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Gelesen. Euripides.

Euripides: Medea. Übersetzt von Karl Heinz Eller. Stuttgart: Reclam, 1983.

(Besucht man eine Fortbildung zu Christa Wolfs Medea. Stimmen, wird in Diskussionsbeiträgen gern in simpler Schwarzweißzeichnung die frauenfreundliche Darstellung Wolfs gegen die vermeintlich frauenfeindliche Euripides’ (die auch nicht jeder wirklich zu kennen scheint) ins Feld geführt. Im Nachwort zur oben angeführten Übersetzung wird die These vertreten, dass das möglicherweise so gar nicht richtig sei, vielmehr schon die außergewöhnlich ausführliche Darstellung des existenziellen Konflikts, den Medea mit sich selbst austrägt, ein für die Zeit ausnehmend positives Signal dargestellt habe [vgl. Nachwort, 132]. Damit wäre das Drama deutlich weniger zeitgeistkonform gewesen als Wolfs Erzählung in den 1990er Jahren.)

Digitale-Schulbuecher.de ist in echt ja eigentlich eine hervorragende virale Marketingmaßnahme für das gedruckte Buch.

Die gemeinsame Plattform der Schulbuchverlage ist online und natürlich habe ich sie auch gleich ausprobiert. Hinterher versuchte ich zunächst, die Erfahrung zu verdrängen. Andere sind da klüger und stellen sich ihren Traumata:

Damian Duchamps schreibt einen langen Artikel über die Erfahrungen, die man beim Testen durchleben darf – und ich habe kommentiert:

Read the Printed Word!
Ich habe mich eine halbe Stunde mit dieser Plattform beschäftigt (bin also nicht so weit gekommen wie Du) und weiß nun, dass mindestens ein Jahr vergehen wird, bevor ich ihr versuchsweise noch einmal eine halbe Stunde schenke.

Der primäre Gedanke beim Entwurf des Verkaufstresens war offenbar der der Sicherung vor unberechtigten Kopien. Geld gebe ich aber nur für Produkte aus, die mit dem Gedanken an möglichst vielseitige und einfache Nutzbarkeit entworfen wurden. Solange ein E-Book schlechter ist als ein echtes (obwohl es den technischen Möglichkeiten nach viel besser sein könnte), ist es seinen Preis nicht wert.