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Sparen an Bildung.

Die Telepolis schreibt über Bildungspolitik mit dem Rotstift.

Seit Jahren schon ist jede Veränderung im früheren Einflussbereich der Kultusministerien nicht mehr durch pädagogische Einsicht, sondern durch den Finanzminister quasi nebenbei bestimmt worden. Dass dies Schülern, Lehrer und dem Schulsystem insgesamt nur schaden kann, stört kaum jemanden, schon gar nicht die politisch Verantwortlichen.

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Kommentare

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Lisa Rosa am :

*Tja. Das ist wieder ein schöner Nachweis für die Miß-Steuerung in der Bildungspolitik.
Was aber das Lehrerarbeitszeit-Modell nach Mummert und Partner angeht: Darunter ächzt die Hamburger Lehrerschaft. Es wurde nämlich genau ausgerechnet, wieviel Minuten pro Klassenarbeit Korrigieren verbrauchen darf, und viele wichtige Arbeitsleistungen - Elterngespräche, v.a. Gespräche mit Schülern in der Pause (die Pausen zwischen den Unterrichtsstunden werden nicht als Arbeitszeit gerechnet). Heraus kam: eine Erhöhung der Unterrichtsstunden bei mir von ehemals 24 Stunden auf letztens 30 pro Woche. In zwei hoch aufwändigen Fächern. 400 Schüler zu betreuen. Tja. Das ist wohl nicht der richtige Weg.

Hanjo am :

*Wann immer Zeiten für bestimmte Tätigkeiten definiert werden, ist offensichtlch, dass wieder finanzielle Interessen entscheidend sind: wie viel Zeit Ihr für eine Korrektur brauchen dürft, bestimmen wir (das Ministerium), der Rest ist wieder Privatsache. So ist es allerdings im klassischen Modell ja auch, in dem angenommen wird, die Pflichtstunden + Korrektur und andere Pflichtaufgaben ergäben nicht mehr als normale Arbeitszeit. Jeder engagierte Lehrer weiß aber, dass es nicht so ist.

Welche Fächer unterrichtest Du denn, dass Du von dem Modell so benachteiligt wirst?

Lisa Rosa am :

*Musik, Politik, Geschichte.
Aber ich kenne KEINEN einzigen Lehrer, der von der neuen Arbeitszeitberechnung eine Entlastung hätte. ALLE arbeiten entweder die gleiche Pflichtstundenzahl wie vorher, die meisten aber haben eine Erhöhung. Am schlimmsten sind die Sportlehrer dran, weil sie ja nicht korrigieren müssen. Daß ihre Lärmbelästigung dafür um ein vielfaches höher ist als im Matheunterricht spielt dabei überhaupt keine Rolle. Berechnet haben Mummert und Partner so, als stünden wir am Fließband und würden Deckel auf Flaschen drehen.

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