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Gelesen. Salzmann.

Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein. Berlin: Suhrkamp, 2021.

Der Titel ist ja mal doof: ein von einer Nebenfigur genutztes Čechov-Zitat als marketingkonformer (Auf Erden sind wir kurz grandios, Im Wasser sind wir schwerelos, …) Langtitel, der alles & nichts bedeuten kann, im Buch selbst auch gar keine positive Bedeutung hat, sondern als dünkelbehaftete Zurechtweisung »gedonnert« wird (vgl. ebd., 121) – was soll das? Fast bin ich überzeugt, der ursprüngliche Titel, von dem die Autor*in im Abspann schreibt, er sei »albern« (ebd., 383) gewesen, könne nur besser gewesen sein, denn was ist der tatsächliche denn eben das?

Aber abgesehen davon (und vielleicht kann die Autorin nichts dafür, sondern es war die PR-Abteilung von Suhrkamp am Werke) ist dieses Buch erneut ein rundherum erfreuliches: nicht unbedingt vom Erzählten her, das, als eine Realität abbildend, diese auch in ihren negativen Facetten schildert, Historie in der Geschichte in ihren Auswirkungen dokumentiert, aber in der Art & Weise des Erzählens von überaus lebendigen, also auch fehlerhaften Figuren.

Ja, das solltest Du auch lesen.

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