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Gelesen.

Georg Klein: Die Sonne scheint uns. Reinbek: Rowohlt, 2004.

Auf der Perlentaucher-Seite hast du ja vielleicht schon nachgesehen. Nach wie vor ist Kleins Formulierungskunst großartig und erschreckend, immer wieder neu und dabei typisch Klein. Ich hatte auch schon Libidissi und Barbar Rosa gelesen und war ganz erfreut, dass schon wieder ein neues Buch von Klein erscheint, doch Begeisterung will bei mir diesmal nicht so recht aufkommen (aber ich bin auch ein mäkeliger Leser):

natürlich ist auch dieser Roman wieder hochartifiziell, doch erscheint die Handlung wie verschüttet in überbordender Formulierungslust. Insofern trifft das, was von der letzten Rezension wiedergegeben wird --

»Schließlich stelle Kleins Buch Satz für Satz die Möglichkeiten seiner Formulierungskunst aus. Darin sieht Bartmann die Stärke und zugleich die Schwäche von Klein. Er wolle in jedem Satz aufs Ganze gehen, dabei müsse es in der Prosa auch unbetonte, dienliche, unauffällige Sätze geben, damit es mit der Geschichte voran gehe. "Hier aber", resümiert der Rezensent, "ist jeder Satz ein Weltmirakel."« --

den Punkt. Zudem habe ich mir von der Reminiszenz an den Horrorroman, von der allerorten geschrieben wird, mehr versprochen; hier bleibt Klein sicher hinter seinen Möglichkeiten zurück, seine beiden vorigen Romane variieren ihr jeweiliges Muster interessanter und treffender.

So viel hätte ich allerdings bei einem nicht lohnenden Buch nie gemäkelt, sondern die Ablehnung in einem Wort formuliert. :-) Klein ist schon ein Könner.

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Kommentare

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Markus Kolbeck am :

*Und? Wohin zeigt der Daumen? Ich habe damals Libidissi mit Vergnügen gelesen, dann aber noch bei keinem weiteren Buch zugegriffen. MK

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