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Lars Gustafsson (1936–2016).

Gustafssons Bücher gehören zu meinen langjährig Vertrauten; seine Pentalogie »Risse in der Mauer« habe ich einzeln, nachdem ich vor vielen Jahren die Wollsachen geschenkt bekam, mehrfach gelesen, auch der beispielsweise in Herr Gustafsson persönlich dargestellten Verbindungen zur deutschen Literaturszene der sechziger und siebziger Jahre wegen. Das seltsame Tier aus dem Norden und andere Merkwürdigkeiten ist nach wie vor besonders und empfehlenswert.

Seinem Schreiben war stellenweise Eitles nicht fremd, gleichwohl war die Lektüre intellektuell anregend, weil philosophisch unterfüttert. – Seine späteren Romane waren mir weniger nahe; sie schienen mir bei aller eher zunehmenden souveränen Routiniertheit des Schreibens weniger wichtig.

Zur Zeit lese ich anderes, doch eine Erinnerungslektüre steht an.

Es ist ein Jammer. Aber »wir fangen noch mal an. Wir geben nicht auf«.

– Ein Nachruf von Wolf Lepenies.

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Kommentare

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Markus Kolbeck am :

*Auch ich bedaure seinen Tod. Bei Autoren, deren Werk man zu weiten Teilen kennt und die man sich zu eigen gemacht hat, die einen begleitet haben, fällt der Abschied immer schwerer als bei den anderen Verstorbenen aus Politik und Wirtschaft. Immer auch hoffe ich bei diesen alten Haudegen: bittebitte noch 1 schönes Alterswerk. Gelingt und passiert allerdings zu selten.

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