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G8 und G9.

Nachdem G8 in Schleswig-Holstein (wie anderswo) aus rein ökonomischen Gründen ohne Rücksicht auf pädagogische Bedenken eingeführt wurde, hat man in den letzten Jahren völlig überraschend erkennen dürfen, dass eine kürzere Schulzeit weniger Zeit zum Lernen (und weniger Zeit für gesellschaftlich erwünschte Nebentätigkeiten von Schülerinnen und Schülern) bedeutet.

Dass die gleiche CDU, die für die Einführung von G8 stand, nun die Rückkehr zu G9 organisiert (und auch für diesen Programmpunkt gewählt wurde), ist natürlich ein Witz; dass Lehrpersonen aber, die für die Organisation von derlei Hin & Her wertvolle, im Regelfall nicht gesondert vergütete Arbeitsstunden haben verwenden müssen, diese nun als verschwendet ansehen und bei der nächsten Reform vielleicht eher gebremst freudig agieren, dürfte sich von selbst verstehen. Dabei sind viele Neuerungen, die im Zuge der Einführung von G8 in den Schulen eingeführt wurden (Unterstützungskurse, Doppelstundensystem etc.), weiterhin sinnvoll – ebenso wie die Rückkehr an sich. Wenn aber Ministerien deutschlandweit so blind absehbare Probleme herbeiführten, spricht dies nicht für hervorragende Expertise. Der nun prognostizierte Lehrkräftemangel an Grundschulen ist ein weiterer Hinweis auf optimierbare Planung.

Demgegenüber bis ich immer wieder erstaunt, was vor diesem Hintergrund in den Schulen vor Ort an guter Praxis gedeiht.

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