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Gelesen. Berg.

Sibylle Berg: Vielen Dank für das Leben. München: Deutscher Taschenbuch, 2015.

Aus dem Stapel zu lesender Bücher vorgezogen aufgrund der starken Rezension (mit faszinierenden Bildern und Videos aus mir fremdem Kulturgebiet) von Dorothea Studthoff, Suhrkamp.

[Update ein paar Stunden später:] Das Buch ist mitfühlend böse und bitter wahr; es zeichnet den Alltagshorror der nicht Alltäglichen. Ich befürchtete eine Freakshow – und las Liebe.

»Regieren geht auch anders!«

Unter dem Motto »Alternativlos gibt’s nicht – gute Gründe für eine mutigere Politik« haben sich der Sänger Peter Fox (Solo und bei SEEED), die Autorin Eva Menasse, Musikproduzent Tim Renner, die Regisseurin Irja Martens und andere zusammengetan, um auf ihrer Website für eine Alternative zu schwarzgelbem Stillstand zu werben.

Denn selbst wenn man nicht begeistert dem Kurs entweder der SPD, der Grünen, der Linken (oder gar der Piraten) zustimmen kann, so sollte doch ein Mindestmaß an politischem Bewusstsein und Selbstachtung zur Erkenntnis führen, dass die derzeitige Regierung abgewählt gehört.

[Update:] Sibylle Berg: »Ich denke, also wähle ich.« (Keiner ihrer starken Texte – Recht hat sie trotzdem.)

Klausuren und Sibylle Berg.

So, letzte Klausuren dieser Ferien unterrichtsfreien Zeit korrigiert, Zensuren druntergeschrieben und gut is'. Nun noch rasch eine Das-sind-die-Fehler-und-so-könnte-man's-besser-machen-Präsentation basteln und die Dienstagsstunde ist fertig.

Die Klausur behandelte übrigens einen Kurztext von Sibylle Berg. Wenn man an Twitteraccounts etwas gut finden will, dann vielleicht den der Autorin. (Ich hab' ihn allerdings ganz old-school-mäßig per RSS abonniert. Erspart einem, zum »Follower« zu werden.) Dann wird auch gleich klar, dass viele der moralinsauren Lehren aus der Geschichte, die die S extra für den Deutschlehrer konstruierten und »rausinterpretierten«, vermutlich nicht ganz den Kern treffen.

Merksatz für die nächste Deutscharbeit also: Autoren sind immer mindestens drei Größenordnungen cooler als der Deutschlehrer, der ihre Geschichten mitbringt.