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Gelesen. Willemsen.

Roger Willemsen: Das Hohe Haus. Ein Jahr im Parlament. Frankfurt am Main: S. Fischer, 2014.

Ein Jahr lang begleitete Roger Willemsen das Geschehen im Bundestag von der Tribüne aus. In seinem Buch berichtet er von seinen Eindrücken, die er während der selbst auferlegten Fron sammeln durfte.

Er schätzt die Einrichtung aus theoretischer Einsicht, verzweifelt aber immer wieder über die tatsächliche Praxis voller eingefahrener Rituale, zu deren häufigsten Beispielen das besinnungslose Lob der Regierungsarbeit (insbesondere der Kanzlerin), Fraktionsscharmützel und die demonstrative Nichtachtung des politischen Gegners gehören.

Wer einen Einblick über Funktionsweise und Dysfunktionalitäten unseres Parlaments bekommen will, lese dieses Buch voller kluger Beobachtungen und Kommentare, die zwischen Bescheinigung guten Willens und Verzweiflung, Verurteilung und wohlangemessenem Unverständnis changieren.

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»Wer nichts zu verbergen hat, der hat bereits alles verloren.«

Juli Zeh zum Datenspeicherproblem von NSA und anderen westlichen Geheimdiensten: Ein beobachteter Mensch ist nicht frei.

Während übrigens die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff der NSA-Affäre wegen ihre USA-Reise absagt, meint Frau Merkel (die sich um ihre Wiederwahl bewirbt), es sei besser zu warten. Damit ist sie bis heute beschäftigt.