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Gelesen. Johnson / Grass / Grass.

Uwe Johnson, Anna Grass und Günter Grass: Der Briefwechsel. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007.

Im Jahr 1965 trat Günter Grass auf einer Reihe von Wahlkampfveranstaltungen für die SPD auf. Aus den Einnahmen finanzierte er fünf Bibliotheken für die Bundeswehr. Die Auswahl der Bücher übertrug er Uwe Johnson mit dem Ziel einer »richtigen Mischung aus lesbarer und dennoch anspruchsvoller Literatur, Nachschlagewerken aufklärender Art, gut ausgewählten Kriminal- und Unterhaltungsromanen.« [Ebd., 55]

Ausschnitt aus der BücherlisteWer die Liste heute liest, dürfte von allem über den Maßstab stolpern: kaum ein Titel ist in heutigem Sinne der unterhaltsamen, möglicherweise bestsellertauglichen Literatur zuzuordnen; selbst die einfacher lesbaren Titel sind eher für Literaturinteressierte einfacher lesbar. War Johnsons Auswahl – nebenstehend ein Auszug – vielleicht schon damals zu hoch angesetzt oder hat sich unser Maßstab so verschoben?

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