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GnuPG unter Mac OS X.

Eine hervorragende Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation von GnuPG auf dem Mac für unerfahrene Nutzer hat Markus Voelkel zusammengestellt.

(Eine weitere Anleitung findet sich übrigens hier.)

Mit den zugehörigen Skripten für Eudora ist das Ver- und Entschlüsseln dann sehr einfach, wenn auch immer noch ein extra Schritt, der zu oft verhindert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: dass nämlich außer den beiden, die es angeht, niemand anders die Kommunikation zu verfolgen in der Lage ist.

Abwahl.

Heide Simonis ist nun gestern nicht zur Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins gewählt worden. Wie ist das zu bewerten?

Abseits der politischen Entscheidung ging es gestern schlicht darum, eine Vereinbarung offiziell zu bestätigen, die durch den Koalitionsvertrag mit den Grünen bzw. mit dem Tolerierungsvertrag mit dem SSW die Verlängerung der Dienstzeit von Heide Simonis miteinschloss. Diese Vereinbarung ist unter Einbeziehung aller Abgeordneten erarbeitet worden, jeder hat die Möglichkeit gehabt, sich zu beteiligen und seinen Unmut über die Fortführung der Amtszeit zu äußern. Das ist nicht geschehen. Auch in den Probeabstimmungen in den Fraktionen gab es niemanden, der Simonis seine Stimme nicht gegeben hätte.

Wenn dies nun in der öffentlichen Abstimmung erst geschieht, und zwar nicht ein-, sondern viermal, dann handelt der Betreffende in großer Feigheit und in Unfairness. Feigheit, weil zum Berufsbild für Politiker gehört, dass diese für ihre eigene Meinung auch einstehen, Unfairness, weil Heide Simonis sich, indem sie sich zur Wahl stellt, ins Vertrauen der Abgeordneten stellt: sie tut dies für sich (natürlich), aber sie tut dies auch für die Mitglieder der Grünen, des SSW und der SPD. Mindestens letztere stehen für ihre Wähler in der Pflicht, für eine Ministerpräsidentin Heide Simonis zu stimmen.

Dies nun zum Beispiel mit Schadenfreude zu betrachten, ist nun wiederum ein wenig peinlich. Sich aus allem heraushalten, von außen die Politik als per se falsch zu kennzeichnen, kann die Lösung doch nicht sein. Es geht hier in der Tat nicht um Politik, sondern um ethische Grundlagen des Zusammenlebens und -arbeitens.

Dabei ist es völlig unwesentlich, welche politische Lösung nun gefunden wird: die Enttäuschung gestern war eine menschliche, die Abgeordneten des SSW, der Grünen und der SPD können nun nicht mehr vertrauensvoll zusammenarbeiten, denn stets wird die Frage im Hintergrund stehen, ob derjenige, mit dem man redet, der Falsche gewesen sei. Mich schauert's bei dem Gedanken. Andere freuen sich darüber.

Je nun.

Gelesen.

Klaus Kordon: Die roten Matrosen. Weinheim/Basel: Beltz, 1984.

Drama on Demand.

Der Formal Dramatische Phrasen-Drescher erzeugt mittels eines uralten Programms Dramen, die in ihrer Absurdität amüsant sind. Zur Illustration ein Beispiel aus "Aristoteles des quadrante":

[...]

Descartes [küßt Lévinas]: was du eigentlich quasi nun sagst?

Lévinas: geh! – weshalb muß das sein?

Luhmann: wird Descartes wahrscheinlich nicht Lévinas, so brauch ich scheinbar gehalt, jawollja. {erwürgt Nietzsche} salü.

Lévinas: [bittend laut] lasst uns das angenehme thema wechseln. niederträchtig. da las vegas, am rande bemerkt, besser wäre, ist oberhof, am rande bemerkt, besser, bist du nicht der meinung, Heidegger?

Luhmann: lange rede kurzer wahnsinn. bekanntermaßen offensichtlich. ist ein killer. dein wort in gottes ohr.

Descartes: Nietzsche ist abgekratzt. Hegel philosophiert wieder.

Luhmann: yupp!

[...]

... das hat schon 'was.

Altern.

Mit Kindern wird man sich des Alterns bewusst: ein Bezugspunkt scheint auf, der einem vor Augen führt, wie alt man ist, wenn das Kind x, y oder z Lebensjahre zählt. Dass man über 20 oder gar über 30 Jahre älter ist als das Kind – Zeitspannen, die für das Kind nun wiederum ganz unbegreiflich lang erscheinen.

Ein weiteres Mittel, sich des eigenen fortgeschrittenen Seins zum Tode zu versichern, ist die regelmäßige Lektüre von nothing. wie wir langsam uncool werden. ein offenes weblog über den ekel vor dem eigenen verfall, das hiermit zur Überprüfung von allfälligen Übereinstimmungen empfohlen sei.

Archivseiten in Weblogs.

Perun beschreibt, wie er seinem Wordpress-Blog Archivseiten beibringt.

Mir erschließt sich sein Ansatz nicht ganz, denn statische Seiten sind die entstehenden ja nicht wirklich: nach wie vor funktionieren sie nur mit Hilfe der MySQL-Datenbank im Hintergrund, die mittels PHP abgefragt wird. Genau dies jedoch ist ja der Nachteil, der zum Beispiel eine Migration auf andere Server schwierig werden lässt und was derley Unannehmlichkeiten mehr sind.

An sich überzeugt mich der Ansatz echte statische Seiten erzeugender Systeme wie Radio Userland oder der Open-Source-Version von Frontier eher – und an sich kann es (für Kenner) doch auch nicht so schwer sein, WP beizubringen, statische Seiten (also die vom PHP-Code erzeugte HTML-Datei) in einem definierten Archivverzeichnis abzuspeichern.

Wordpress 1.5.

So, nachdem ich mich mit einem dummen Konfigurationsfehler meinerseits stundenlang aufgehalten habe, ist WordPress 1.5 nun installiert. Das Layout ist noch das Standarddesign; ich werde in den nächsten Tagen so nach & nach daran basteln, auf dass das Blog wieder aussieht wie ein Teil meiner Site.

[Update:] Die Hauptseite stimmt nun weitgehend; die Archivseiten muss ich noch zurechtfrickeln. Dass WP durch die Aufteilung der einen das Template bestimmenden index.php-Datei in mehrere .php-Dokumente nun einfacher zu beinflussen wäre, würde ich nicht unbedingt bestätigen wollen.

Sehr hilfreich allerdings ist der WordPress Codex, in dem zum Beispiel die ganzen PHP-Tags, die in WP verwendet werden können, gründlich dokumentiert werden.

Gelesen.

Alexandra Marinina: Auf fremdem Terrain. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 2000.

Gelesen.

Arnaldur Indriðason: Nordermoor. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe Taschenbuch, 2003.

Arnaldur Indriðason: Todeshauch. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe Taschenbuch, 2004.

Koch und der SSW.

Andrea Diener entschuldigt sich für ihren Minusterpräsidenten (Tippfehler nicht beabsichtigt, passt aber - ein Etym! ein Etym!) und dessen brutalstmögliche Dummdreistigkeit.

Als Durchschnittsschleswigholsteiner nehme ich diese Entschuldigung mal an – denn wenn S-H in einer Angelegenheit beispielhaft wirken kann, dann ist es bei der heute selbstverständlichen Anerkennung der dänischen Minderheit, die sich in der Sonderregelung für den SSW manifestiert (egal, für wen er sich nun bei der Tolerierung entscheidet).