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Gelesen. Solstad.

Dag Solstad: Elfter Roman, achtzehntes Buch. Übertragen von Ina Kronenberger. Zürich: Dörlemann, 2019.

Man soll dieser Tage ja mehr Norweger*innen lesen und der Solstad-Titel lag gerade in der Buchhandlung rum und so banal der Vorgang des Sehens, Auswählens, Mitnehmens, Bezahlens, Einsteckens, so banal das im Buch erzählte Geschehen, das man als radikal nihilistisch, aber auch als zusammenhangs- und formlos ansehen kann, möglicherweise die Kontingenz und damit die Unerheblichkeit des Alltagslebens als überraschende Erkenntnis präsentieren will, mit einer Pointe, die möglicherweise bedeutsam sein soll, tatsächlich aber dem insgesamt Unerfreulichen nur ein Plastediadem reicht, auf dass es sich krönen möge.

Eine Chance bekommt Solstad noch.

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