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Über das Lesen.

Schon im Februar las ich im Lanier. Erst jetzt – da die deutsche Ausgabe erschienen ist – habe ich die Lektüre beendet. Warum so spät?

Das Buch besteht aus fünf Teilen mit bis zu fünf Kapiteln; die einzelnen Kapitel sind überdies in kleine Abschnitte unterteilt, die meist weniger als eine Seite ausmachen. Der Stil Laniers ist – obwohl seine Grundthese klar wird – eher assoziativ, und so passiert es dem Leser leicht, dass er (und ich sehe das nicht negativ) abschweift und das Buch auch mal in Gedanken zur Seite legt, um der Hecke beim Wachsen oder dem Kaminfeuer beim Flackern zuzusehen. So geschieht es allerdings nicht nur dem Lanier (wenn auch Sachbüchern generell eher als Romanen).

Zeitungen, Zeitschriften und andere Bücher kommen hinzu und so bildet sich neben dem Lesesessel (und/oder im Arbeitszimmer) ein Kultursediment, das nur unter Schwierigkeiten wieder gänzlich aufzulösen ist. Manchmal gerät ein Buch auf diese Weise längere Zeit in Vergessenheit, neue Lektüren nehmen den Platz der alten ein; überraschend tauchen zuweilen die vernachlässigten wieder auf. Manchmal wird man an die Lektüre erinnert, angestoßen, sie doch fortzusetzen. Und so ganz gemächlich geschieht es dann auch.

An unterschiedlichen Orten im Haus liegen begonnene Lektüren. Einige werden bald, andere irgendwann, wenige vielleicht nie wieder zur Hand genommen.

Es gibt Menschen, die lesen immer ein Buch zur Zeit. Ist die Lektüre beendet, darf das nächste Buch begonnen werden. Für so etwas bin ich zu undiszipliniert.

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Kommentare

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Matthias Mader am :

*"Kultursediment" - das ist schön gesagt. Ich bin ja auch so ein Parallel- und Kreuzleser. Das gibt die wunderbarsten Verbindungen und Überraschungen, wenn etwa Zeitschriften irgendwann wieder an die Oberfläche kommen - und sichmanchmal schon selbst erledigt haben. Oder immer noch gut sind ...

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