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Gelesen.

Christoph Ransmayr: Die letzte Welt. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1991.

Erneute Lektüre der Schule wegen: im Halbjahresthema »Moderne und Postmoderne« sind wir im Grundkurs Deutsch jetzt bei letzterer angelangt, und Christoph Ransmayrs auch nach 16 Jahren noch eindrucksvoller Roman (Buch bei Amazon angucken) soll den S als Beispiel dienen.

Ich rechne mit so einigen Verständnisschwierigkeiten, weil die an sich simple Fabel vielfältig verstellt wird: die nicht eindeutige zeitliche Situierung, das Spiel mit fiktiver Realität – einem detektivisch agierenden Protagonisten – und realitätsferner Fiktion – die Verwandlungen von Figuren –, die Variation der als Folie stets präsenten Metamorphosen des Ovid ... all das, was den geübten Leser freut, ist für S nur mit Schwierigkeiten einzuschätzen. Aber schließlich gehen Oberstufenschüler auch nicht in die Schule, um es leichter zu haben als andere.

(Ergänzend lese ich zur Zeit übrigens

Peter V. Zima: Moderne/Postmoderne. Stuttgart: UTB, 1997.

Alles Wichtige zu diesem Buch (bei Amazon angucken) hat Christian Köllerer schon hier gesagt. Es ist zu empfehlen.)

Gelesen.

Michael Ebmeyer: Achter Achter. Köln: Kiepenheuer und Witsch, 2005.

(Und immer auf der Suche nach guter neuer schultauglicher Literatur …) Stellenweise nett und treffend, aber wirklich gut? Nö.

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Gelesen.

Haggard, SieHenry Rider Haggard: Sie. Hildesheim: Benu, 2004.

Ein wilder Abenteuerroman aus dem Jahre 1887 in kolonialem Geist: ein schöner, junger, wohlgebildeter und finanziell unabhängiger Engländer reist mit seinem hässlichen (aber starken, gelehrten und höchst integren) Vormund nach Afrika, um im Land der Wilden eine alte Zivilisation mit einer unsterblichen, überirdisch schönen Königin aufzusuchen, die in ihm einen wiedergeborenen Geliebten zu erkennen meint.

Mehr beim Verlag.

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Gelesen.

Bönisch, RocktageDana Bönisch: Rocktage. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2003.

Ein studentischer Werther durchlebt das ihm literarisch vorgezeichnete Sein zum Tode.

Was gelungen ist: sowohl humoristische Szenen als auch die Schilderung einer unglücklichen Liebe, eines Fremdseins in der Welt. Die Einbindung der Musik in das Geschehen.

Was nicht gelungen ist: das gewollt Bedeutungsschwere: dass der Protagonist ausgerechnet »Puck« heißen muss. Die Erwähnung eines imaginären Herrn Goethe, der den Protagonisten von Zeit zu Zeit zu treffen scheint (anders als bei Plenzdorf ist diese Verbindung gänzlich unmotiviert und unnötig).

Insgesamt aber ein trotz dieser Schwächen sympathisches Buch.

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Gelesen.

Winfried Bruckner: Tötet ihn. Baden-Baden: Signal-Verlag Hans Frevert, 1967.