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Gelesen. Seiler.

Lutz Seiler: Stern 111. Berlin: Suhrkamp, 2020.

Einem Kollegen mailte ich dazu:

Bin erst knapp halb durch. Ist bislang nicht schlecht, aber auch nicht ganz groß, wenn stellenweise auch von feinem Sprach- und Handlungswitz, finde ich (bislang). Dokumentarischer Wert in Bezug auf die Bewahrung einer Szene (Hausbesetzer, Oppositionelle, Drop-Outs [,Künstler]) und der Stimmungen in der Wendezeit. Das mag ich. Lässt die Figur Kruso aus »Kruso« wieder auftauchen. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Tatsächlich war es erst etwa ein Drittel, das ich gelesen hatte, und die stärkeren zwei Drittel folgten dann noch, aber insgesamt kann dieses ambivalente Urteil bestehen bleiben. Es gibt gelungene Stellen, auch in ihrer drastischen Poetizität (etwa eine fliegende Ziege als Ostberliner Variante des magischen Realismus), aber auch Redundanzen, es gibt schöne und großartige Stellen, aber auch Längen. Insgesamt wohl lesenswert, aber nicht so kraftvoll wie im letzten Jahr etwa zur gleichen Zeit Sibylle Bergs GRM. Brainfuck.

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