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Mal wieder: Rechtschreibreform.

Anlässlich der Rückkehr des Spiegel zur alten Rechtschreibung schrieb ich im vergangenen August: »Der konservativ revoluzzende Avantgardismus von Springer und Spiegel ist vor allem eins: bedauernswerte, gernegroße Heldenthümeley«.

Dies bewahrheitet sich nun, da der Spiegel mit der Nummer 1/2006 wieder zur neuen Rechtschreibung zurückkehrt, was umso mehr erstaunt, als in der dazugehörigen reformkritischen Geschichte (Druckausgabe p. 124–132) analysiert wird, es sei »die Einheit der Schriftsprache zerstört«, »selbst Widersinniges [scheine] richtig«.

Die Wissenschaftsministerin Brandenburgs, Johanna Wanka, wird zitiert:

»Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.«


Das Urteil des Spiegel hierzu:

»Es ist ein erstaunlicher Satz. Es ist das Eingeständnis einer großen Niederlage.«


Vor diesem Hintergrund ist es dann natürlich nur konsequent, dass der Spiegel jetzt wieder reformiert schreibt.

(So, und nun geht's wieder an die Klausurkorrekturen. Nach neuer Rechtschreibung, latürnich.)

[Update 5.1.2005: Der Schockwellenreiter hat die Onlineversion des Artikels gefunden. Danke.]

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