen Zweiges des Fachgymnasiums haben wir (des Schillerjahrs wegen) Die Räuber gelesen. In differenzierter Gruppenarbeit haben die Schülerinnen und Schüler Bestandsstücke der Exposition herausarbeiten sollen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die S Techniker sind, habe ich den analytisch-produktiven Teil mit Laptops bearbeiten lassen. Weitere feine Fügung: Die Ergebnisse der S kann ich auf dem USB-Stick mit nach Hause nehmen, ggf. korrigierend eingreifen und in der nächsten Stunde als Papierkopie mitbringen.

Auf meiner Materialienseite gibt's die Übersicht über die Stunde.

Lektüre für Philosophieeinsteiger.

Kürzlich fragte mich mal wieder ein Schüler nach Einsteigerlektüre für das Gebiet der Philosophie. Da dies öfter vorkommt, sammle ich hier Titel, die sich (mehr oder weniger) gut als Einsteigerlektüre eignen. Beim Lesen denken wollen muss man natürlich immer.

Nachgefragt: Philosophie. – Bei Amazon angucken.

Michael Wittschier: Abenteuer Philosophie. – Bei Amazon angucken.

Stephen Law: Philosophie – Abenteuer Denken. – Bei Amazon angucken.

Stephen Law: Philosophie – Denken ohne Grenzen. – Bei Amazon angucken.

Jens Soentgen: Selbstdenken. 20 Praktiken der Philosophie. - Bei Amazon angucken.

Thomas Nagel: Was bedeutet das alles?Bei Amazon angucken.

Bertrand Russell: Probleme der Philosophie. – Bei Amazon angucken.

Karl Jaspers: Einführung in die Philosophie. – Bei Amazon angucken.

Robert C. Solomon, Kathleen M. Higgins: Ein kurze Geschichte der Philosophie. – Bei Amazon angucken.

Roland Simon-Schaefer: Kleine Philosophie für Berenike. – Bei Amazon angucken.

Konrad P. Liessmann: Die großen Philosophen und ihre Probleme. – Bei Amazon angucken.

Gelesen.

Juli Zeh: Spieltrieb. Frankfurt am Main: Schöffling & Co., 2004.

Hm. Der Plot ist hanebüchen, die Grobstruktur mit der Rahmen- und Binnengeschichte unmotiviert, die Figuren allesamt traurige, die Geschichte hätte auch auf der Hälfte der Seiten erzählt werden können, zudem schmückt sie sich auf geradezu aufdringliche Weise mit Zitaten aus und Anspielungen an Musil wie Mann – so weit, so schlecht.

Mir hat der Roman trotzdem gefallen. Zum einen ist das Unternehmen an sich – Schilderung eines Schicksals eines intellektuell stets unterforderten Mädchens in einer vor allem schulischen Welt – mutig, zum anderen ist es nicht Aufgabe der Literatur, Figuren zu schaffen, die zur Identifikation dienen können. Das pseudohochbegabte Geschwätz der Protagonisten (Zauberberg, ick hör dir trapsen!) wie auch ihre Handlungsweisen inklusive Showdown sind natürlich an Realitätsferne kaum zu überbieten; die amüsierte und ironisch gebrochene Art der Beschreibungen Zehs allerdings entschädigen für Vieles und sind der Grund dafür, dass ich den Roman durchaus mit Gewinn geschmökert habe.

Ich werde Weiteres von ihr lesen.

Studiengebühren.

Meine Partei ist ja noch der Meinung, es dürfe keine Studiengebühren geben; an anderer Stelle wird behauptet, »Freier Zugang zum Erststudium ist Menschenrecht« (Junge Welt, via Schockwellenreiter). Man regt sich darüber auf, dass Studenten möglicherweise zum Beispiel 500 € pro Semester zahlen müssten.

Ich gebe zu, dass das schmerzlich wäre, weise aber darauf hin, dass beispielsweise unsere Kindergartenrechnung (für ein Kind, fünf halbe Tage wöchentlich) jährlich 1569,60 € beträgt – ein sogar noch etwas höherer Beitrag als die bislang diskutierten Studiengebühren, der allerdings noch keinen Studenten auf die Straße getrieben hat.

Wenn man davon ausgeht, dass, wie die einschlägigen Bildungsstudien zeigen, in vorschulischer Zeit die eigentlichen Weichen für den Bildungserfolg der Kinder gelegt wird, wäre es sinnvoll, die Gebührenfreiheit für den Kindergarten zu fordern.

Mir leuchtet das Argument ein, dass bei gebührenfreiem Studium letztendlich die Verkäuferin dem Arztsohn das Studium zahlt. Und ich vermute auch, dass es über pfiffige Gebührenmodelle unter Beteiligung des Staates auch möglich sein müsste, die Chancengleichheit gegenüber der heutigen Ungleichheit noch zu verbessern – wenn, ja, wenn man denn im Kindergartenalter anfinge und nicht gerade die Kinder der nicht Bildungsbeflissenen nur zuhause vor der Glotze säßen, sondern in den Tagesstätten Chancen erhielten, die ihnen heute verschlossen bleiben.